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EL BULLI – COOKING IN PROGRESS Premiere

Ferran Adriàn, Chef des 3-Sterne-Restaurants „El Bulli“, gilt als der beste, innovativste und verrückteste Koch der Welt. In seiner Küche löst sich alles Wohlvertraute auf. Jedes Jahr schließt sein Restaurant „elbulli“ für ein halbes Jahr, Zeit für Adrià und sein Team, sich in sein Kochlabor nach Barcelona zurückzuziehen. Im Dokumentarfilm „El Bulli – Cooking in Progress“ lässt er uns dabei zusehen, wie er in seiner Molekularküche die neuen Menüs der kommenden Saison entwickelt. Alles ist erlaubt – nur sich selbst zu Kopieren nicht.

Anlässlich des deutschlandweiten Kinostarts am 15.09.2011 wurde am Montagabend Pressevertreter zu Interviews und einem FotoCall mit Ferran Adrià und Regisseur Gereon Wetzel im Kinofoyer der „HACKESCHEN HÖFE“ eingeladen.

(c) RCR Marcus Lienhardt

Inhalt:
Bilder werden abgehängt, Besteck wird in Cellophanfolie eingewickelt und ein Kastenwagen wird mit Geräten und Kartons gefüllt. Draußen schlagen die Wellen an den Strand der kleinen Bucht von Montjoi. Wir sind im El Bulli, dem wohl berühmtesten Restaurant der Welt. Und wir erleben mit, wie es geschlossen wird. Für immer? Nein, nur bis zur nächsten Saison. Jedes Jahr im Winter schließt das Restaurant und Ferran Adrià, Oriol Castro und Eduard Xatruch ziehen sich für ein halbes Jahr in die Versuchsküche nach Barcelona zurück, um das neue Menü für die nächste Saison zu kreieren. „Kreativ sein, bedeutet nicht zu kopieren“ so formulierte es Jacques Maximin einst, und dieses Motto bestimmt seit jeher den Alltag von Ferran Adrià und seinem Team. Der Film „El Bulli – Cooking in Progress“ ist die genaue Beobachtung einer Suche – von den ersten Experimenten bis zur Premiere der fertigen Gerichte. Doch bis dahin wird so manche Zutat völlig neu betrachtet. Was kann man der Süßkartoffel noch Neues entlocken? Systematisch wird Geschmack und Textur analysiert: kochen, braten, frittieren, dämpfen – vakuumieren, sphärifizieren, gefriertrocknen. Dann schmecken, auf Ideen kommen, diskutieren und schließlich alle Ergebnisse, gute wie schlechte, ausführlich dokumentieren – der Laptop neben dem Kochlöffel. Forschen heißt eben genau hinsehen, die Grundlagen verstehen. Und Forschen bedeutet Arbeit, manchmal bis zur Erschöpfung. Ideen fallen meist nicht vom Himmel, sie entstehen im diffusen Zwischenraum des Absichtsvollen und des Zufalls, der Erfahrung und des Neuen.

Im Sommer dann ändert sich alles. Innerhalb von kürzester Zeit muss ein erkaltetes Restaurant in Gang gesetzt werden und dies mit einer Brigade von 35 neuen Köchen aus aller Welt zusammengewürfelt, die dort an der katalanischen Costa Brava kulinarisches Neuland betreten. Nicht jeder ist natürlich gleich auf dem Posten und der bis jetzt so besonnene Oriol muss das ein oder andere Mal die Stimme erheben, um der Gruppe die strenge und hierarchische Struktur klar zu machen. Ferran Adrià gibt derweil den neuen Gerichten den letzten Schliff, die schon am Eröffnungsabend zusätzlich zum Vorjahresmenü serviert werden sollen. Jetzt müssen Entscheidungen getroffen werden: Wie sollen die Gerichte aussehen, wie serviert werden und vor allem in welcher Reihenfolge? Welche Füllung erhält der Raviolo, dessen Pasta sich in Nichts auflöst,
sobald man ihn in Wasser taucht? Und wohin mit den kleinen Eiswürfeln – zu den winzigen Mandarinen oder zum in Haselnussöl vakuumierten Champignon?

Beim Eröffnungsabend selbst kommt es zu einer eigenartigen Premiere. Es wird ein Cocktail serviert, der nur aus Wasser, Haselnussöl und Salz besteht. Eduard Xatruch experimentierte damit bereits in der Versuchsküche und Ferran überzeugte das einfache Prinzip und das vom Öl ausgelöste seidige Mundgefühl. „Und was gab es im El Bulli?“ fragt Ferran sich selbst scherzhaft bei einem Kurs, den er vor den neuen Köchen hält. Und antwortet sich sogleich: „Wasser!“ Große Ideen sind meist einfach und autonom, sie entziehen sich dem Vertrauten und Bekannten. Das El Bulli ist komplex und einfach zugleich, sagt Ferran. Vielleicht ist also die einzige Antwort auf die Frage: „Und, worum geht es im Film El Bulli –Cooking in Progress?“-„Wasser, Öl und Salz!“

 

El-Bulli Cooking-in-Progress
PhotoCall in Berlin

 

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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