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Filmkritik zu BREAKING DAWN Teil 1

In knapp 800 Kinos gestartet, kam BREAKING DAWN 1 nach der Bestseller-Reihe von Stephenie Meyer nach den ersten zwei Wochen auf über zwei Millionen Besucher. Hinzu kommen noch über 315.000 Zuschauer in den Previews. Somit sicherte sich BREAKING DAWN – BISS ZUM ENDE DER NACHT (Teil 1) auf Anhieb einen Bogey Award in beiden Kategorien, der vom Branchendienst G&J Entertainment Media vergeben wird.

Ob das sehnlich erwartete nächste Kapitel der  TWILIGT Saga den hohen Erwartungen gerecht wird und die Lebkuchenherzen zu recht verteilt wurden, fragte sich unsere kritische und unbestechliche Redakteurin Carina Adam.

„Sanfte Klaviermusik. Der „Breaking Dawn“– Schriftzug überzieht die Leinwand. Tausende von Mädchen hatten diesem Moment entgegengefiebert. Die übernatürlich romantische Fantasysaga geht weiter.

Regen. „Isabella Marie Swan und Edward Athony Massen Cullen“ laden zur Hochzeit. Ein guter Grund für Werwolf Jacob sich schon in der ersten halben Minute das Hemd vom Leib zu reißen. Nachdem man genug Zeit hatte, einen Blick auf den prachtvollen Oberkörper zu werfen, verwandelt ihn  die Wut in einen Wolf, und er läuft gen Wald davon.

Man merkt, Bill Condon (Regisseur) geht mit einer gewissen Selbstironie an die Inszenierung von Breaking Dawn nach der Buchvorlage von Stephanie Meyers. Schon bei den vorhergehenden Teilen der Saga wurde auffallend viel Werwolfoberkörper gezeigt.  Gebt den Affen Zucker.

Der erste Teil davon läuft seit gestern in den Kinos, das Finale lässt noch bis nächsten Winter auf sich warten. Darüber, ob die Zweiteilung nun wirklich nötig war oder doch nur Geldmacherei ist, lässt sich streiten, denn viel passiert nicht im ersten Teil.

Bella und Edward heiraten. Haben in den Flitterwochen Sex. Bella wird schwanger. Der Vampirmenschfötus frisst sie von innen auf. Bella gebärt und alle glauben, sie wäre tot. Die Werwöfe wollen das vermeintliche Monsterbaby töten. Jakob wird auf das Baby geprägt. Die Wölfe lassen von ihrem Plan ab, da Jacobs Prägung dem Kind Unversehrtheit zusichert. Bella schlägt als Vampirin die Augen wieder auf.

Nun gut. Trauung und Hochzeitsfeier im Wald werden in traumhaftem Set gezeigt. Der Honeymoon: Badengehen unterm brasilianischen Mondschein. Wie romantisch.  Wobei der ein oder andere Schnitt im Haus einer Innenausstatterwerbung entnommen sein könnte. Wenn auch das Drehbuch nicht unbedingt Lob verdient, dann auf jeden Fall die Verantwortlichen für Locationfinding und Kamera. Die Stimmung ist düster, viel Schwarz, durchbrochen von vereinzelten, aber gut gesättigten Farbflächen. Schön.

Allerdings scheinen die Texter nach all der Kritik über den vielen Schmalz immer noch nicht ausgetauscht worden zu sein: „Alle Zeit der Welt mit dir wären nicht genug.  Aber beginnen wir mit… für immer.“  Hach… dafür deutlich weniger Schmachtblicke und Vampirgeglitzer. Sein Emokleid zieht der Film trotzdem nicht aus. Leidende Blicke und melancholische Melodien spielen ihr Rondo in den eineinhalb Stunden. Nicht gerade abwechslungsreich.

 Zum Ende noch ein Wort zum mormonischen Touch der Geschichte. Es mag durchaus empfehlenswert erscheinen, dem Kinobesuch eine gewisse Aufklärung der Geburt voran oder nachgehen zu lassen. Denn ratsame oder nicht ratsame Abstinenz – die grotesken Impressionen könnten bei dem ein oder anderen Jugendlichen ein durchaus verstörendes Bild hinterlassen. Auch ist es ist wohl eigentlich nicht verkehrt davor zu warnen, dass halbe Kinder Kinder kriegen, doch diese Art und Weise scheint mir dann doch eher fragwürdig.“

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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