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Arnold Schwarzenegger: Was kommt nach Terminator und Gouvernator?

Das erzählt uns Arnold Schwarzenegger am ersten Tag der Frankfurter Buchmesse 2012 bei der Vorstellung seiner Autobiographie „Total Recall“. Es herrscht ein riesiger Menschenandrang um die ARD-Bühne mit unzähligen Journalisten, Kamerateams, Polizisten und Sicherheitsleuten. Selbst Dieter Moor ist schwer beeindruckt und stellt lachend fest: „So ist das also, wenn Arnold Schwarzenegger kommt.“ Dann beginnt er mit seiner Ankündigung. Mit dem Namen Arnold Schwarzenegger verbinden wir viele Bilder: den erfolgreichsten Bodybuilder, den Hollywood-Schauspieler, den Gouverneur von Kalifornien, doch nun gäbe es die Möglichkeit, den Menschen hinter diesen Bildern kennen zu lernen, so Moor, indem man lesen kann, was Arnold Schwarzenegger in seiner Autobiographie über sich und seinen einmaligen Lebensweg erzählt.

Herr Schwarzenegger betritt die Bühne unter Applaus. Es herrscht gespannte Aufmerksamkeit. Seine Zuhörer sind sehr interessiert aber auch kritisch, hier ist schließlich literarisches Fachpublikum und kein begeisterter Fanclub.  Arnold Schwarzenegger erzählt über die Stationen in seinem bisherigen Leben, über die er in seiner Autobiographie geschrieben hat, und beginnt schon sehr sympathisch auf Augenhöhe mit seinen Lesern. Er möchte uns mitnehmen auf eine Reise, auf eine Autofahrt, die im ersten Gang beginnt in einem steirischen Dorf und dann immer rasanter wird. Wir sind die imaginären Beifahrer. Er berichtet über die Höhepunkte und will auch Tiefen nicht verschweigen und lässt seinen schweren selbst verschuldeten Unfall in hoher Geschwindigkeit nicht aus und spricht dabei bildlich vom kürzlichen Auseinanderbrechen seiner Familie wegen seines Seitensprungs mit außerehelichem Kind. Im Laufe des Nachmittags betont er noch ein paar mal das mea culpa, wie sehr er darunter leide und wie sehr er seine Frau, die Kennedy-Nichte Maria Shriver, liebt und immer geliebt habe, und daß es sein Ziel ist, seine Familie wieder zusammen zu bringen.

Am Ende seines Auftrittes auf der ARD Bühne des Messegeländes erzählt Arnold Schwarzenegger von Zukunftsplänen und Projekten. Er habe gerade in einem Jahr vier Kinofilme gedreht und habe noch viel vor. Er sei immer noch hungrig! Er engagiert sich über unterschiedliche Wege für den Umweltschutz und wird demnächst Uni-Professor an einer Universität in Kalifornien.

Er sagt: „Nach dem Terminator und Gouvernator kommt jetzt der Educator!“

Spätestens jetzt hat er den letzten kritischen Zuhörer begeistert und zum Lachen gebracht und hinterlässt eine gut gelaunte Menge.

Auf der anschließenden Pressekonferenz  beantwortet er alle Fragen – politische, literarische und private – sehr gelassen, offen und reflektiert, und man spürt den unglaublichen Enthusiasmus und Willen in ihm, wenn es um ihm wichtige Anliegen geht. Er wirkt manchmal auch angeschlagen ob der jüngsten Familienereignisse, doch er sagt selbst, wie wichtig es sei aufzustehen und weiter seine Ziele und Träume zu verfolgen. Und dabei wirkt er sehr überzeugend. Er habe immer sehr starke klare Bilder und Visionen davon, was er erreichen will. Diese Bilder würden ihn sehr antreiben.  Und er plädiert dafür, sich für etwas einzusetzen und wie sehr sich das seiner Meinung nach lohnt. Große Veränderungen entstünden vor allem durch den Einsatz von der Basis, von innen heraus, nicht durch den Gedanken eines einzelnen Menschen an einer politischen Spitze.

Auf die Frage, wie es ihm jetzt in Frankfurt gefalle, antwortet er, daß er leider erst vor wenigen Stunden heute Morgen gelandet sei. Aber die Sonne scheint phantastisch, und was er auf der Fahrt vom Flughafen hierher gesehen habe, mochte er sehr. Er werde morgen eine Fahrradtour unternehmen, bevor es weiter nach Kopenhagen geht, er erkunde Städte gerne auf dem Fahrrad. Er schätze Frankfurt als eine erfolgreiche und gastfreundliche Stadt und findet es eine unglaubliche und wichtige Leistung, auf der Frankfurter Buchmesse so viele Nationen zusammen zu bringen.

Betreffend des Schreibens seiner Biographie erzählt er noch, daß er schon seit vielen Jahren angesprochen werde, doch eine Autobiographie zu verfassen, doch erst seit er Gouverneur war, habe er auch das Gefühl gehabt, daß nun ein Zeitpunkt dafür gekommen ist. Außerdem sei er nicht jemand, der gerne zurückblicke. Er blicke lieber nach vorne zu seinem nächsten Ziel, und er mußte sich zu einem Rückblick ein wenig zwingen. Er habe auch ehemalige Klassenkameraden oder Militärdienstkollegen aufgesucht, um ihm dabei zu helfen, Erinnerungen zurückzuholen. Er erzählt noch von Gesprächen mit Nelson Mandela und anderen wichtigen Persönlichkeiten, die er im Laufe der Zeit führen konnte, auch darüber hat er geschrieben und über Maria, seine Frau und vieles mehr. All das ist zu lesen in:

„Total Recall“ – Die wahre Geschichte meines Lebens von Arnold Schwarzenegger, Hoffmann und Campe Verlag.

Bei der anschließenden Signierstunde kommen noch sehr viele Fans zu Büchern und Autogrammen und die große Security-Gruppe zum Schwitzen. An Arnold Schwarzeneggers Seite sitzt sein Freund und Schauspielkollege Ralf Möller, der ihn heute Nachmittag begleitet. In der langen wartenden Schlange wird scherzhaft getröstet, es dauere etwas länger beim Signieren, er schreibe seinen Namen immer komplett aus. Aber fast alle kommen dran. Schließlich entschwindet Arnold Schwarzenegger in einem VW Phaeton und auch ich halte eine signierte Ausgabe seines Werkes in den Händen, sein Name komplett ausgeschrieben. Eine Seite weiter steht, wem er sein Buch widmet: „Für meine Familie“.

© RCR Julia Stolze

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About Julia

Julia Stolze ist Autorin, Schauspielerin und Ärztin. Außer Schauspiel und Chirurgie liebt die Frankfurterin besonders Science Fiction. www.juliastolze.de

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