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Review: Prisoners

Wenn jemand Dein Kind entführt, was würdest Du tun? Alles? Wirklich alles?

Der Handwerker Keller Dover (grandios: Hugh Jackman) und seine Frau Grace (Maria Bello) feiern zusammen mit ihren Freunden Franklin und Nancy Birch (Terrence Howard und Viola Davis) Thanksgiving. Während der gemütlichen Feier werden die beiden Töchter Anna (Erin Gerasimovich) und Joy (Kyla-Drew Simmons) entführt.
Ziemlich zeitnah wird der verwirrte Wohnmobilbesitzer Alex (Paul Dano) festgenommen, doch es liegen keine handfesten Beweise vor. So muss ihn der zuständige Detective Loki (Jake Gyllenhaal) laufen lassen. Doch die verschwundenen Mädchen tauchen auch nach mehreren Tagen nicht auf. Keller ist trotz Mangel an Beweisen an Alex´ Schuld überzeugt und beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln. Auch wenn er dabei zur brutalen Selbstjustiz greifen muss…

Im neuesten Film des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve hat sich die hochkarätige Hollywood-Liga zusammengefunden. Da wären zunächst die beiden Hauptdarsteller Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal, die in den unvorhersehbaren Zirkel aus Gewalt, Ausweglosigkeit und Verzweiflung geraten. Hugh Jackman, der seinen Durchbruch mit dem Blockbuster X-Men schaffte, ist nicht nur der Sexiest Man Alive (2008), sondern hatte auch schon die Ehre, die Oscar-Verleihung 2009 zu moderieren. Kein Wunder also, dass er sich die Rollen mittlerweile aussuchen kann. So war es eine überaus gute Entscheidung, die Rolle des Familienvaters Keller Dover anzunehmen.

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Auch Jake Gyllenhaal, den die Zuschauer in Brokeback Mountain geliebt haben, geht in der Rolle des gerechten Detective Loki auf. Das Zusammenspiel der beiden Charaktere sorgt für Nervenkitzel und Ungewissheit bis zur letzten Szene.

Der Titel Prisoners passt perfekt zu der Handlung, denn sie alle sind Gefangene des Geschehens. Die einen sind tatsächlich irgendwo gefangen und warten auf Rettung, andere sind Gefangene des Zorns. Wiederum sind weitere Figuren in der scheinbar ausweglosen Situation gefangen, die das Leben ihnen bereit gestellt hat.

Der Thriller lässt keinen Zuschauer kalt und schon gar nicht los. Ein beunruhigendes Bauchgefühl ist da nur eine der Nebenwirkungen.

Kinostart 10.10.2013

© RCR Katja Jeroschina

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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