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Embracing the World – die Welt umarmen

Die indische humanitäre Aktivistin Mata Amritanandamayi (Amma) hat bisher rund 30 Millionen Menschen umarmt. Am 5. Oktober startet sie in Berlin ihre Europatour durch elf Städte. Erwartet werden insgesamt rund 160.000 Besucher.

Als Mahatma – Sanskrit für „große Seele“ – wird Amma in Indien gesehen. Im Westen zählen Prominente wie Sharon Stone, Russel Brand, Isabelle Adjani oder die deutsche Künstlerin Rebecca Horn zu ihren Fans, aber auch von internationalen Organisationen wie der UNO oder der europäischen Kommission wird Amma konsultiert und unterstützt. Denn Ammas berühmte Umarmungen haben als Geste gegen Ausgrenzung und Vorurteile unzählige Menschen aller Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten inspiriert, sich für die Notleidenden einzusetzen. So wie Amma überzeugt ist, dass jeder das Recht auf Nahrung, Obdach, Bildung und medizinische Versorgung hat, ist sie auch überzeugt, dass jeder die Kraft in sich trägt, zu helfen.

Amma selbst hat mit ihrer im wahrsten Sinne des Wortes berührenden Geste und mit der von ihr gegründeten NGO „Embracing the World“ (ETW) innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Projekten für Notleidende ins Leben gerufen und in ihrem Heimatstaat Kerala (Südindien) tiefgreifende soziale Reformen bewirkt. „Amma macht mehr für die Armen als manche Regierung“, sagte Friedens-Nobelpreisträger Muhammad Yunus Anfang des Jahres anlässlich eines Treffens mit Amma.

Amma wurde 1953 als Tochter eines armen Fischers in Südindien geboren. Die Armut in ihrem Dorf machte sie so betroffen, dass sie irgendwann begann, mit den noch Ärmeren zu teilen und traurige Menschen spontan zu umarmen. Weil sie es als junge indische Frau wagte, fremde Männer und Mitglieder höherer Kasten zu berühren, wurde sie von ihrer Familie für lange Zeit verstoßen. Heute stehen Menschen in aller Welt stundenlang Schlange, um von Amma umarmt zu werden.

Mit ihren Umarmungen hat Amma unzählige Menschen motiviert, sich als freiwillige Helfer oder Spendengeber zu engagieren und mit ihr zusammen eines der größten karitativen Netzwerke Südostasiens aufzubauen. So hilft ihre NGO durch modernste Berufsbildungsprojekte, Selbsthilfegruppen und die Vermittlung von Mikrokrediten hunderttausend Frauen in Indien zu einem Einkommen, mehr Bildung und höherem sozialen Status. In der ETW-eigenen Klinik „Amrita Institute of Medical Sciences“ in Kochi konnten 2 Millionen mittellose Patienten kostenlos behandelt werden, und im Rahmen des ETW Bildungsprogramms wird 32.000 Mädchen und Knaben ein Schulstipendien finanziert. Die ebenfalls zu ETW gehörige Amrita University, mit je zwei Campus in den Bundesstaaten Kerala und Tamil Nadu, ist spezialisiert auf Forschung, die den Notleidenden dient: Die Entwicklung haptischer Computer zur handwerklichen Ausbildung von Frauen in abgelegenen Gebieten steht beispielsweise auf der universitären Agenda, oder auch die Erforschung günstiger biomedizinischer Geräte.

Um ihre Botschaft einer besseren, mitfühlenderen Welt zu den Menschen zu tragen, umarmt Amma. Einmal im Jahr reist sie dafür um den Globus, füllt Stadien und Hallen wie sonst nur Rockstars. Menschen aller Nationalitäten und Religionszugehörigkeiten stehen dann Stunden lang an, um Ammas spirituelle Kraft in der Umarmung zu spüren. Auch bei Ammas Besuchen in Berlin, München und Mannheim werden die Umarmungen im Zentrum stehen. Daneben gehören jedoch auch Vorträge zu Themen wie Frauenförderung oder interreligiösem Dialog, eine interaktive Ausstellung über die ETW Hilfsprojekte sowie Konzerte und Meditationen zum Programm. Organisiert wird die Benefiz-Veranstaltung von rund 750 ehrenamtlichen Helfern aus dem In- und Ausland. Zum Tross der diesjährigen Europatour gehören mehrere Sattelschlepper und eine mobile Großküche, in der 2000 Mahlzeiten pro Tag gekocht werden. „Ammas Crew ist grösser als jene von Britney Spears“ titelte die finnische Tageszeitung „Helsingin Sanomat“ 2011.

Programm:
Berlin (Velodrom, Velodrom, Paul-Heyse-Straße 26, 10407 Berlin)
Freitag, 5. Oktober ab 11 h bis ca. 21h Begegnung mit Amma (Umarmung)
Samstag, 6. Oktober und Sonntag, 7. Oktober:
ab 10 h bis ca. 16 h Begegnung mit Amma (Umarmung), 19.30 h Vortrag, 20.30 h Konzert von indischen
Mönchen, ab 22 bis ca. 02 h Begegnung mit Amma (Umarmung)

München (Kulturhalle Zenith, Lilienthalallee 29, 80939 München)
Samstag, 13. Oktober ab 11 h bis ca. 21h Begegnung mit Amma (Umarmung)
Sonntag, 14. Oktober, Sonntag, 15. Oktober:
ab 10 h bis ca. 16 h Begegnung mit Amma (Umarmung), 19.30 h Vortrag, 20.30 h Konzert von indischen
Mönchen, ab 22 bis ca. 02 h Begegnung mit Amma (Umarmung)

Mannheim (Maimarkthalle, Xaver-Fuhr-Str. 101, 68163 Mannheim)
Freitag, 9. November ab 11 h bis ca. 21h Begegnung mit Amma (Umarmung)
Samstag, 10. November, Sonntag, 11. November:
ab 10 h bis ca. 16 h Begegnung mit Amma (Umarmung), 19.30 h Vortrag, 20.30 h Konzert von indischen
Mönchen, ab 22 bis ca. 02 h Begegnung mit Amma (Umarmung)

Mehr Infos unter:
www.amma.de
www.embracingtheworld.org

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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