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Junkyard Rebellion feiern Record Release im Sage Club

Vieles kann man noch nicht über den Werdegang der Crossover Band Junkyard Rebellion schreiben. Die Gründung der „Schrottplatzrebellen“ liegt noch nicht mal ein Jahr zurück. Erst im Dezember 2013 formte Gitarrist Johannes die Idee zu der Band. Daher ist es umso beeindruckender, was die Jungs in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben.

Durch Anzeigen in einschlägigen Musikerforen fand Sänger John-Brian den Weg in die Band. Mit Bassist Igor und Schlagzeuger Clemens war die Combo schließlich perfekt. Auch wenn sich die Jungs zuvor nicht kannten, war schnell ein gemeinsamer Konsens gefunden. Junkyard Rebellion verbinden Rockmusik mit Rapgesang. Dazu kommen systemkritische Texte, ohne parteipolitische Positionierung auf einprägsamen Gitarrenriffs. Kommt euch bekannt vor? Richtig: Crossover-Legenden wie „Rage Against The Machine“, „Such a Surge“ oder „Faith No More“ zählen zu ihren musikalischen Vorbildern, und soundtechnisch stand ihr Stil von Anfang an fest.

junkyard_rebellion_bandlogo_blackNach intensiven Proben feierten Junkyard Rebellion in der letzten Woche die Release Party ihrer EP „Pay the Price“ im Berliner Sage Club. REDCARPET REPORTS hat die Jungs nach dem Konzert zum Interview getroffen.

Junkyard Rebellion: Wofür steht dieser Name?

„Im Deutschen würde man es wohl mit „Schrottplatz Rebellion“ übersetzen. Dieser Schrottplatz kann einerseits ganz real verstanden werden: Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der Dinge im Müll landen, anstatt sie zu reparieren. Andererseits kann es auch ein Sinnbild dafür sein, dass Menschen, wie Flüchtlinge, aber auch die Beziehungen in unserem Alltag voreilig „verschrottet“ werden. Das sagt viel über den Wert aus, den Dinge und unsere Mitmenschen heutzutage für uns haben. Dagegen zu rebellieren, kann in unseren Augen nicht schaden.

Was möchtet ihr mit der Musik transportieren? Wie lautet eure Message?

Unsere Musik ist ganz klar eine Frage der Energie. Die Kraft des Rock soll diese von der Bühne bis in die letzten Zuschauerreihen tragen. Der Rhythmus des Funk bewegt die Beine, der Beat des HipHop den Kopf und in letztgenannten sollen die Texte unseres Rapgesangs vordringen. Ohne uns parteipolitisch positionieren zu wollen, bezeichnen wir uns ganz klar als links, lehnen aber jede Form von Extremismus ab. Es ist uns ein persönliches Anliegen, uns für Minderheiten und Anitrassismus einzusetzen. Nicht ohne Grund, ist unser einziges Cover John Lennons „Working Class Hero“.

https://www.youtube.com/watch?v=nMvlUKIn3NE
Crossover findet sich aber auch in unserer personellen Konstellation. Wir beschreiben uns mit einem Augenzwinkern: John-Brian ist Südafrikaner, Igor ist Kroate, Johannes in der ehemaligen DDR aufgewachsen und Clemens Waldorfschüler. Aber Spaß beiseite, wir sind vier Menschen mit völlig unterschiedlichem sozialen Hintergrund, die unabhängig ihrer Herkunft und ihres Einkommens gemeinsam auf musikalischem Weg für eine Sache kämpfen. Das ist als Message mehr wert, als jede verkaufte Platte.

Was unterscheidet euch von anderen Crossover-Bands?

Grundsätzlich ist jede Band einzigartig, weil sie ja aus individuellen Musikern und Persönlichkeiten besteht. Uns sind in Deutschland aber tatsächlich nur wenige Bands bekannt, die englischsprachigen Crossover im Stile der 90ger Jahre machen. Dies war einer der Gründe, diesen unverkennbaren Sound auf die Bühne zu bringen.

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Habt ihr musikalische Vorbilder?

Zu unserem größten Einfluss kann man sicher Rage Against The Machine zählen. Sie sind ganz klar die musikalischen Väter unserer Jugend. Wir sehen uns aber nicht als Kinder, die auf Papas Kosten mit seinem Auto fahren, sondern eher als Jungs, die sein Werkzeug dazu benutzen, sich ein eigenes zu bauen.

Inwiefern dürfen Musik und Politik miteinander verbunden werden? Ist es nicht schon wieder out, so Protest gegen das System auszudrücken?

Was gibt es schöneres, als Unterhaltung und Inhalte miteinander zu verbinden? So abgedroschen es klingen mag, aber so lange Unterdrückung, Fremdenhass und Gewalt nicht „out“ sind, sollte jeder verantwortungsvolle Mensch seinen Teil dazu beitragen, daran etwas zu ändern. Ob das mit Musik, Politik oder einer anderen Tätigkeit geschieht, hängt mit dem jeweiligen Talent zusammen. Reiner System-Protest klingt für uns zu einfach. Aber jedes System braucht eine unabhängige Kontrolle. Und jeder sollte jeden Tag für sich kontrollieren, ob das System, immer noch so gut funktioniert, wie es erdacht war.

Zu eurem Gig im Sage: Was hat es für euch bedeutet in dieser Berliner Instanz zu spielen?

Alleine die Tatsache, dass der Sage-Club seit fast 20 Jahren immer noch erfolgreich existiert, ist im heutigen Berlin Auszeichnung genug. Er ist einer der wenigen Venues, an denen immerhin acht Rockbands pro Monat die Chance bekommen, vor einem breiten Publikum auftreten zu können, darunter viele Newcomer. Tolle Atmosphäre, professionelle Mitarbeiter und ein Pool mitten im Club! Was will man mehr?

Wie ist die Rollenverteilung in der Band?

Der typische Ablauf für die Entstehung unserer Songs beginnt mit Johannes, der die Kompositionen als Gitarrist mit in den Proberaum bringt. Diese arrangieren und verfeinern wir dann alle zusammen, reden über Strukturen und probieren Variationen aus. Von dieser Basis inspiriert schreibt John die Texte, die er im Laufe der Probenarbeit interpretiert. Es ist ein gemeinsamer intensiver und kreativer Prozess.

Auch organisatorisch teilen wir uns die Aufgaben. Igor kümmert sich um den Onlinevertrieb, Clemens und John-Brian um das Booking und Johannes um die wirtschaftlichen Belange und die Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben aber auch großartige Unterstützung durch unseren FOH Caspar, unseren EP-Produzenten Phil oder auch unseren „Merch-Master“ Bernhard. Mittelfristig möchten wir aber Booking und PR professionell auslagern.

Das klingt ja, als hättet ihr große Pläne? Wo soll es mit Junykard Rebellion hingehen?

Das überlassen wir ganz dem Wirken unserer Musik. Es gibt für uns nichts Schöneres, als gemeinsam auf der Bühne zu stehen, und bisher erhalten wir großartiges Feedback. Solange wir Zuhörer erreichen und begeistern können, gehen wir soweit wir nur können

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REDCARPET REPORTS verlost

zum Record Release der Debut-EP

„Pay the Price“ von Junkyard Rebellion

3 CDs plus Button und Sticker.

Schreibt uns eine Mail an die bekannte Adresse: GEWINNSPIEL(at)RedcarpetReports.de mit dem Stichwort “Junkyard Rebellion”. Teilt uns bitte Euren Namen sowie Eure Adresse mit. Der Einsendeschluss ist der 8. September 2014. Unter allen Einsendungen ermitteln wir drei Gewinner, welche von uns schriftlich benachrichtigt werden. Viel Glück!

Die Teilnahme an der Verlosung setzt die rechtzeitige Einsendung voraus. Die Daten werden nur für die Durchführung des Gewinnspiels, zur Gewinnerermittlung und zur Übergabe bzw. Inanspruchnahme der Gewinne erhoben, verarbeitet und genutzt. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Nicht teilnehmen dürfen Mitarbeiter des o.g. Unternehmens und deren Angehörige. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eigene Anreise! Automatische Gewinnspieleinträge sind nicht gestattet! Teilnahmeschluss der Verlosung von REDCARPET REPORTS ist der 08.09.2014.

Für alle, die kein Losglück haben, lohnt sich ein Klick auf

Wer die Band live erleben möchte, kann dies am 30. August in der „Weißen Rose“ in Berlin-Schöneberg, am 18. September in der „12 Grad Aetherloge Steampunk Bar“ in Berlin-Friedrichshain oder am 11. November 2014 im „Novitatis“ in Dresden

© RCR Friederike Pries

Fotos © RCR René du Vinage

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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