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Designer Thomas Hanisch – Jung, kreativ und ganz schön gaga!

Doch nicht nur seine Kreationen sind gaga, sondern auch eine seiner Kundinnen, denn es ist Lady Gaga. Deren Stylistinnen bestellten sechs Kreationen des Jungdesigners und nur wenige Tage später, an ihrem Geburtstag, zeigte sich die Stilikone in einem seiner Outfits. Damit ging für Thomas ein ganz großer Wunsch in Erfüllung, denn die Sängerin war schon immer eine Muse für ihn.

Nun will Thomas Hanisch auf der kommenden Mercedes-Benz Fashion Week weitere Modeliebhaber von seinem Können überzeugen. Wir haben mit ihm vorab gesprochen:

Hast du zu Lady Gaga nochmal Kontakt gehabt? 

Nach der Bestellung gab es weiterhin Kontakt, da ihr Styling Team immer auf dem Laufenden gehalten werden möchte, wenn es neue Kollektionen gibt, da sie immer Sachen brauchen für neue Promotion-Videos oder ähnliches. 

Welche weiteren Promis würdest du gerne einkleiden?

Wen ich sehr gerne einkleiden würde, wäre Daphne Guiness. Sie ist ebenfalls eine große Mode Ikone und trägt auch nur große Designer wie Alexander Mcqueen und Gareth Pugh. Im Sommer 2014 durfte ich auch für die Schauspielerin Tilda Swinton, welche ebenfalls immer stilbewusst auftritt, ein Outfit anfertigen. Andere Stars wie Rihanna, Björk, Fka Twigs usw. wären natürlich auch super gut. 

Meinst du, deutsche Promis würden deine ausgefallenen Stücke tragen?

Nach und nach trauen sich auch deutsche Promis an meine Mode ran. Ich finde es sehr gut, dass sie damit ein Statement setzen wollen, da es nicht nur in den USA möglich ist, auffallende Kleidung zu tragen.

©Blaschke_Thomas_Hanisch_0272

Findest du die deutsche Mode spießig/ sind die Deutschen nicht mutig genug?

Ich finde es sehr gut, dass hier jeder tragen kann, was er möchte. Wenn jemand eher den klassischen eleganten Look mag, dann ist das auch völlig gut so. Ich möchte niemandem meine Mode auf’s Auge drücken. Ich designe sehr gern ausgefallene Mode, aber zwinge niemanden, diese zu mögen. 

Wie würdest du deinen eigenen Style beschreiben?

Mein eigener Style reduziert sich viel auf Basics in schwarz. Schwarz trage ich einfach sehr gerne, weil es zum einen leicht zu kombinieren ist, zum anderen möchte ich aber auch relativ neutral wirken. Ich möchte keinen Einfluss auf potentielle Käufer haben, um diese in meine Designs zu zwingen.

Hast du eine bestimmte Zielgruppe?

Nein, gar nicht. Also natürlich muss eine Frau, die meine Designs trägt, schon mutig sein und es darf sie nicht stören, Blicke auf sich zu ziehen, allerdings habe ich in meiner neuen Kollektionen einen guten Mix aus tragbaren Teilen und den Showpieces, so dass für jeden etwas dabei sein wird.

Wieso hast du dir Berlin als Standort ausgesucht?

Ich glaube es hing einfach damit zusammen, dass hier die Esmod war, an der ich Modedesign studiert habe. Damals bin ich wegen meines Studiums nach Berlin gekommen, bin aber auch froh, dass es so gekommen ist, weil man hier einfach alles mitbekommt. Hier sieht man, wie sich Mode entwickelt.

Deine erste Fashion Week… wovor hast du am meisten Angst?

Bei der ersten großen Show gibt es, glaube ich, sehr viele Ängste: Wird man rechtzeitig fertig? Gefällt den Gästen was ich mache? … 

Aber ich denke, das gehört einfach dazu und wenn die nächste Show kommt bin ich, denke ich, auch ein wenig ruhiger.

Steht die Kollektion, die du präsentieren willst, schon komplett?

Die Skizzen der Kollektion habe ich wirklich schon vor einem Jahr entworfen. Ich habe lediglich auf den richtigen Augenblick gewartet, um diese in das richtige Licht zu setzen.

Die fertigen Teile dieser Kollektion sind zum größten Teil schon fertig. Es werden natürlich immer noch Kleinigkeiten erledigt, aber das zieht sich auch bis in die letzte Nacht vor der Show hinein.

Welche Vorbilder hast du?

Mein Vorbild ist von Anfang an Alexander McQueen gewesen. Er hatte mit seiner Mode einfach gezeigt, dass man nicht immer nur in dem klassischen „Kleidchen Denken“ bleiben sollte. Er hat so viele schöne Momente geschaffen, welche ich wirklich vermisse.

Aber auch Gareth Pugh gehört mit seinen avantgardistischen Outfits zu meinen Favoriten und wer für mich sehr im kommen ist, ist Thom Browne. Er erschafft mit seinen Kollektionen wirklich neue Welten. 

Das Interview führte Jill-Sillina Mews

Foto: © Fabian Blaschke

Titelbild: © Michael Wittig

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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