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Sie können einiges für den Wert Ihrer Autogrammsammlung tun, wenn Sie bei der nächsten Autogrammjagd sich vorweg ein paar Gedanken zur Wahl des richtigen Motivs machen. Gerade bei gegenwärtigen Stars, die vom Grad der Berühmtheit her noch gut in Reichweite des ambitionierten Autogrammjägers liegen, kann das perfekte Motiv einen gewaltigen Unterschied im Wert des Autographen ausmachen.

Die Wahl des richtigen Autogrammmotivs

Oftmals treten Autogrammsammler mit Fragen wie „Wieviel ist ein Autogramm von Schauspieler XY denn eigentlich wert?“ an mich heran. Meistens stoße ich dann auf erstaunte Gesichter, wenn ich mit einem „Das kommt ganz darauf an …“ antworte und eine recht große Preisspanne als Antwort gebe.

Ein ganz ausschlaggebender Faktor für den Wert eines Autogramms ist für mich neben Zustand, Erhaltung und Größe das Motiv.

Was hat der Star unterschrieben und was ist darauf zu sehen. Dabei gilt der allgemeine Grundsatz: Je begehrter eine Unterschrift ist, desto unwichtiger wird das Objekt/Motiv. So würde z.B. ein Elvis Presley oder James Dean Autogramm auch locker auf eine Serviette geschmiert locker noch Hochpreise erzielen. Daraus lässt sich natürlich auch das Gegenteil formulieren: „Je gängiger die Unterschrift anzutreffen ist, desto entscheidender wird das Objekt/Motiv“.

Demnach können Sie einiges für den Wert Ihrer Autogrammsammlung tun, wenn Sie bei der nächsten Autogrammjagd sich vorweg ein paar Gedanken bei der Vorbereitung machen. Gerade bei den gegenwärtigen Stars, die vom Grad der Berühmtheit her noch gut in Reichweite des ambitionierten Autogrammjägers liegen, kann das perfekte Motiv einen gewaltigen Unterschied machen.

Als Kriterien für das perfekte Autogrammmotiv kommen die nachstehenden Punkte in Betracht.

Die Größe: etablierte Formate für aktuelle Autogramme sind die amerikanischen 8×10 inch (~20×25 cm) oder die hierzulande üblicheren 20×30 cm (annähernd DINA4). Solange Sie die Wahl haben, rate ich Ihnen zu diesen Formaten, die als angenehm groß empfunden werden und sich in die meisten Sammlungen gut einfügen.

Qualität: Gerade bei Fotoabzügen gibt es große Qualitätsunterschiede. Sparen Sie hier nicht an der falschen Stelle. Schon im verwendeten Fotopapier können sich die Vorlagen deutlich von einander abheben und unterschiedlich wertig wirken. Selbstverständlich sind aber auch Farben und Kontrastwirkung Faktoren um die Qualität zu beurteilen. Sofern möglich, möchte ich Ihnen von Aushangfotos oder Zeitungsauschnitten als Autogrammvorlage abraten. Diese sind wurden hergestellt um einen kurzzeitigen Zweck zu erfüllen und in keiner Weise auf Qualität oder Erhalt hin ausgerichtet.

Kontrast: Oftmals unterschätzt wird die Frage nach dem Kontrast. Ein Autogrammsammler will schließlich auch etwas von der Unterschrift sehen. Eine schwarze Signatur auf schwarzem Grund wird demnach wenig Freunde finden und muss als geringwertiger eingetuft werden. Stellen Sie sich am besten vor, dass Sie der Star wären und wo Sie spontan ein Unterschrift nach kurzem Betrachten hinsetzen würden. Nicht selten setzen die Prominenten automatisch den Stift an der hellsten Stelle im Bild an und enden dadurch mit einer Unterschrift quer über das Gesicht, wenn dies zur einzigen Option wird. Nicht sehr schön!

Darstellung: Farbfoto, Schwarzweiß, ein Porträt oder eine Actionszene. Das Motiv sollte zum Wesen des Stars passen und seine Eigenschaften „zusammenfassen“. Zu Hollywood-Stars wie Russel Crow passt sicherlich eine farbige Ganzkörperaufnahme in voller Montur besser, als zu einem Charakterdarsteller wie Anthony Hopkins, den ich eher mit edlem Schwarzweiß assoziiere. Bei Komponisten und Drehbuchautoren bietet sich eine Porträtaufnahme an.

Inhalt: Was ist auf dem Bild zu sehen? Bei Darstellern ist unbedingt ein Foto das Sie in Ihrer größten, bekanntesten Rolle zeigt vorzuziehen. Wenn Sie schon einmal die Chance haben Harrison Ford vor den Stift zu bekommen, dann sollten Sie ihm unbedingt ein Foto als Indiana Jones, Han Solo oder aus Blade Runner vorhalten. Seine anderen Filme wie „In Sachen Henry“ oder „Der einzige Zeuge“ waren ohne Frage großartige Filme – aber mal ehrlich, was sehen Sie zuerst vor Ihrem geistigen Auge, wenn Sie an Harrison Ford denken?

Wenn Sie sich auf eine Rolle des Schauspielers festgelegt haben, dann achten Sie auch darauf, eine möglichst ikonische Pose dieser Charaktere auszuwählen. Welcher Momemt, welches einzelne Filmbild fasst die unterschiedlichen Aspekte der Rolle am besten zusammen und bringt die Charaktere auf den Punkt? Oft lohnt sich auch ein Blick auf die Filme, die der Star momentan dreht. Womöglich ist er gerade jetzt dabei seinen bislang bedeutensten Film zu drehen. Mit etwas Glück gibt es bereits Promofotos zu dem Film, die Sie sich signieren lassen können.

Häufigkeit: Letztendlich empfiehlt es sich, sich auch Gedanken über die Häufigkeit eines Motivs zu machen. Je seltener ein Motiv im Umlauf ist, desto schneller wird es für andere Sammler interessant. Das steht sicherlich im Gegensatz zum obigen Punkt, wo ich Ihnen noch geraten habe ein für den Star typisches Motiv auszusuchen, aber vielleicht können Sie sich doch noch etwas abheben indem Sie sich nicht gleich für das erste 08/15 Standardmotiv entscheiden.

Am unteren Ende dieser Skala sind ganz sicher die Autogrammkarten und -fotos anzusiedeln, welche die Stars selbst mit sich umhertragen oder auf Anfrage per Post verschicken. Diese sind meist auf niedrige Druckkosten hin optimiert, aus alten „Restbeständen“, furchtbar neutral gehalten und von der Größe her auf eine Manteltasche ausgerichtet – selten werden hier ansprechende Motive verschenkt.

Ein letzter Tipp: sollte sich für einen bestimmten Star partout das perfekte Autogrammmotiv nicht finden lassen, so rate ich stets die gute, alte, schlichte und weiße Karteikarte einem mittelmäßigen Fotomotiv vorzuziehen. So eine Karteikarte bietet ein perfektes Kontrastverhältnis, ist leicht zu handhaben (Verwischungen sind annähernd unmöglich) und können zu einem späteren Zeitpunkt kreativ mit einem Foto kombiniert werden.

Mit den neutralen Karteikarten können Sie auch sehr schön auf eine größere Montage „hinarbeiten“ und Ihrem Hobby eine ganz neue Richtung verleihen. So habe ich z.B. schon wunderbare Collagen gesehen, bei denen alle Unterschriften der James Bond Darsteller in ein großes Passepartout mit passenden Fotos gefasst wurde. Oder Sie verschreiben sich der Besetzung eines Films oder Serie, die Sie dann in ein Poster einarbeiten etc. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt …

About Sascha Böge

Sascha Böge ist Fotograf und Webentwickler aus Leidenschaft. www.saschaboege.de

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2 comments

  1. Unfassbar das es wirklich Menschen gibt die soviel Zeit und Aufwand investieren um die Unterschrift eines bekannten Menschens zu erlangen. Für mich unverständlich, aber gleichzeitig faszinierend. Mal abgeshen das die Schriftzügem meist hübsch anzusehen sind, ist es etwas persönliches, etwas das bleibt. Und unter Umständen ist es irgendwann mal viel Wert. Hmmm… Naja, für mich wäre es nichts, aber dieses Hobby hat sicherlich seine Berechtigung. Ich wünsche allen die auf der Jagdt sind, viel Erfolg dabei! 😉 LG

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