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„Hard Candy“: Ein Psychothriller als Kammerspiel

Das Bühnenstück nach dem US-Kinofilm feierte am 9. Oktober Premiere in Berlin. Nun geht es im Dezember weiter, und REDCARPET REPORTS verlost 2 x 2 Tickets für die Aufführungen am 5. und 6. 12. 2014 in Berlin!

Es ist bizarr und blutig, und es ist keine Liebesgeschichte. Die Begegnung der 14jährigen Hayley mit dem fast 20 Jahre älteren Jeff erzählt von Verführung, Macht und Manipulation – und davon, wie eine Sache aus dem Ruder läuft. Man trifft sich auf der Nachtseite der „Lust“ in einem irren Zweipersonenstück. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

„Hard Candy“ ist ein harter Stoff, er wurde 2005 von Christian Slade („Twilight“) mit Ellen Page als Hayley verfilmt und war in den USA ein Achtungserfolg. In den deutschen Verleih kam er nicht. Die Schauspieler Sarah Alles und Christoph Intorp bringen ihn nun gemeinsam mit Regisseur Jens Schmidl auf die Bühne. Sie geben den Psychothriller als Kammerspiel.

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„Hayley ist meine Traumrolle“, sagt Sarah Alles, „als ich den Film sah, war ich fasziniert, wie sie das Klischee vom süßen Mädchen aufbricht. Das hat was Furchtloses und Raffiniertes.“ Seit drei Jahren will Alles „den Stoff machen“, vor einem Jahr probte sie mit ihrem Kollegen Christoph Intorp eine Szene, beide waren von der Story fasziniert. Anfang 2014 bekamen sie die Zusage für die Aufführungsrechte, im September begannen die Proben zum Stück.

Es beginnt mit einem Online-Chat. Danach besucht Hayley den Fotografen Jeff in seiner Wohnung. Jeff pflegt eine Vorliebe für junge Mädchen und fühlt sich bei Hayley in der Zielgeraden. Er gibt den Mann von Welt, der seine Beute einkreist. Doch Hayley ist unberechenbar: Sie springt vom Flirt zur Provokation, treibt Jeff in die Enge und bringt ihn schließlich in ihre Gewalt.

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„Um Pädophilie geht es eher am Rande“, meint Sarah Alles, „das Mann-Frau-Verhältnis ist spannend. Jeff kriegt was ab, und Hayley geht aus der Sache nicht unbeschadet raus.“ Für Alles und Intorp ist es wichtig, die Figuren in ihrer Zwiespältigkeit zu zeigen, jenseits der Kategorien von Recht und Unrecht. Bei den Proben fiel es ihnen allerdings schwer, so brutal zu sein, wie es die Story verlangt. Die beiden sind gut miteinander befreundet.

Christoph Intorp spielt den Jeff als eitlen Narzissten, der gar nicht begreifen kann, was ihm widerfährt. Er studierte Schauspiel in Zürich und spielte an verschiedenen Theatern von klassisch bis Comedy, in Musicals und Tatort-Filmen. Sarah Alles, ein Energiebündel als Hayley, besuchte die Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“, spielte Theater, in Filmen, u.a. mit Christoph Waltz, und in der TV-Serie „Heiter bis tödlich – Akte Ex“.

„Hard Candy“ ist als Berliner Off-Produktion von den drei Künstlerin aus eigener Tasche finanziert. Ein Bühnenstück mit Herz-Blut also. Es hat ein überraschendes Ende. Ein Happy End ist es nicht.

© RCR Jana Sittnick

 

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REDCARPET REPORTS

verlost

2  x 2 Tickets

für

HARD CANDY

am 5. oder 6. Dezember 2014

Um an unserer Verlosung teilzunehmen, schreibt uns eine Mail an die bekannte Adresse Gewinnspiel(at)RedCarpetReports.de mit dem Stichwort “HARD CANDY” und eurem Wunschtermin. Die Gewinner der Verlosung werden von uns nach Ablauf der Teilnahmefrist am 04.12.2014 per E-Mail benachrichtigt. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss der Verlosung von RedCarpetReports ist der 04.12.2014. Die Teilnahme an der Verlosung setzt die rechtzeitige Einsendung voraus. Nicht teilnehmen dürfen Mitarbeiter des o.g. Unternehmens und deren Angehörige. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Automatische Gewinnspieleinträge sind nicht gestattet.

Fotos © Eric Ershun.

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: „Heute ist die gute, alte Zeit von morgen“.

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2 comments

  1. eine tolle aufführung, unbedingt zu empfehlen!

  2. Spannend von der ersten bis zur letzten Minute, egal, ob man den Film kennt oder nicht.
    Alles und Intorp harmonieren perfekt und die Spielstätte trägt ihren Teil dazu bei,
    dass man sich als Zuschauer mitten drinnen in diesem Psychothriller befindet,
    der einen nicht mehr loslässt.

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