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Inglorious Basterds Premiere mit Brad Pitt in Berlin

Durch eine glückliche Fügung war es mir möglich geworden am Tag der „Inglorious Basterds“ Filmpremiere in unserer Hauptstadt Berlin anwesend zu sein. Was für eine Gelegenheit den Abend vor meinem Geburtstag mit Autogrammen von meinen Lieblingsfilmschaffenden Quentin Tarantino und Brad Pitt zu begehen. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk als einen roten Teppich mit diesen Ikonen des neuzeitlichen Films kann sich ein eingefleischter Autogrammsammler und Kino-Freak kaum wünschen!

Da ich erst in letzter Minute die Startzeit 18:00 Uhr erfahren hatte und noch von einem Beginn um 19:30 Uhr ausgegangen war, traf ich überpünktlich und letzter Minute am Postdamer Platz ein. Eine große Menschentraube hatte den Vorplatz des Filmtheaters, welches ansonsten vor allem als Zentrum der jährlichen Berlinale bekannt ist, schon seit den Morgenstunden in Beschlag genommen. Gerade zahlreiche weibliche Fans hatten nach eigener Aussage schon sehr früh die Belagerung begonnen um einen guten Blick auf den Hauptdarsteller Brad Pitt zu ergattern.

Ziemlich am äußeren Rand der Absperrung konnte ich jedoch in dritter Reihe noch einen Platz „unter Kollegen“ mit Blick auf den Vorplatz einnehmen. Vorteil des späten Eintreffens war, dass es dann auch annähernd sofort mit den ersten Premierengästen losging und das sonstige Warten-warten-warten gänzlich ausblieb.

Da ein beachtlicher Großteil des Films in Babelsberg, Görlitz und Umgebung gedreht wurde und der Meister Tarantino sich für die Besetzung seines Films dabei auch gerne aus deutschen Schauspielriegen bedient hatte, war eine beachtliche Anzahl an Darstellern zur Premiere anwesend. Ein seltener Umstand bei internationalen Filmpremieren, da oftmals nur wenige deutsche Darsteller mitwirken und nur einige der internationalen anreisen. Ein Faktor, der unbedingt bei der Wahl von Autogrammmotiven für Cast-Autogramme berücksichtigt werden will, da einiges Platz notwendig sein würde um alle anwesenden Mitwirkende unterschreiben zu lassen. Die Wahl fiel dabei auf Desktop-Wallpaper der offiziellen Webseite, da diese naturgemäß mit viel durchgehender Fläche und neutralen Filmmotiven gestaltet wurden. Eine perfekte Grundlage um die Unterschriften des nächsten Tarantino-Werks zu sammeln und zu konservieren.

Nach einigen der deutschen Darstellern die im Film mitwirkten und Berliner Prominenz (Bernd Eichinger, Axel Schulze oder Kaya Yanar) wurde auch schon der Großmeister Quentin in einer schwarzen Limousine vorgefahren. Bereits winkend und lachend stieg der Regisseure im bekannten Western-Outfit aus dem Wagen und ließ kaum Zeit verstreichen, bevor er sofort mit dem Schreiben von Autogrammen loslegte. Gewissenhaft lief er jeden Meter der verwinkelten Absperrung ab und es war dabei kaum auszumachen, ob seine Fans oder Quentin Tarantino selbst mehr Freude an dem Spektakel hatten. Gut gelaunt genoss er sichtlich die Aufmerksamkeit und scherzte wo er nur konnte. Bei all der guten Laune war dem Filmemacher jedoch auch kennbar daran gelegen, jedem Fan maximal nur ein Autogramm zu geben. Ein Anspruch folgedessen einige der Fans in den hinteren Reihen leer ausgingen, da der Regisseur wohl professionelle Zweit- und Drittversuche aus diesen Reihen erwartete.

Diane Kruger
Diane Kruger

Ein ganz ähnliches Verhalten legte auch seine Filmkollegin Diane Krüger an den Tag, obgleich es bei Ihr schon mehr nach Arbeit aussah als noch bei Tarantino. Auch die blonde Schauspielerin („National Treasure“, „Troja“) lief fließbandartig die Fanreihen ab und signierte Bücher, Fotos und Plakate im Akkord.

Ohrenbetäubendes Geschrei kündigte kurz darauf den ersehnten Hauptgast an. Schon lange bevor ich nur irgendetwas von ihm oder seiner Limousine erspechten konnte, ließ die pure Lautstärke der Menge keinen Zweifel daran, dass eben der Basterd aller Basterds eingetroffen war: BRAD PITT. Ich selbst hatte Brad Pitt noch nie zuvor persönlich gesehen und finde es stets einen spannenden Augenblick, wenn der Mensch, der aus Film, Fernsehen und Magazinen schon so vertraut ist, plötzlich echt und in 3D vor mir steht. Schon oft haben meine Leinwandhelden in Realita einen ernüchternden Eindruck hinterlassen – manche hatte ich mir größer, heroischer oder einfach nur „besonderer“ vorgestellt, als der gestresste Mensch am Teppich dann letztendlich wirkte.

Nicht so bei Brad Pitt – der Darsteller des großartigen Tyler Durden (seine Rolle in „Fight Club“), hielt wofür sein Name steht. Urplötzlich war Hollywood-Glamour am Potsdamer Platz spürbar. Dennoch überzeugte Pitt auch noch als Mensch, der freundlich den Fans zuwinkte, Fotos machen ließ und den Teppich in seiner gesamten Länge ablief um keinen der Fans auszulassen, die so lange auf sein Eintreffen gewartet hatten. Eine Attitüde an der sich seine deutschen Kollegen Til Schweiger und Daniel Brühl ruhig orientieren könnten – diese hatten es scheinbar derart eilig zur Fotowand und den Reportern voranzukommen, dass sie lediglich ein paar Autogramme „auf dem Weg“ gaben und darüber ganze Reihen von Fans außenvor ließen.

Um so überraschender war das folgende Ereignis, als nun alle Stars bereits auf dem Weg in das Kino waren und nur noch vereinzelt durch Interviews an der Reporterriege aufgehalten wurden. Die Menschenmassen hinter den Absperrungen began sich bereits aufzulösen als es urplötzlich wieder laut wurde. Brad Pitt hatte auf die anhaltenden Rufe seiner Fans reagiert und startete einen völlig unerwartetend zweiten Durchlauf durch die Reihen der verbliebenen Fans. Ich habe schon oft diese spontanen Rufchöre von Fans beobachtet, welche einen Star anlocken, umstimmen oder wieder herholen sollen. Ich hatte allerdings noch nie erlebt, dass ein Star vom Kaliber eines Brad Pitt wirklich darauf reagiert hätte. Es war gerade zu surreal, wie Brad wieder von der Fotowand in den hintersten Winkel der Absperrung sprintete und auf ein Neues den Stift zückte und in Kameras winkte. Genau so hält man Fans bei Laune … Herr Schweiger!

© Sebastian Rüll

About Sascha Böge

Sascha Böge ist Fotograf und Webentwickler aus Leidenschaft. www.saschaboege.de

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2 comments

  1. SUPER PREMIERE !
    Da wurde uns Fans wieder richtig was geboten !!
    BRED PITT und QUENTIN waren richtig fleissig beim Autogramme
    schreiben und waren ganz lange bei den Fans.
    Hoffentlich dauerts nicht so lange bis zur nächsten Premiere.
    LG: Gerald
    ..PS: Super Artikel Sebastian..

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