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Lola Festival – Der Countdown zum Deutschen Filmpreis 2013 hat begonnen

Gestern startete das LOLA FESTIVAL in der Astor Film Lounge am Berliner Kurfürstendamm. Die vier Tage ganz im Zeichen des deutschen Films bereiten auf die große Preisverleihung am 26. April 2013 im Friedrichstadtpalast vor. Im Rahmen des einzigartigen Programms werden die für den Deutschen Filmpreis nominierten Filme und ihre Macher der Öffentlichkeit vorgestellt. In Festival-ähnlicher Atmosphäre besteht für ein Publikum aus Filmliebhabern, Freunden, Fördermitgliedern und wahlberechtigten Mitgliedern der Akademie die Möglichkeit, die nominierten Filme auf großer Leinwand zu sichten und zu diskutieren. An den Tagen des Festivals sind viele der nominierten Filmschaffenden in Berlin anwesend. Es finden verschiedene Pressetermine und Begegnungen unter den Nominierten statt. Aus diesem Grund ist garantiert, dass zu jeder Vorführung des LOLA FESTIVALS hochkarätige Gäste aus Cast und Crew der Filme anwesend sein werden – und großes Interesse an moderierten Gesprächen mit dem Publikum haben.

Veredelt werden diese Gespräche durch die LOLA VISIONEN. Diese sind öffentlich geführte Podiumsdiskussionen unter den Filmschaffenden der unterschiedlichen Gewerke über persönliche Ideen, Krisen und Erlebnisse bei der Entstehung der Filme, die beim Deutschen Filmpreis im Mittelpunkt des Interesses stehen. In diesem Jahr sind neben den nominierten Regisseuren die Cutter, die Schauspieler und zum ersten Mal auch die Filmkritiker zum öffentlichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch eingeladen.

Tag 1 des LOLA FESTIVALS bot neben Film, Fotos & Fragerunde eine Menge Unterhaltung durch gut gelaunte Gäste. Bei den LOLA VISIONEN Podiumsdiskussionen – diesmal zum Thema „Regie“ – kamen Tom Tykwer („Cloud Atlas“), Karsten Stöter („Lore“), Oskar Röhler („Quellen des Lebens“), Bettina Brokemper („Hannah Arendt), Jan Ole Gerster („Oh Boy“) und Julian Roman Pölsler („Die Wand“) zu Wort. Dabei gab es für die interessierten Zuhörer einiges und vor allem ungewöhnliches zu erfahren. Während für Tom Tykwer das Filmemachen wie Sex ist – anstrengend und lustvoll – dürfte es für das Produktionsteam von „Hannah Arendt“ bei 8 Jahren Produktionszeit eher nur auf das anstrengend hinausgelaufen sein. Dass solche großen Zeitspannen nur dann einen guten Film ergeben, wenn das gesamte Team gut funktioniert und nicht nur der hier im Fokus stehende Regisseur, betonen zurecht alle Teilnehmer.

Jan Ole Gerster, dessen in Schwarz-Weiß gedrehter Erstling „Oh Boy“ es direkt ins Wettrennen geschafft hat, zeigte mit seinem bunten und keine Selbstironie scheuenden Humor, dass er genau der richtige Mann für diese erfolgreiche Berlin-Beobachtung war. So reflektierten nach und nach alle Gäste ihre nominierten Arbeiten. Dabei gab Produzentin Bettina Brokemper offen zu, dass sie erst gar nicht an Barbara Sukowa als Hauptdarstellerin der „Hannah Arendt“ geglaubt hatte und sich dafür später extra oft entschuldigt hat.

Ob Barbara Sukowa diese Rolle wirklich so perfekt verinnerlicht hat, durfte kurz darauf vom Publikum selbst überprüft werden. Nach einer kurzen Pause startete die Vorführung von „Hannah Arendt“, der zuvor als Film über das Denken angepriesen wurde und sich vor allem den Prozess von Adolf Eichmann und dessen Auswirkungen auf die deutsch-jüdische Publizistin herausgreift.

Tom Tykwer fasste mit dem Satz, dass er vor allem die Vielfalt der nominierten Filme liebt, auf wunderbare Art zusammen, was das Publikum und die Filmschaffenden an den kommenden Tage erwarten dürfen: einen bunten Strauß an ernsten, lustigen, berührenden, liebevollen Filmen. Von daher bleibt an dieser Stelle nur noch eines zu schreiben: Auf zu Tag 2! Auf zur Astor Film Lounge! Auf zum LOLA FESTIVAL!

Die Verleihung des DEUTSCHEN FILMPREISES 2013 wird am 26. April 2013 ab 22.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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