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Die Verleihung des Jupiter Awards 2014

Am Mittwochabend wurde in Berlin zum 35. Mal Deutschlands größter Publikumspreis, der Jupiter Award verliehen. Die Medienmarken Cinema und TV Spielfilm vergaben den Preis in diesem Jahr unter anderem an Wotan Wilke Möhring, Charly Hübner und Dieter Hallervorden. Moderator Steven Gätjen führte die 180 geladenen Gäste im MOSKAU durch den Abend.

„Fack Ju Göhte“ überzeugte als bester deutscher Film und gewann dank fast sieben Millionen Kinobesuchern zugleich in der Kategorie „Erfolgreichster Film National“. In der von Presenting-Partner ServusTV präsentierten Kategorie entschied die Anzahl der Kinobesucher. Fack Ju Göhte‘ hat das Kino aufgemischt. Dass die ‚Türkisch für Anfänger‘-Macher um Regisseur Bora Dagtekin und Produzentin Lena Schömann erfolgreiche Filme machen können, war bekannt, dass sie aber derart fett zuschlagen, hat dann doch überrascht. Keine andere deutsche Produktion hat die Zuschauer und auch mich so begeistert.

In der Kategorie „Bester Film International“ gewann „Gravity“. Der Science-Fiction-Thriller mit George Clooney und Sandra Bullock als Astronauten, die hilflos im All treiben, begeisterte ein Millionenpublikum. Regisseur und Co-Autor Alfonso Cuarón gelang mit einer simplen Geschichte, grandiosen Bildern, 3-D- und Soundeffekten ein neuer Kinoklassiker.

Der dreiteilige Fernsehfilm „Unsere Mütter, unsere Väter“ mit Tom Schilling und Christiane Paul erhiel den Jupiter Award als bester TV-Spielfilm. Lutz Carstens, Chefredakteur von TV Spielfilm: „Das Jahr 2013 war ein super Fernsehjahr mit außergewöhnlich starken Reihen wie ‚Tatort‘ und ‚Polizeiruf 110‘, mit vielen großartigen Einzelstücken auf einer Bandbreite zwischen ‚Operation Zucker‘ und ‚Der Minister‘ und mit außergewöhnlich starken Mehrteilern wie ‚Das Adlon‘ oder ‚Der Turm‘. Die alles überragende Produktion aber war der Dreiteiler ‚Unsere Mütter, unsere Väter‘: Fernsehen auf allerhöchstem Niveau, fesselnd und wirkmächtig.”

Ruth Maria Kubitschek bekam die begehrte Trophäe für ihre Rolle in „Frau Ella“. Darin begeben sich die TV-Ikone und Matthias Schweighöfer auf einen Roadtrip nach Paris, um Frau Ellas Jugendliebe zu finden. Wotan Wilke Möhring überzeugte die Zuschauer in der Tragikomödie „Das Leben ist nichts für Feiglinge“. Der Familienfilm beschäftigt sich mit Tod und Trauer, aber vor allem mit dem Wunsch weiterzuleben. Sandra Bullock glänzt in „Gravity“ als Astronautin, die im Weltraum ums Überleben kämpft und Channing Tatum begeistert im Actionthriller „White House Down“ das Kinopublikum. Dafür zeichneten die Zuschauer beide Schauspieler mit dem Jupiter Award als „Beste Darsteller International“ aus.

„Mit Sandra Bullock, Channing Tatum, Wotan Wilke Möhring und Ruth Maria Kubitschek haben sich vier außergewöhnliche Schauspieler für den Jupiter Award als beste Darsteller qualifiziert. Frau Bullock, die mit ‚Gravity‘ bewiesen hat, dass sie nicht nur in leichten Komödien zu überzeugen weiß, sondern einen dramatischen Weltraumthriller auch ganz alleine tragen kann. Channing Tatum hat sich in den letzten Jahren zum absoluten Publikumsliebling gemausert, der sein großes Talent mit enormer Vielseitigkeit beweist. Gleiches gilt für seinen deutschen Kollegen Wotan Wilke Möhring, der kantig genauso glaubhaft wirkt, wie wenn er sich verletzlich gibt. Eigentlich erübrigt sich bei Ruth Maria Kubitschek, der Grand Dame des deutschen TV-Spielfilms, jedes Wort. Wenn sie aber im Kino Talenten wie Matthias Schweighöfer und August Diehl die Show stiehlt, führt uns das mal wieder eindringlich vor Augen, über welch besondere schauspielerische Fähigkeiten Frau Kubitschek verfügt“, begründete Artur Jung, Chefredakteur von Cinema, die Entscheidung des Publikums.

Leser und User von Europas großer Filmzeitschrift Cinema und der Programmzeitschrift TV Spielfilm entschieden über ihre Favoriten in elf Kategorien. Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehören unter anderem Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Hannah Herzsprung, Cameron Diaz, Florian David Fitz, Elyas M´Barek, Maria Furtwängler sowie George Clooney, Maximilian Schell und Jürgen Prochnow.

© RCR Laurenz Carpen

Alle Jupiter-Preisträger im Überblick

Ehren-Jupiter für das Lebenswerk: Dieter Hallervorden
Laudatio: Cinema-Chefredakteur Artur Jung

Beste Darstellerin National: Ruth Maria Kubitschek („Frau Ella“)
Laudatio: TV Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens

Bester Darsteller National: Wotan Wilke Möhring („Das Leben ist nichts für Feiglinge“)
Laudatio: Simon Verhoeven

Beste TV-Darstellerin: Ruby O. Fee (Tatort: „Happy Birthday, Sarah“)
Laudatio: Philipp Schulze

Bester TV-Darsteller: Charly Hübner („Polizeiruf 110: Zwischen den Welten“)
Laudatio: Christiane Paul

Bester Film National: „Fack Ju Göhte“ (Regie: Bora Dagtekin)
Laudatio: Karoline Herfurth

Bester TV-Spielfilm: „Unsere Mütter, unsere Väter“ (Produzent: Nico Hofmann)
Laudatio: Kai Wiesinger

Beste TV-Serie National: „Der letzte Bulle“ (SAT1)
Laudatio: Henning Baum

Bester Film International: „Gravity“ (Regie: Alfonso Cuarón)

Beste Darstellerin International: Sandra Bullock („Gravity“)

Bester Darsteller International: Channing Tatum („White House Down“)

Beste TV-Serie International: “Game of Thrones” (HBO / Fox 21)

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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