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Exklusives Showcase und Interview mit Nick Howard

In Großbritannien geboren, die Karriere in New York begonnen und schlussendlich in Berlin angekommen. Nick Howard, der Sieger der zweiten Staffel von ‚The Voice of Germany‘ hat musikalisch gesehen schon einiges mehr erreicht, als den Sieg bei der wohl anspruchvollsten Castingshow Deutschlands. Ich habe Nick zu seinem exklusiven Showcase im Gibson Showroom in Berlin getroffen. Dort hat er mir seine persönlichen Tricks seiner Auftritte verraten, mir von einem kuriosen Zufallstreffen mit Coldplay-Leadsänger Chris Martin erzählt und erklärt, warum er gerade in Deutschland gelandet ist, um seine Musikkarriere voranzutreiben.

Am Freitag trittst du mit deiner neuen Single ‚Untouchable“ bei ‚The Voice of Germny‘ auf. Hast du die Staffel bisher ein bisschen verfolgen können?
Ich habe viel Glück, dass ich in den letzten zwei Monaten sehr beschäftigt war, sodass ich nicht so viel Zeit hatte zu gucken, aber ich war bei den Blind Auditions im August, deshalb hatte ich schon die Chance, einige von ihnen zu sehen. Und sie sind natürlich super. Es gibt immer so viele super Talente bei ‚The Voice of Germany‘. Und ich freue mich, am Freitag einfach nur ‚Fan‘ sein zu können. Ich werde ein bisschen weniger nervös sein, als ich es als Kandidat war.

Hast du schon einen Favoriten?
Sie sind alle toll. Ich sage immer, dass es nicht wichtig ist, wer der Gewinner ist. Auch wenn ich nicht gewonnen hätte, habe ich trotzdem meinen Plan verfolgt: Ich hatte eine Chance meine Musik zu zeigen. Das ist alles. Die TV-Show oder Castig-Show ist nicht wichtig. Bei TVOG hat man eine Chance vor so vielen Leuten zu spielen und nach der Show hat man das, was wichtig ist: Eine Fanbase und du musst dann die Entscheidung treffen, was als Nächstes passieren wird.

Was sind deine drei Tipps, um sich auf so einen Auftritt wie bei ‚The Voice‘ vorzubereiten?
Ich glaube es ist wichtig, dass man nicht darüber nachdenkt, dass man vor 5 Millionen Menschen zuhause spielt. Das Wichtigste ist, ein normales Konzert zu geben und auf der Bühne Spaß zu haben. Man kann viele Fans dazu gewinnen und sollte nicht denken: Ok, heute Abend muss ich der Gewinner sein. Das ist nicht wichtig. Du musst denken: Wenn das heute Abend meine letzte Chance bei The Voice of Germany ist, dass muss ich nochmal alles auf der Bühne lassen.

Was hat sich seit ‚The Voice of Germany‘ in deinem Leben verändert?
Zum Beispiel hier in Berlin habe ich 2011 ein Konzert vor 50 Leuten gespielt und dieses Jahr habe ich hier vor 1000 Leuten gespielt. Und genau das beschreibt eigentlich den wesentlichen Unterschied. Das ist wirklich total krass für mich. Der große Unterschied für mich ist, dass ich viele Fans dazu gewonnen habe und die Chance bekommen habe jeden Tag meinen Traum zu leben.

Du kommst ursprünglich aus England. Wieso hast du dich dazu entschieden an einer deutschen Castingshow teilzunehmen?
Ich war das erste mal 2010 als ein Support-Act in Deutschand und das was das erste Mal, dass ich wirklich meine eigenen Fans hatte. Ich habe Konzerte als Support-Act von Boyce Avenue, Lifehouse und Sunrise Avenue gespielt, und die Leute in Deutschland waren eigentlich die ersten, die meine Musik unterstützt und die ersten, die davon begeistert waren, was ich gemacht habe. Seit 2010 war ich sehr oft in Deutschland und habe hier viele Touren gespielt und deshalb hab ich gedacht: Warum nicht in Deutschland? Dann habe ich letztes Jahr versucht, in zwei Monaten Deutsch zu lernen, und es war nie mein Ziel, der Gewinner von TVOG zu sein, ich habe die Show nur als eine Chance gesehen, ein paar neue Fans dazu zu gewinnen.

Du hast es gerade schon angesprochen: Du warst schon vor deiner Castingshow-Teilnahme mit Boyce Avenue, Lifehouse und Sunrise Avenue als Support-Act auf Tour. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?
Puh, das wird eine lange Antwort (lacht). Es hat mit Boyce Avenue begonnen. Ich hatte schon eine kleine Fanbase in New York und dann wurde ich gefragt, ob ich als Support-Act bei ihrer Show in New York spielen möchte. Und ich habe natürlich ja gesagt. Und ein bisschen später waren sie auf Tour in Europa, und dann habe ich sie gefragt, ob ich sie wieder als Support-Act begleiten kann, und sie haben ja gesagt. Das war in 2010 und nach der Tour wurde ich vom Promoter von Lifehouse gefragt, ob ich sie als Support-Act unterstützen möchte und dann kam der Schneeball irgendwie ins Rollen und plötzlich hatte ich auch meine eigenen Fans und hatte dann 2011 meine erste eigene Tournee. Und das war wirklich toll für mich, weil es das erste Mal war, dass ich alleine vor 200 Leuten spielen konnte. Aber insgesamt ist es wohl vor allem auch die harte Arbeit, die dahinter steckt.

Wer ist dein musikalisches Vorbild?
Coldplay ist eine super Band. Coldplay und The Beatles inspirieren mich. Dieses Jahr im Sommer hatte ich in London die Chance, Chris Martin zu treffen – auf der Straße. Das war total verrückt. Ich hab ihn gesehen und habe gedacht: Ok, ich habe jetzt die Chance mit Chris Martin zu reden! Also hab ich einfach gerufen: ‚Chris! Entschuldigung, ich bin Nick Howard, ich bin ein Singer/Songwriter. Ich habe ‚Yellow‘ gespielt bei ‚The Voice of Germany‘, das ist ein bisschen wie ‚The Voice‘ in der UK, aber in Deutschland. Und er war super nett und hat mir ein paar Tipps gegeben. Ich kann schon echt sagen, dass Chris Martin eines meiner Vorbilder ist.

Am Freitag singst du bei ‚The Voice of Germany‘ deine neue Single ‚Untouchable‘. Was hat dich zu dem Song inspiriert?
‚Untouchable‘ ist ein Lebensmotto für mich. Ich glaube nach einer Castingshow ist es nicht immer so einfach, vor allem hier in Deutschland. Und das ist einfach ein Weg für mich zu zeigen, dass ich noch hier bin. Ich bin kein Castingshow-Gewinner und nach einem Jahr ‚Tschüss‘. Ich bin hier, ich spiele eine neue Tour, habe viele Termine in 2014. Deshalb war ‚untouchable‘ einfach ein Motto für mich, um weiterzugehen.

Was sind für dich die Nachteile am Musiker sein?
Oh, soo viele (lacht). Bei jedem Musiker ist es so, dass er jeden Tag nach einem neuen Job sucht – bei Madonna, bei mir, einfach bei jedem. Denn du bist nur so gut wie deine letzte Show. Auch wenn das hart ist, begeistert mich das. Du kannst dir jeden Tag die Frage stellen: ‚Was könnte morgen passieren?‘ Generell ist das Business wirklich hart. Aber ich sitze jetzt hier und habe eine große Fanbase – wenn alles klappt, ist der Job wirklich super!

Wie würdest du deine Musik in drei Worten beschreiben?
Meine Musik ist emotional, ehrlich und echt. Ich bin ein echter Musiker, ich schreibe und singe über echte Dinge. Und wenn ich auf der Bühne stehe, lasse ich auch wirklich
alles auf der Bühne. Das ist kein Act oder eine Show, das ist wirklich echt… das waren mehr als drei Worte, entschuldige! (lacht)

Im März 2014 gehst du auf Deutschlandtour. Worauf freust du dich am meisten?
Ich freue mich sehr auf Hamburg, weil Hamburg die erste Stadt war, in der ich hier gespielte habe und sowas ist immer besonders. Aber Berlin ist meine neue Heimatstadt, deshalb liebe ich es hier zu spielen. Allgemein liebe ich es auf Tour zu sein. Und ich hoffe, dass wir nächstes Jahr auch 200 Shows spielen können, sowie dieses Jahr.

© RCR Melina Schmidt

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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