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Juliette Binoche und "Die Liebesfälscher"

Der neue Film mit Juliette Binoche „Die Liebesfälscher“  feierte am Donnerstag (29.09.2011) in Berlin seine Deutschlandpremiere. Vor dem Cinema Paris  hatten sich Fans und Presse versammelt und warteten am kaum fünf Meter langen  roten Teppich auf den Star aus Frankreich. Die schwarze Limousine kam mit etwas Verspätung und hielt auf dem breiten Bürgersteig  des Kurfürstendamms von dem Kino.  Ehe Juliette Binoche richtig aussteigen konnte, war sie schon umringt von Autogrammjägern und Fotografen, die auf dem kurzen Weg ins Kino auch nicht mehr von ihr abliessen. Die französische Schauspielerin nahm es gelassen und signierte das meiste, was ihr hingehalten wurde, und  gab den Journalisten geduldig Interviews. Nur die Fotografen kamen in dem Durcheinander nicht wirklich auf ihre Kosten.  Im Kino selbst ging es dann wesentlich gesitteter zu, so dass Juliette Binoche nach einer Begrüssung durch einen Angehörigen der französischen Botschaft  dem Publikum einiges zur Entstehung des Films erzählen konnte. Es war seit langem ihr Wunsch gewesen, mit dem iranischen Regisseur Abbas Kiarostami zusammenzuarbeiten. Immer wieder traf sie ihn auf Festivals oder bei Freunden und liess nicht locker. Schliesslich lud er sie in den Iran ein, wohin sie auch nach einigen Bedenken reiste. Bei einem Essen erzählte ihr der Regisseur eine Geschichte in der Ich-Form von der Begegnung mit einer Frau in der Toskana. Nach 45 Minuten fragte er Juliette Binoche, ob sie ihm die Geschichte geglaubt hätte. Worauf sich mit, „Ja, natürlich“ antwortete.  „Aber sie ist nicht wahr“, behauptete der Regisseur daraufhin. Diese Geschichte wurde zwei Jahre später zu dem Film „Die Liebesfälscher“, bei dem man auch nicht immer weiß, was wahr ist und was nicht.


Bei einer Lesung in Italien begegnet der britische Autor James Miller (William Shimell) einer attraktiven Kunstexpertin (Juliette Binoche). Sie treffen sich am nächsten Tag, um zusammen aufs Land zu fahren. Millers Buch handelt von der Frage nach dem Unterschied zwischen Original und Fälschung, und so beginnen die beiden bei ihrem Ausflug in ein Dorf eine angeregte Diskussion über Kunst, das Leben und die Liebe. Nach und nach nehmen ihre Gespräche eine neue, überraschende Wendung. Schon bald stellt sich auch bei ihrem Zusammentreffen die Frage nach Original und Fälschung, nach Realität und Fiktion.

Ein Film, der von seinen Dialogen, der Atmosphäre der Toskana und vor allem von den großartigen Darstellern lebt. So wurde Juliette Binoche 2010 beim Internationalen Filmfestival in Cannes als beste Schauspielerin ausgezeichnet. Aber auch der  Wechsel zwischen den drei Sprachen Französisch, Englisch und Italienisch spielt eine Rolle, die in der deutschen Fassung leider verloren geht. Wer also eine oder mehrere dieser Sprachen beherrscht, sollte sich nach Möglichkeit die Originalversion anschauen.

(c) RCR René du Vinage

 

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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