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„Mein Modestil in den 90ern war mir peinlich“ – Designer Dimitri im Interview

Dimitrios Panagiotopoulos ist der Designer hinter dem 2007 gegründeten Label Dimitri. Der Sohn eines Griechen und einer Italienerin ist seit Januar 2010 regelmäßig auf der Mercedes Benz Fashion Week in Berlin präsent. Mit REDCARPET REPORTS sprach er über seine neue Kollektion, seine Arbeitsweise und sein Wunschmodel.

Was ist das Besondere an deiner Mode, wofür steht dein Label?

Mein Label steht für Qualität, Tragbarkeit, Femininität und starke Farben!

Wie sieht deine neue Kollektion aus (Farben, Schnitte, Materialien, Muster) und welches Thema trägt sie?

Ich setze bei dieser Kollektion auf einen Mix aus verschiedensten Stoffen wie Seide, Crepe de Chine sowie Wollstoffe, Leder, Jersey und anschmiegsamer Kaschmir sind die vorherrschenden Materialen der Kollektion. Kräftige Farben wie Magenta oder Limette, aber auch zarte Nude- und Brauntöne, sowie schimmerndes Gold dominieren die Linie. Nuancen von Lila und Grün finden sich außerdem in Ethno-Stoffmustern und Accessoires wieder.

Wovon hast du dich inspirieren lassen?

Die Kollektion ist geprägt von Anleihen aus der folkloristischen Ästhetik der 70er Jahre und den klassischen Drapierungen antiker griechischer Gewänder, welche mit handgefertigten Elementen und Lederarbeiten kombiniert werden.

Ist es eigentlich schwer sich immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen?

Es muss nicht zwingend immer wieder etwas Neues sein, aber in der Tat ist es manchmal schwer. Mir persönlich liegen z.B. Sommer-Kollektionen besser als Winter-Kollektionen und somit sprudeln die Ideen eher im Sommer!

Woran machst du fest, welcher Trend als nächstes kommt?

Ich designe eigentlich immer nur das, was mir gefällt, und lasse mich von aktuellen oder kommenden Tendenzen nicht zu sehr beeinflussen. Gibt es überhaupt noch Trends? Es ist doch irgendwie alles modern. Ich finde man sollte einfach das tragen, wozu man Lust hat, ob modern oder nicht.

Wie lange dauert es überhaupt bis ein Kleidungsstück komplett fertig gestellt ist?

Es kommt darauf an, ob man einen simplen Bleistiftrock fertigt, welcher schon in 5 – 8 Stunden fertig ist oder ein Abendkleid, welches bei mir schon mal gerne sechs Arbeitstage in Anspruch nimmt.

Nach der Fashion Week beginnen die ganzen Modemessen. Fängt danach bereits die Ideenfindung für die nächste Kollektion an?

Ja, in der Tat! Für mich ist das auch sehr wichtig, da ich ein Ziel vor Augen brauche und immer beschäftigt sein muss!

Welche berühmte Person würdest du gerne einkleiden?

Definitiv Naomi Campbell, ich bin ein absoluter Fan von Naomi!!Ich verehre sie seit ich 14 bin.

Wie sieht für dich das perfekte Frühjahr 2015 Outfit aus?

Ein schönes fließendes Boho-Midi Kleid mit Trenchcoat und High Heels!

Was macht Berlin als Modemetropole einzigartig?

Berlin hat definitiv seinen eigenen Style und ist die wichtigste Modestadt in Deutschland. Es ist für mich ein guter Standort, um meine Kollektionen im Rahmen der Mercedes Benz Fashion Week zu zeigen. Ich bin Italiener und leider gibt es in Mailand für junge Labels nichts Ähnliches.

Kann Berlin mit anderen Modestädten wie Paris und New York mithalten?

Paris und New York sind schon eine andere Liga. Dort ist alles viel internationaler. Ich habe das Gefühl, dass die Schauen dort gerade für Einkäufer und Presse eine größere Bedeutung haben.

Spielst du mit dem Gedanken, deine Kollektionen auch auf der Fashion Week in anderen Modemetropolen wie Paris und New York zu präsentieren? Was würde dich daran reizen bzw. nicht reizen?

Absolut, da ich gebürtiger Italiener bin, wäre es natürlich ein Traum in Mailand zu zeigen. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Was war bis jetzt dein schönstes Modeerlebnis?

Das Topmodel Karolina Kurkova in einem meiner Kleider zu sehen. Das war ein toller Moment für die Marke!

Was war bis jetzt dein peinlichstes Modeerlebnis?

Mein Modestil in den 90ern… :/

 

Das Interview führte Jill-Sillina Mews

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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