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Alles Inklusive – Weltpremiere in München

Vergangenen Montag fand in München die Weltpremiere von Doris Dörries neuem Film „Alles inklusive“ statt. Zahlreiche Gäste waren erschienen, um in Anwesenheit der hochkarätigen Besetzung, wie zum Beispiel Hannelore Elsner, Nadja Uhl, Hinnerk Schönemann, Robert Stadlober, Natalia Avelon und dem schon bald berühmten Hund Chica, die Weltpremiere zu feiern. Und auch wir waren live mit der Kamera am roten Teppich dabei.

In „Alles inklusive“ geht es vorrangig um eine sehr komplexe und etwas komplizierte Mutter-Tochter Beziehung, unterschiedlichste Lebensauffassungen, die aneinander reiben,  und das Suchen und Finden nach Glück, Geborgenheit und ein Stück weit auch zu sich selbst.

Alles-inklusive-Premiere
Apple (Nadja Uhl), ein wenig überfordert mit dem Leben, muss in Punkto Männer leider einen Fehlgriff nach dem nächsten verbuchen. Dabei sehnt sie sich doch so sehr nach Halt und Geborgenheit, etwas, das ihr schon seit ihrer frühen Kindheit zu fehlen scheint. Ihre Mutter Ingrid (Hannelore Elsner) hat die Hippie-Zeit nämlich voll und ganz ausgekostet, und ihre kleine Tochter war dadurch häufig sich selbst überlassen. Bis zum heutigen Tage kümmert sich Apple scheinbar mehr um ihre Mutter als umgekehrt, wenngleich nicht einmal die Liebe der beiden füreinander in Frage gestellt wird. Nichtsdestotrotz verfrachtet Apple ihre Mutter nach einer Hüftoperation in ein all-inklusive Hotel, um dort wieder in Form zu kommen bzw. ihre Reha mit Wassergymnastik und ähnlichen Animationsprogrammen zu bestreiten. Und so verschlägt es Ingrid also zurück in die Vergangenheit, zurück an den Strand von Torremolinos, wo sie der eine oder andere Schatten ihrer Vergangenheit schon bald heimsuchen soll. Währenddessen geht es nun dem einzigen Ansprechpartner der Tochter, ihrem Therapeuten Dr. Freud, immer schlechter und muss unterdessen zum Tierarzt. Ja, richtig, zum Tierarzt. Dr. Freud ist nämlich Apples Hund und gleichzeitig ihre größte Bezugsperson und eben auch ihr Therapeut, wie sie selbst sagt. So wird Dr. Freud gesiezt, auf Händen getragen (im wahrsten Sinne des Wortes) und erlebt nun also mit, wie sein Frauchen einmal mehr mit ihrer Männerwahl auf die Nase fällt. Schließlich entpuppt sich nämlich selbst der Tierarzt als absoluter Fehlgriff, überfordert Apple mit seinen sexuellen Vorlieben und macht sich schon bald darauf wieder aus dem Staub. Unterdessen in Torremolinos begegnet Ingrid Tina oder eigentlich Tim. Tim ist der Sohn Ingrids damaliger Affäre Karl. Heute nennt sich Tim allerdings lieber Tina, eine Frau in einem Männerkörper gefangen; sensibel und zerbrechlich wirkend, aber auch voller Wut auf Ingrid, die er für den größten Schicksalsschlag seines Lebens, nämlich den Tod seiner Mutter, verantwortlich macht. Schließlich reist auch noch Apple nach Spanien, um ihr angeschlagenes Herz zu heilen und die Dinge nehmen ihren Lauf…

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„Alles inklusive“ ist ein wunderbar einfühlsamer Film, der sich gleichzeitig nicht davor scheut, sich mit der Realität auseinanderzusetzen, sich mit Menschen an sich und dem Mensch-sein selbst zu beschäftigen. Die Figuren sind eindrücklich gestaltet, voller Empfindsamkeit und Tiefgründigkeit erzählt. Besonders im Gedächtnis bleiben hierbei die wundervolle Nadja Uhl als liebenswert neurotische Apple, Hannelore Elsner als geerdete, starke, in sich ruhende Ingrid und Hinnerk Schönemann, der die zerbrechlich wirkende, zarte Tina bzw. den empathischen Tim verkörpert.

Gedreht wurde tatsächlich in einem richtigen All-inklusive-Club, mit regulären Gästen. Dies sei wohl aber erstaunlicherweise ohne Probleme oder größeren Vorkommnissen geschehen. Doris Dörrie selbst dazu: „Im Prinzip gibt es dann auch nicht einen so großen Unterschied zwischen Wassergymnastik in der einen Ecke und einem Filmteam in der anderen.“
Ein weiteres Highlight des Films stellt mit Sicherheit auch Dr. Freud (Filmhund Chica) dar. Wenn Sie diesbezüglich mehr wissen möchten, oder auch noch die Stars des Abends während unseres Interviews erleben möchten, so finden Sie nähere Infos in unserem exklusiven Videomitschnitt!

Doris Dörries „Alles inklusive“ ist ein wirklich berührender Film, mit zarten, tiefgründigen Charakteren und fabelhaften SchauspielerInnen. Ein Film über die zwischenmenschlichen Beziehungen auf den unterschiedlichsten Ebenen, kontroversen Lebensauffassungen und der Hoffnung, die trotz Melancholie und den diversen Erlebnissen mit denen das Leben manchmal so um sich werfen mag, nie wirklich aufgegeben wird.
Sind Sie nun neugierig? Ab 06. März wird der Film deutschlandweit in den Kinos zu sehen sein!

Am Roten Teppich bei der Weltpremiere des neuen Films von Doris Dörrie in München

© RCR Stephanie Lexer

Video: 100%Event/Kamera: Florin Bauer

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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