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„FIRST STEPS“: Die Nominierten für den Nachwuchsfilmpreis stehen fest.

Er sei eingesprungen, sagt Knut Elstermann, weil Alfred Holighaus die Stimme verloren hätte, was könne es wohl Schlimmeres geben? Holighaus, Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie, ist am Dienstagabend im Kino Filmkunst 66 nicht abkömmlich. Und so moderiert Knut Elstermann, Radio-Eins-Moderator und Filmjournalist, die Nominierten 2014 für den Deutschen Nachwuchspreis „FIRST STEPS“.

„FIRST STEPS“ wurde 1999 als private Initiative der Filmwirtschaft von den Produzenten Bernd Eichinger und Nico Hoffmann ins Leben gerufen. Veranstaltet wird der Nachwuchspreis von der Deutschen Filmakademie e.V., mit Unterstützung von UFA FICTION, Mercedes-Benz, ProSiebenSat1 TV, Spiegel TV und Senator Film Verleih.

„FIRST STEPS“ ist mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Filmszene, besonders für die Absolventen der Filmhochschulen, die ihre Abschlussfilme als Visitenkarten für den Einstieg ins „Business“ nutzen. Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und so günstige Produktionsbedingungen wie an den Schulen gibt es später nicht mehr. Wichtig ist da ein Wettbewerb mit Fokus auf junge Filmemacher und ihre „ersten Schritte“.

Die nominierten Filme sind als Mini-Einspieler von nur einer Minute zu sehen, bei aller Kürze bleibt ein erstaunter Eindruck zurück über die Tiefe und Bandbreite der Themen: Dokumentarfilme zeigen Gemeinden an den Rändern Europas und Rollstuhlfahrer auf der geglückten Suche nach Sex. Spielfilme erzählen von Menschen in Containern, gestörten Nachbarn und diffusen Bedrohungen. Kurzfilme machen Bären zu Helden, und Werbefilme preisen die Kunst des Nichthinhörens.

first stepsHeiko Pinkowski, Roman Paul, Ulrich Matthes, Marco Kreuzpaintner, Uli Gaulke, Jana Marsik, Ulrike Folkerts © Florian Liedel/Deutsche Filmakademie e.V

Das alles ist unterhaltsam bis bewegend, manchmal poetisch und herzzerreißend. Besonders bei den Horrorfilmen, die unter der Kategorie „NO FEAR Award“ laufen, wird herzhaft gelacht im Saal, denn Filmblut spritzt ordentlich, spitze Gegenstände werden durch Wände geschlagen und blonde Frauen kommen auch vor, und das sieht gut gemacht aus und erfrischend. Betreut werden die Nominierten von „Paten“, wie den Schauspielern Ulrike Folkerts und Ulrich Matthes und Filmproduzent Roman Paul („Das Mädchen Wadjda“).

Für den Wettbewerb 2014 wählten drei Jurys (für Spiel-, Dokumentar- und Werbefilm) aus insgesamt 197 eingereichten Arbeiten diese 31 Filme in folgenden Kategorien aus: Kurz- und Animationsfilme, Spielfilme, Dokumentarfilme und Werbefilme. Hinzu kommt der Michael-Ballhaus-Preis für Kameraabsolventen und der NO FEAR Award für Nachwuchsproduzenten (alle Nominierungen siehe unten). Doch am Ende kann es nur einen geben – pro Kategorie: Am 15. September werden die Gewinner im Stage Theater am Potsdamer Platz in Berlin gekürt und die – mit 10.000 bis 25.000 Euro dotierten – Preise vergeben

Eine Auswahl der nominierten Filme läuft im Kino Babylon Mitte am 18. September.

© RCR Jana Sittnick

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Die Nominierten

Die Nominierten FIRST STEPS 2014

Abendfüllende Spielfilme

Anderswo, Regie: Ester Amrami
Backpack, Regie: Thorsten Wenning
High Performance – Mandarinen lügen nicht,  Regie: Johanna Moder
Los Ángeles, Regie: Damian John Harper
Zerrumpelt Herz, Regie: Timm Kröger

Mittellange Spielfilme

Bruder, Regie: Jarek Duda
Musik, Regie: Stefan Bohun
Nirwana, Regie: Simon Dolensky
Nocebo, Regie: Lennart Ruff
Porn Punk Poetry, Regie: Maurice Hübner

Kurz- und Animationsfilme 

Bär, Regie: Pascal Flörks
Erledigung einer Sache, Regie: Dustin Loose
Fürchtet euch nicht! Regie: Marc André Misman

NO FEAR Award für Nachwuchsproduzenten

Backpack, Produktion: Sebastian Cordes
Die Frau hinter der Wand, Produktion: David Keitsch
Lost Place, Produktion: Lena Vurma

Dokumentarfilme

Balazher. Korrekturen der Wirklichkeit., Regie: Lesia Kordonets
Bintou, Regie: Simone Catharina Gaul
Die Menschenliebe, Regie: Maximilian Haslberger
Nirgendland, Regie: Helen Simon
Padrone e sotto – Herr und Knecht, Regie: Michele Cirigliano

Werbefilme

Finde dein Schicksal, Regie: Theo von Asmuth
Gib der Liebe eine Chance! (Ohropax), Regie: Christoph Schuler
Klassentreffen (Hofbräu München), Regie: Sebastian Stojetz
Rugbybugs (FMX), Regie: Matthias BäuerleFabian FrickeEmanuel FuchsMartin LappCarl Schröter
Save Your Skin (LUX), Regie: Andreas Bruns

Michael-Ballhaus-Preis für Kameraabsolventen

Backpack, Kamera: Pedram Noutash
Der Wald ist wie die Berge, Kamera: Christiane Schmidt
Musik, Kamera: Klemens Hufnagl
Nirwana, Kamera: Fabian Klein
Porn Punk Poetry, Kamera: Julia Hönemann

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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