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Maxïmo Park im ASTRA

Maxïmo Park, die Musterschüler der sogenannten ‚School of 2005’, sind mit ihrem vierten Album „The National Health“ zurück. Nach der ersten längeren Pause seit ihrer Gründung, die zwei Bandmitglieder für interessante Soloausflüge nutzten, erweist sich das Quintett aus dem nordenglischen Newcastle als runderneuert, ist den selbst geschaffenen Traditionen und kompositorischen Besonderheiten jedoch treugeblieben. Mit ihrem neuen Album waren Maxïmo Park jetzt in Berlin und stellten es im ausverkauften Astra Kulturhaus vor.

Bei dieser Band 2003 gegründeten Band war vieles anders und mitreißend neu. Sie verbanden Alltagsgeschichten mit philosophischen und gesellschaftlich relevanten Lebensbetrachtungen und schrieben unkonventionelle, melodisch vertrackte Uptempo-Songs, zu denen man ebenso gut tanzen wie nachdenken konnte. Ihre fulminante Live-Performance verhalf ihnen schnell zu dem Ruf, einer der wichtigsten neuen Acts des Vereinten Königreichs zu sein. Kaum erschien ihr Debütalbum „A Certain Trigger“ auf dem bis dahin ausschließlich für progressive Elektronik-Musik bekannten Label ‚Warp Records’, stiegen Maxïmo Park zu den neuen Helden der britischen Popkultur auf.

Ohne Unterlass arbeiteten Sänger Paul Smith, Gitarrist Duncan Lloyd, Bassist Archis Tiku, Keyboarder Lukas Wooler und Drummer Tom English an ihrer Version von moderner und zugleich traditionsbewusster Rockmusik, die die Energie von The Jam mit der hamonischen Eckigkeit von Roxy Music zusammenbrachte. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits die zweite Single „Apply Some Pressure“ stieg in die britischen Top 20 ein, fünf weitere Singles folgten diesem Weg. Mit Songs wie „Grafitti“, „Our Velocity“ oder „Books From Boxes“ lieferte das Quintett stetig neue Hits für die Tanzböden der Indie-Parties. Die Alben „Our Earthly Pleasures“ (2007) und „Quicken The Heart“ (2009) mehrten ihre Erfolge und vergrößerten den Fankreis.

Ihrem politischen Interesse verleiht die Band auf dem kommenden, vierten Album „The National Health“ neue Intensität. Es sei ein Kommentar „zur Lage der Nation(en)“, erklärt Paul Smith über das neue Werk. Darauf klingen Maxïmo Park ausgefeilter und vielschichtiger denn je. Die Rolle des Keyboards in ihrem kraftvollen Sound hat sich ebenso verändert wie die Bereitschaft, neue Einflüsse zuzulassen. Darunter eine spürbare Leidenschaft für die abstrakte Dunkelheit von My Bloody Valentine oder die mysteriöse Unnahbarkeit von Joy Division. Damit haben sich Maxïmo Park neu definiert und sind sich doch ganz treugeblieben.

 

(c) RCR Christian Behring

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