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Smashing Pumpkins geben einziges Deutschland

Ihnen verdanken wir grandiose Studioalben und bezaubernd schöne psychedelische Musik in Kombination mit zahlreichen spektakulären, visuellen Darstellungsformen.

Auch am vergangenen Mittwochabend zeigte die Band um Billy Corgan das sie zu Recht zu den festen Größen im Rock Business zählen. Einen fulminanten Start legten sie mit dem Opener „Quasar“, aus ihrem kommenden Album Oceania, hin. Nach den ersten Tönen fiel der schwarze Vorhang und gab den Blick auf die prunkvoll dekorierte, silberfarbene Bühne frei. Durch die gedämpften Scheinwerfer unwirklich schimmerte diese futuristisch anmutend von einem strahlenden violett bis hin zu einem weichen grün. Was eine einzigartige Stadionatmosphäre erzeugte. Dennoch wirkte vor allem der Anfang des Konzertes ungewohnt holprig. Ob das an der Songauswahl lag, deren Schwerpunkt in der ersten Hälfte eindeutig auf den neueren Liedern, aus Alben wie „Zeitgeist“, lag oder aber an der Band selbst. Musikalisch wie technisch zwar perfekt, aber auch außerordentlich standardisiert, bewegten sich Billy Corgan, Mike Byrne, Jeff Schroeder und Nicole Fiorentino über die Bühne, ohne die Interaktion mit den über 2300 Fans in der Halle zu suchen.

Nur wenige Konzertbesucher ließen sich von Anfang an mitreißen und sprangen im Takt zu den harten Gitarrenriffs und dem hämmernden Schlagzeug in die Luft. Die wenigen Wunderkerzen die während des Songs „Soma“ gezündet wurden, wirkten verloren in der Masse der beinahe erstarrten Menschenmenge. Erst in der zweiten Hälfte ihrer Show schaffte es die Band schließlich mit ihren alten Hits wie „Tonight, Tonight““ die Halle zum toben zu bringen. Songs wie „Silverfuck“ und „Cherub Rock“ brachten das Publikum zum euphorischen mitsingen, was mit einem begeisterten Applaus der Band gewürdigt wurde.

Untypisch für Billy Corgan begab dieser sich an dem Abend sogar an die Tasten eines Keyboards und scheute sich auch nicht gleich sechs neue Songs aus dem, für das Jahr 2012 geplante Album, zu spielen. Am Ende schien die Stimmung endgültig gelöst. Der Song Zero, wurde als letzte Zugabe gespielt. Die Bandmitglieder verteilten mit Hingabe Plektren und Drumsticks an die vordersten Reihen und verabschiedeten sich schließlich unter tosendem Applaus.

Das Konzert im Tempodrom blieb der einzige Auftritt in Deutschland für die Smashing Pumpkins für dieses Jahr. Nachdem vier, der eigentlich fünf geplanten Konzerte, bei uns abgesagt wurden. Erst für das kommende Jahr, nach der Veröffentlichung ihres Albums „Oceania“, wollen sie für weitere Gigs wieder zurückkehren.

(c) RCR Alexandra Brechlin

(c) RCR Christian Behring

 

Setlist:

01. Quasar
02. Panopticon
03. Starla
04. Geek U.S.A.
05. Muzzle
06. Window Paine
07. Lightning Strikes
08. Soma
09. Siva
10. Oceania
11. Frail And Bedazzled
12. Silverfuck
13. Pinwheels
14. Pale Horse
15. Thru The Eyes Of Ruby / I Am One
16. Cherub Rock
17. Tonight, Tonight
18. My Love Is Winter
19. For Martha
20.  Zero

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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