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„Den Mutigen gehört die Welt“ – Buchpräsentation von Jens Hilbert

Er ist das perfekte Beispiel, wie man es von ganz unten nach ganz oben schaffen kann.

Jens Hilbert hat in wenigen Jahren „hairfree“ – den Marktführer für dauerhafte Haarentfernung – aufgebaut, ist Erfolgscoach für Unternehmer mit den Kompetenzen Führung, Verkauf und Filialisierung und geschätzter Experte für Beauty- und Lifestyle Themen.

Jetzt hat er das Buch „Den Mutigen gehört die Welt“ geschrieben, einen Ratgeber für außergewöhnliche Karrieren, und lud am vergangenen Donnerstag zu seiner Buchpräsentation ein. Promis wie Claudia Effenberg, Sabrina Setlur, Nina Moghaddam, Verena Kerth, Elna-Magret zu Bentheim, sowie Julia und Ina Meise folgten der Einladung ins SOHO House Berlin. Tatkräftige Unterstützung erhielt Jens natürlich auch von seiner besten Freundin Mariella Ahrens, die für ihn sogar das Vorwort verfasste. „Er schreibt sehr offen, viel offener, als ich es ihm an sich raten würde, denn nicht immer gehen die Medien damit auch fair um. Auf der anderen Seite wurde mir selbst klar, dass man immer mal wieder so einen Menschen wie Jens als Coach gebrauchen kann, der einen beim Umsetzen seiner Träume in die Wirklichkeit unterstützen kann. An Mut fehlt es Jens nämlich keinesfalls.“

Er weiß, wie man es vom Außenseiter zum Spitzenreiter schafft, und hat schon im Vorfeld mit uns über seinen Weg zum Erfolg gesprochen und einige Tipps verraten

Dein Buch trägt den Titel „Den Mutigen gehört die Welt“. Was bedeutet „Mut“ für dich, wer sind für dich die „Mutigen“?

Die, die ihre Träume leben und sich selbst treu sind. Ich finde auch Mut zum Egoismus gehört dazu. Das hört man manchmal nicht so gerne, wenn man Egoismus befürwortet, aber wenn man zu 49-51% egoistisch ist, sich selbst treu ist und das konsequent durchzieht, bekommt man auch automatisch viel mehr Bewunderung. Diesen Mut muss man aber auch haben, um über seine Komfortzone hinauszugehen und nicht Mainstream zu sein.

Deine Freunde bezeichnen dich alle als sehr ehrgeizig. Woher kommt dieser Ehrgeiz?

Ich habe irgendwann mal entschlossen nach vielen, vielen Jahren Misserfolg oder auch Erniedrigungen und Ärgernissen, dass ich gesagt habe, ich lasse mir von nichts und niemanden mehr etwas sagen, ich mach mein Ding und alles was ich mir vornehme, kann ich schaffen. Ich bin so ein Typ geworden, ich bin so ein Stratege auch und habe Konzepte, die ich entwickle, bis ich ein Ziel, was ich mir gesetzt habe, erreiche. Wenn ich es mir dann gesetzt habe, dann aber auch verbissen, ohne Rücksicht auf Verluste wird das durchgezogen. Daher kommt, glaube ich, das Image, dass ich da sehr konsequent bin, sehr hohes Durchhaltevermögen habe, sehr viel auch Geduld in der Ungeduld, um ein Ziel zu erreichen. Das ziehe ich dann wirklich hart durch.

Welche Misserfolge oder Krisen haben dich stark gemacht?

Ich hatte sozusagen eine 21 Jahre Krise. Diese Andersartigkeit von mir, die ich in dem 600 Einwohner Örtchen im Odenwald, wo ich groß geworden bin, erlebt habe, die hat sich im Tagesablauf immer wiedergefunden, also wo ich ausgegrenzt wurde, gehänselt wurde, Prügel einstecken musste, Erniedrigungen erleiden musste, einfach ständig das Gefühl bekommen habe: „Du bist nicht richtig, wie du bist, Jens.“. Ich kann jetzt nicht sagen, ein schwerer Unfall oder ein schwerer Stolperer auf einer Bühne oder eine schlimme Tracht Prügel von irgendeiner Clique, sondern das war so regelmäßig, unterschwellig immer da, dieses: „Nee, mit dir wollen wir nicht, du bist komisch.“

Kann zu viel Ehrgeiz auch gefährlich werden? Gibst du immer 100%?

Also ich gebe immer 1000%, aber Ehrgeiz kann auf jeden Fall gefährlich werden, weil der kann auch krank machen. Wenn man zu verbissen ist, zu ehrgeizig, kann das auch in Ungeduld und Rastlosigkeit übergehen. Viele Menschen haben ja heutzutage auch Burnout, muten sich zu viel zu, bekommen einfach die richtige Balance in ihrem Leben nicht mehr hin. Ehrgeiz, wenn der in der positiv Spirale ist, dann ist es gut, wenn auf einmal nichts mehr gut genug ist und es ist so negativ, also jetzt und hier muss ich immer irgendwie: „Ach, es könnte noch besser sein und wenn erstmal, dann… und ach, wenn ich doch eine tolle Nase hätte, oder dies hätte oder schönere Haare, dann…“ Wenn das aufkommt und zwar regelmäßig und zu stark aufkommt, dann ist es ungesund, dann führt es auch oft zu Misserfolgen oder zu einer zu hohen Unzufriedenheit.

Hast du für dich eine klare Erfolgsstrategie entwickelt?

Ja, ich habe eine ganz klare Erfolgsstrategie, kann man sagen. Sich selbst treu bleiben, das hängt bei mir ganz, ganz oben, weil ich bis zu meinem 28. Lebensjahr auch bis zu meinem Outing gebraucht habe und mich viele Jahre selbst belogen habe und auch mein Umfeld gefühlt, weil ich etwas gespielt habe, was ich nicht war und deshalb denke ich immer, strategisch möchte ich erstmal zu mir selbst ehrlich sein.

Ich möchte jeden Abend, wenn ich in den Spiegel gucke, wenn die letzte Fassade fällt, möchte ich sagen können: „Das war gut so.“ Auch, wenn etwas schief gelaufen ist, aber du hast die Entscheidung getroffen, die Herausforderung genommen, du bist deinen Weg gegangen. Also ich sag mal im Privaten, ich möchte eine tolle Liebesbeziehung haben, aber am Besten, bis ans Ende meines Lebens, ich möchte gerne einen tollen Freundeskreis haben, ich möchte Dinge, die eigentlich jeder haben möchte. Ich möchte gerne ein tolles Unternehmen, oder mein Unternehmen immer größer machen, ich möchte viel Anerkennung und Erfolg haben und ein tolles Betriebsklima haben, viel Geld verdienen und auch Luxus genießen können. Also ich möchte gerne selbstbestimmt sein und frei, da ist das Tauschmittel Geld  nämlich auch nicht schlecht für, wenn man das entscheiden kann, mir sind viele Dinge wichtig, die auch anspreche, aber wo ich auch ganz selbstkritisch sage: „Warum?“, wenn du dir das Ziel gesetzt hast, hast du es noch nicht erreicht und was musst du dafür tun. Das heißt, da bin ich auch sehr konsequent und das ist dann auch meine Erfolgsstrategie.

In drei Stichpunkten: Wie schafft man es das Beste aus sich herauszuholen?

Selbst wissen, wer man ist und dann den Mut haben, aus seiner Komfortzone heraus sich zu trauen, das auch zu sagen, was man möchte, ohne Rücksicht auf Verluste und dann auch wieder den Mut haben, das in die Umsetzung zu bringen. Knallhart.

In deinem Buch sprichst du von „Träume verwirklichen“. Lebst du gerade deinen Traum oder was möchtest du noch erreichen?

Ich sage immer, Träume gehen nie in Erfüllung, nur Ziele. Manche Menschen haben in ihrem tiefsten Inneren irgendeinen Traum, den sie sich nicht trauen anzusprechen, weil sie Angst haben, belächelt zu werden oder sich damit zu blamieren. Also irgendwas, wo sie sagen, da werde ich in meiner Umwelt auch vielleicht wieder gehänselt. Das gibt es bei mir nicht mehr. Es gibt keinen Traum innerlich, bei dem ich nicht das Gefühl habe, dass ich ihn mir verwirklichen kann und dass ich ihn auch erreichen kann. Und ja von: schlechter Abiturient, schlechtes Abschlusszeugnis plus gehänseltes kleines hässliches Entlein zu Blumenanzug und „heute fühle ich mich wohl in meiner Haut“, da sind wir schon mal einen Schritt weiter und dass das Unternehmerische gut funktioniert und dass ich tolle Events besuchen darf, dass ich einen tollen Lifestyle leben darf, das sind alles Dinge, die sind toll, aber ich habe auch einen Background mit Freunden, die mich auch schon viele Jahre kennen, auch als unerfolgreichen Menschen und da kann ich sagen, kann man eigentlich einen Haken dran machen. Wenn es jetzt erstmal so bleibt, ist alles gut.

© RCR  Jill-Sillina Mews

© RCR Gerald Matzka

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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