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„Ich weiß eigentlich selber nicht, was meine Berufsbezeichnung ist“ – Interview mit Fernanda Brandao und Gewinnspiel

Sängerin, Moderatorin, Jurorin, Schauspielerin, Tänzerin und Fitnesstrainerin, all diese Berufe hat Fernanda Brandao schon ausgeübt und wurde auch als Jurorin von „Deutschland sucht den Superstar“ 2011 in Deutschland bekannt. Vor kurzem brachte Fernanda Brandao ihr eigenes Parfum auf dem Markt, das sie in München im Rahmen eines Pressdays zusammen mit ihrer Fitness – DVD „Ginga“ vorstellte. Unser Autor traf sie dort und sprach mit ihr über das Parfum, Ginga und ihre Karriere.

Wie kamst du auf die Idee, ein eigenes Parfum zu kreieren?

Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, einen Duft zu machen, zusammen mit Cura. Das ist eine Firma, die schon verschiedene Düfte hergestellt hat. Und als sie mir dann erklärt haben, wer der Parfümeur ist, was dann noch alles passiert und wie viel Mitspracherecht ich auch dann habe, haben sie mich überzeugt.

Wie hast du bei der Herstellung mitgewirkt?

Ich habe ja vorher noch nie Parfum gemacht. Das heißt, ich habe alle Düfte, die ich mochte zusammengemischt, auf den Meeting Tisch gelegt und gefragt: Wie können wir das auseinandertüfteln. Ich trage sehr gerne Männerdüfte, also gerne herbere Noten. Das war dann die Herausforderung. Ich wollte einen jungen, weiblichen Duft machen, der verspielt, aber trotzdem glamourös ist

Was macht den Duft so besonders?

Er ist sehr vielseitig, so wie ich auch. Und nicht perfekt. Ich habe auch viele Ecken, Kanten und Facetten. Bei der Kopfnote haben wir zum Beispiel grüne Mandarine, Neurolinen-Blume und Himbeere gemischt. Dann geht es weiter mit Marshmallow, Jasmin und Orangenblüten. Heliotrop, Sandelholz und Vanille schließen das Ganze dann auf die feine Art ab.

Du bist in einer Musikerfamilie großgeworden. War dir von Anfang an klar, dass du später etwas Musikalisches machen wirst?

Ja. Ich bin in einer Künstlerfamilie aufgewachsen. Meine Mutter hat die Band ihrer Geschwister gemanagt und hat vorher viel Theater gespielt und geschrieben. Meine Onkel sind Maler, Sänger, Journalisten. Als Kind bin ich im Studio großgeworden und wollte  immer auf die Bühne.Ich fühle mich sehr geehrt, das ich eine der wenigen bin, die heute gut von ihrem Beruf  leben kann.

Was hat dich inspiriert, eine Ausbildung als Fitnesstrainerin zu machen?

Ich bin da mehr reingerutscht, würde ich sagen. Ich habe jahrelang getanzt und hatte auch ein Tanzstipendium, weil sich das meine Mutter damals nicht leisten konnte. So bin ich auch zum Fitness gekommen. Ich hatte eine ganz tolle Trainerin, die ich vergöttert habe. Bei ihr habe ich später Bodypump gemacht und irgendwann hat sie mich gefragt, ob ich nicht die Ausbildung zur Fitnesstrainerin machen wollte. Natürlich habe ich zugesagt. Das war mir eine große Ehre, und dadurch habe ich praktisch den Fuß in die Fitnesswelt gesetzt.

Du hast auch in einigen Videoclips als Tänzerin für namhafte Künstler mitgewirkt. Wie kam es dazu?

Ich habe schon sehr früh getanzt. Mit elf stand ich das erste Mal auf der Bühne und habe meine erste Gage verdient. Und das hat mir so gut gefallen, dass ich mehr davon wollte! Ich hatte eine eigene Tanzgruppe, wir haben auch gesungen oder uns an Modenschauen beteiligt. So kam es, dass ich in vielen Musikvideos dabei war.

2004 hast du mit zwei weiteren Sängern die Band „Hot Banditoz“ gegründet. Wie kam es zur Gründung?

Casting. Wir wurden ganz klassisch zusammen gecastet. Das Gute war aber, dass ich die beiden schon vorher kannte. Mit Gabi war ich sogar richtig dick befreundet. Ich glaube, das hat die Band auch ein bisschen ausgemacht. Wir waren drei verrückte Vögel, und hatten immer großen Spaß zusammen. Deswegen gab es uns wohl auch so lange.

Was hat dich gereizt, in die Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ zu gehen?

Alles! Die Herausforderung! Ich erreiche natürlich das breite Publikum, merke, wie die Leute auf mich reagieren, ob sie es überhaupt akzeptieren, dass ich mich hinsetze und meine Meinung vertrete. Außerdem haben sich die Castingzeiten einfach wahnsinnig verändert. Es ist nicht mehr so leicht, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit nimmt die Begeisterung so ein bisschen ab. Aber irgendwann wird der nächste Trend kommen. Ich bin gespannt, was es ist.

Du warst Schauspielerin, Sängerin, Moderatorin, Jurorin und Tänzerin. Was hat dir am besten gefallen?

Ach, die Mischung macht’s. Ich langweile mich wahnsinnig schnell, egal von was. Deswegen ist es gut, dass ich immer so viel Abwechslung habe. Ich war gestern bei Mario Barth und habe eine Weihnachtssendung gemacht. Dann vorletzte Woche habe ich „Face of Germany“ mit Stefan Gödde für die Bild-Zeitung moderiert. Dann war ich eine Woche auf Mallorca, mit TUI und Puma. Ich weiß eigentlich auch selber nicht, was meine Berufsbezeichnung ist.

Gibt es etwas, was du unbedingt noch machen möchtest?

Eine eigene Sendung. Ich moderiere nächstes Jahr die WM für die ARD und darf im Expertenteam mit Mehmet Scholl und Giovane Elber sitzen. Darauf freue ich mich sehr. Ich habe sogar Pelé vor ein paar Wochen kennengelernt. Das ist ein ganz toller Mensch, bei dem ich einmal mehr froh war, solche Erfahrungen gemacht zu haben. Aber eine eigene Sendung, wo ich alle Themen unterbringen kann, die ich toll finde, das wäre das Größte.

Was ist Ginga?

Ginga ist ein Fitnessworkout, das ich entwickelt, kreiert und patentiert habe. Das vereint Fitness, Tanz und Capoeira. Capoeira ist eine Kampfkunst aus Brasilien. Damals von den Sklaven entwickelt, weil sie sich auf eine mögliche Flucht physisch vorbereiten mussten, aber nicht offensichtlich trainieren durften. Das heißt, dieser Kampf wurde als Tanz getarnt, deswegen sind die Bewegungen sehr weich. Es ist sehr fließend, es ist anders als andere Kampfsportarten, es ist kein Vollkontakt. Man zeigt so, ich könnte wenn ich’s wollte, aber ich tu’s doch nicht. Und dementsprechend ist das Training auch sehr intensiv, weil man in diese schnellen Bewegungen trotzdem langsam und kontrolliert rein geht, und eine Muskelkatergarantie gibt es definitiv bei Ginga. Ginga so heißt auch die Grundbewegung von Capoeira. Also praktisch wie es beim Tanzen so einen Grundschritt gibt, ist es bei Capoeira die Ginga. Darauf bauen alle anderen Bewegungen auf, und mein Programm heißt genau so. Und neben den Capoeira-Elementen haben wir sehr viel Kraft und Ausdauer einzelner Muskelpartien, also das heißt viele Poübungen, viele Beinübungen, Armübungen, also wo die Körperteile isoliert trainiert werden. Und es macht sehr viel Spaß, man hat einen kleinen Portugiesischkurs, man hat eine Motivationsspritze und definitiv danach einen neuen Hintern.

Was sollte man machen, um lange körperlich fit zu bleiben?

Sich bewegen. Das ist ganz wichtig, und es ist egal, ob es Schwimmen, Radfahren oder nur ein Spaziergang ist. Jeder sollte sich bewegen. Wir haben durch unsere Entwicklung mit den Schreibtischen und den Computern die schlimmste Körperhaltung der Welt angenommen, haben eine viel zu schwache Rückenmuskulatur, eine viel zu schwache Bauchmuskulatur. Dann kommen die ersten Bandscheibenvorfälle unter 30, und eigentlich ist das nur ein Zeugnis dafür, dass wir uns zu wenig bewegen. Und das andere ist natürlich auch die Ernährung. Wenn ich nur fettig esse, kann das später zu Herzproblemen führen, zu verstopften Arterien und Diabetes. Es ist gut, darauf zu achten, was man isst.

Vielen Dank, für das Gespräch!

Mit freundlicher Unterstützung von Ab Glanz könnt ihr mit etwas Glück Fernanda Brandaos Parfum und eine signierte Autogrammkarte gewinnen. Dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten:

Was moderiert Fernanda Brandao nächstes Jahr in der ARD?

a) Klein gegen Gross

b) WM 2014

c) The Voice of Germany

Wenn ihr gewinnen wollt, dann schickt uns bitte eine Mail mit der richtigen Lösung an die Adresse: GEWINNSPIEL(at)RedCarpetReports.de mit dem Stichwort „Fernanda“. Teilt uns hier bitte Euren Namen sowie Eure Adresse mit. Der Einsendeschluss ist der 20. Dezember 2013. Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss der Verlosung von RedCarpetReports ist der 20.12.2013. Die Teilnahme an der Verlosung setzt die rechtzeitige Einsendung voraus. Nicht teilnehmen dürfen Mitarbeiter des o.g. Unternehmens und deren Angehörige. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Automatische Gewinnspieleinträge sind nicht gestattet!

© RCR Yannik Bikker

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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