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Rezension: ‚Grenzenlos‘ – GLASPERLENSPIEL

Nach der Veröffentlichung ihres ersten Album ‚Beweg dich mit mir‘ (2011), für das sie Gold erhielten, ist es für Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg aus der Band Glasperlenspiel wohl umso erfreulicher, dass auch ihr zweites Album ‚Grenzenlos‘, das am 10. Mai 2013 erschien, bereits sehr erfolgreich auf Platz 8 der deutschen Albumcharts einstieg.

Ob die Band an den Erfolg des ersten Albums anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch bereits jetzt, dass Glasperlenspiel sich seit dem ersten Album musikalisch um einiges weiterentwickelt haben.

„Wir nennen das neue Album immer ein bisschen unser Tagebuch 2.0. Musikalisch gesehen ist alles elektronischer und organischer geworden!“ (Daniel)

Neben den elektronischer gewordenen Beats, sind die Songs der Band vor allem viel persönlicher geworden.

„Beim ersten Album ist es ja immer so, man hat das noch nie gemacht, man ist sich ein bisschen unsicher in manchen Sachen. Man hat sich auch ein bisschen mehr getraut und hat mehr von sich preisgegeben. Und einfach das von der Seele geschrieben, was einen beschäftigt. Und das merkt und hört man auch, glaub ich.“ (Carolin)

Zwei Schlüsselsongs auf dem Album sind das Titelstück ‚Grenzenlos‘ und ihre erste Single ‚Nie vergessen‘.

„Keine Träume sind für uns zu groß/ Ich schwör‘ dir, heute sind wir grenzenlos/

Wir werden wach und wir fallen hoch/ Ich schwör‘ dir, heute sind wir grenzenlos“ – (‚Grenzenlos‘)

In ‚Grenzenlos‘ geht es um einen besonderen Moment in einer Nacht, in der man das Gefühl hat, dass keine Träume zu groß sind. Und dieses spezielle Gefühl gibt einem die Energie für alles Weitere.

„Werd‘ dich für immer vermissen/ Ich werd‘ dich nie vergessen/
Jeden goldenen Tag werd‘ ich für immer vermissen/
Egal was wir getan haben, was wir gesagt haben, vergess‘ ich nicht/
Ich vergess‘ dich nicht“ – (‚Nie vergessen‘)

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Ihre ersten Single erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die sich treffen und seelenverwandt zu sein scheinen, die sich aber aus irgendeinem Grund wieder trennen müssen. Beide tragen die besondere Zeit jedoch immer im Herzen und vergessen nie was mit mit dem anderen erlebt haben.

Ein weitere wichtiger Song für Glasperlenspiel ist ‚Was du nicht weißt‘.

„Was du nicht weißt, ich fühl‘ mich oft allein/
Was du nicht weißt, ich kann auch traurig sein/
Ich bin nicht so stark, wie du meinst/
Es ist nicht immer, wie es scheint“ – (‚Was du nicht weißt‘)

Glasperlenspiel betonen in ‚Was du nicht weißt‘ auf sympathische Weise ihre Bodenständigkeit und machen klar, dass sie trotz ihres Erfolg in den letzten Jahre im Grunde ihres Herzens immer sie selbst geblieben sind.

Durch dieses großes Maß an Ehrlichkeit und Authentizität in den Werken ihres zweiten Albums, hat man das Gefühl, die Band erzählt Geschichten aus ihrem eigenen Leben.

Und gerade diese persönlichen Songs, geben ihren Fans die Chance sich mit den Songs zu identifizieren. Denn wahrscheinlich hat jeder schon einmal einen Menschen getroffen, den man ’nie vergisst‘ oder einen Moment erlebt, in dem man ‚grenzenlos‘ zu sein scheint.

© RCR Melina Schmidt

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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