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21. Jüdisches Filmfestival Berlin und Potsdam

Das 21. Jüdische Filmfestival Berlin und Potsdam zeigt noch bis zum 20. Mai 35 jüdische und israelische Filme zu den Themen „50 Jahre deutsch-israelische diplomatische Beziehungen“ und „70 Jahre Kriegsende“. In elf Berliner und Potsdamer Spielstätten werden die wichtigsten Beiträge nationaler und internationaler Filmemacher mit jüdischem Bezug, darunter zahlreiche Deutschland- und Weltpremieren, aufgeführt.

Eröffnung im Potsdamer Hans Otto Theater

Festivalleiterin Nicola Galliner eröffnete das Festival am Sonntag, dem 9. Mai, im Potsdamer Hans Otto Theater. Anwesend waren ebenfalls Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und der Botschafter Israels, Yakov Hadas-Handelsmann. Letzterer empfahl dem Publikum, sich in den nächsten „zehn Tagen in die Welt des israelischen und jüdischen Film entführen zu lassen.“ Und Außenminister Steinmeier schob nach: „Uns erwartet ein wahrer Augenschmaus!“

Unter den Gästen waren außerdem Albrecht Gerber, Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Energie, Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D., Laurence Bowen, Produzent des Eröffnungsfilm „The Eichmann Show“ sowie Kameramann Michael Ballhaus und Schauspielerin Isabell Gerschke.

35 jüdische und israelische Filme

35 Filme und Dokumentationen werden innerhalb des Filmfestivals in Berlin und Potsdam gezeigt: im Filmmuseum Potsdam, im Babylon Berlin-Mitte sowie im Jüdischen Museum. Außerdem im Thalia Babelsberg, Filmkunst 66, Neues Off, FSK Kreuzberg, IL-Kino Neukölln, City Kino Wedding, Capitol in Königs Wusterhausen.

Schauspieler Fahri Yardim

Schauspieler Fahri Yardim („Tatort“) hat sich neben Regisseurin Sherry Hormann als Festivalpate verpflichten lassen und fragte sich bei der Eröffnungsgala immer noch, warum er das getan hat. Dennoch wünschte er dem Publikum , „dass das Festival Sie genau so berührt, wie mich allein schon diese Patenschaft berührt.“ Festivalleiterin Nicola Galliner: „Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist und war immer, den Anteil jüdischer Filme, Filmemacher und Themen erneut in der Filmlandschaft in Deutschland zu stärken. Vielen jüdischen Künstlern wurde in der Nazidiktatur die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, sie wurden vertrieben und ermordet. Diese dadurch in der deutschen Filmwirtschaft hinterlassene Lücke erneut mit Leben zu füllen und vielleicht auch irgendwann einmal wieder zu schließen, ist die Motivation des Festivals, die durch die neu gestaltete Kampagne unterstrichen wird.“

Das Programm findet sich unter www.jffb.de

© RCR Heidrun Berger, Fotos: Dorothea Scholz-Janicke

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: „Heute ist die gute, alte Zeit von morgen“.

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