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Theaterpremiere „Das Ende vom Anfang“ in Berlin

Am Sonntag, den 25. September 2011 feierte die von Carl- Hermann Risse inszenierte Klamaukkomödie „Das Ende vom Anfang“ von Sean O’Casey Premiere. Es wurde gelacht in der Komödie am Kurfürstendamm, doch sehr viel auch wieder nicht.

Walfriede Schmitt spielt die Ehefrau Lizzie Berrill, die mit ihrem großsprecherischen Mann Darry, gespielt von Achim Wolff, die Alltagsaufgaben tauscht. „Das bisschen Haushalt“ bekomme er schon in den Griff. Oder eben nicht, wie sich im weiteren Verlauf des Schauspielspektakels zeigt. Zu Hilfe kommt dem Macho bei seinem Vernichtungsschlag gegen sich selbst und die häusliche Stube, sein Freund Barry, Florian Martens, der mit seiner tollpatschigen Tatkräftigkeit viel zur Katastrophe beiträgt. Während Lizzie die Wiese mäht, wird für die beiden Männer die Hausarbeit zum Überlebenstraining.

Die erste Szene war vielversprechend, doch flachte der Spaß mehr und mehr ab. Wortwitz war zwar vorhanden, aber von einer entschleunigten Handlung so begleitet, dass der Gesamteindruck eher lahm war. Zu dem trug auch die Pause bei, die den eigentlichen Einakter teilte, vermutlich aus kulinarischen Gründen. Man entwickelte zwar Sympathien für die Charaktere, allerdings war trotz allgemeiner Clownerie keine Steigerung des Irrwitzes zu erkennen, was auch den ein oder anderen Blick auf die Uhr nicht vermeiden ließ. Einen schönen Rahmen für das Schauspiel schaffte Anna Cumin, die Bühnenbildnerin, welche die liebevoll und detailreich ausgestattete Stube entwarf und eine Kuh, die durchs Fenster hereinschaute sahnte auch einiges vom finalen Applaus ab.

Im Großen und Ganzen ein netter Abend, aber für anspruchsvolle Gemüter weniger zu empfehlen. Das irische Stück nach Dick und Doof kann noch bis 20. November in der Komödie am Kurfürstendamm besucht werden.

(c) RCR Carina Adam

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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