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FashionWeek Berlin – Von Bardonitz hüllt sich in schwarz

Der Titel ihrer aktuellen Kollektion heißt jetzt: „One“. Er soll auf eine Art Einheit und zugleich auf die Vereinzelung jedes Menschen hinweisen. Und so begeisterte die Designerin vergangene Woche ihre Zuschauer mit klassischen Herrenschnitten und traditionellen Formen für beiderlei Geschlechter, die geometrisch völlig neu zusammengefügt oder in ihre Grundbestandteile zerlegt wurden. Die Farbe schwarz dominierte dabei – einzig und allein blasse Nude-Töne sorgten für ein wenig Abwechslung. Während hochgeklappte Krägen und schwere Capes aus Wolle die Körper fast vollständig verhüllten, schienen andere Entwürfe eine Entblößung des Körpers zu fokussieren. Mit hautfarbenen Blusen, leichten Stoffen setzte die Designerin gelungene Kontraste. Überbetonte Schulterpartien, eierförmige Wollmäntel und übergroße bischofartige Kappen aus Filz stachen dem Beobachter sofort ins Auge. Ebenso die extrem hohen Plateauschuhe an den Füßen der männlichen und weiblichen Models, die während der gesamten Studiopräsentation still und regungslos auf weißen Podesten standen. Nur von den Scheinwerfern angestrahlt, versank der Rest des Präsentationsraumes in Dunkelheit. Einzig das Sirren eines asiatischen Saiteninstruments, live gespielt, durchbrach die Stille. Die Darbietung erinnerte damit viel mehr an eine Kunstinstallation und erschuf eine fast unheimliche, aber sehr faszinierende Atmosphäre und sehr gelungene Präsentation abstrakter Modekunst mit fast schon futuristischen Elementen, abseits von Trends und Saisons.

Nach der Showroom Präsentation gab es am Abend zusammen mit dem Schuhlabel Zeha Berlin eine Aftershow Party im KTV Club. Dort wurde auf drei Etagen das Konzept der Kollektion noch einmal in einer künstlerischen Darstellung, unter anderem mit einer Kabarett ähnlichen Aufführung, präsentiert.

(c) RCR Alexandra Brechlin (Text)

(c) RCR Nicholas Beutler

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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