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3viertelelf – Das Interview

3VIERTELELF – das sind neben Sängerin Angela Maria Peltner die Musiker Lars Hengmith (Keyboard), Christian Hering (Gitarre) und Philipp Schulz (Schlagzeug). Mittelpunkt der Band ist natürlich die vor Energie sprühende Sängerin Angela Peltner. Anfang Juni gaben sie bekannt, dass sie beim Bundesvision Song Contest am 29.08.2015 für Sachsen-Anhalt an den Start gehen werden. Am 1. Juli erschien ihre neue Single „Mona Lisa“ – das ist auch der Titel, den sie dann bei Stefan Raab präsentieren werden. Anfang Juni waren sie in den Berliner JOIZ-Studios, am 28. Juni traten sie ZDF-Fernsehgarten auf. In Berlin konnte man die Band live beim REWE-Sommer-Open-Air am 8. August erleben. Außerdem arbeitet die Band an einem Video zu „MONA LISA“ und will dieses Jahr auch noch ein Album veröffentlichen.

 

Angela Maria Peltner, Lars Hengmith, Christian Hering, "3VIERTELELF", Photocall in der Bar "Anna Hirsch",  am 05.06.2015 in Berlin, Germany(Photo: Christian Behring, www.christian-behring.com)
Angela Maria Peltner, Lars Hengmith, Christian Hering, „3VIERTELELF“

Wir hatten Gelegenheit, Angela, Lars und Christian in der Bar „Anna Hirsch“ in Berlin zu treffen und zu ihren Plänen, Wünschen und Träumen zu befragen:

Wie habt ihr euch als Band kennengelernt?
Angela: Das ist eine verdammt lange Geschichte, ich glaube 2006 schon, da habe ich Lars kennengelernt. Über einen Produzenten. Da hatte ich noch eine andre Band, “Angelas Bar“. Und Christian kenne ich schon ganz lange aus Magdeburger Zeiten, und vor 1 ½ – 2 Jahren haben wir uns zusammengetan.
Lars: Eigentlich war`s diese klassische Situation: aufstrebende Künstlerin sucht Band. Man sitzt in der Küche und lernt sich kennen und da hat‘s gefunkt.

Gibt es einen Song, den ihr gerne geschrieben hättet?
Christian: Bei mir ist der große Held David Bazan, den natürlich keiner kennt.
L.: Ich hätte gern „Get Lucky“ geschrieben.
A: Queen ist der Hammer, „Bohemian Rhapsody“ hätte ich auch ganz gern geschrieben.

Warum habt ihr Euch entschieden, deutsch zu singen?
A: Das war gar keine bewusste Entscheidung. Das war immer klar. Wir kommen aus Deutschland und ich würde gar nicht englisch schreiben können. Ich glaube, wenn man englisch schreibt, kann man sich viel mehr verstecken hinter Gefühlen und direkten Aussagen. Das wollte ich nicht.

Am 1. Mai erschien Eure erste EP. Wie war bisher die Resonanz?
A: Wir sind bisher ganz happy und glücklich. Und hoffen, dass noch ein bisschen gepuscht wird mit dem Bundes Vision Song Contest.

Gibt es auch Künstler, mit denen ihr zusammenarbeiten möchtet?
A: Mit Mark Foster würden wir gerne einmal ein Duett machen. Ansonsten, wenn uns jemand fragen würde, da bin ich aufgeschlossen.

Es ist ja auch gerade „Sing meinen Song“ sehr aktuell. Wenn ihr teilnehmen würdet, wen hättet ihr gerne in der Staffel?
L: Xavier Naidoo hätte ich auch gern als Host dabei, an deutschen Künstlern die Toten Hosen, die Ärzte, das wäre ganz witzig.
A: Ich hätte gerne die Beatsteaks, Deichkind, Seeed.
L: MIA wäre auch cool.

Mit welcher Musik seid ihr aufgewachsen?
A: Das ist peinlich: Rondo Veneziano, Roland Kaiser, Abba und BeeGees. Meine Eltern haben sehr viele alte Platten gehabt.
L: Mein Vater war mehr im Rocksektor angesiedelt. Zum Glück. Irgendwann hat’s mich aber zum Hiphop getrieben. Das kam über einen Cousin. Mittlerweile höre ich alles.
Chr.: Meine Mutter hat Roger Whitaker gehört, mein Vater Ernst Mosch, das ist Blaskapellenmusik. Aber da mir beides nicht gefallen hat, bin ich recht früh zum Punk und Hardcoresektor und hab‘ das durchgezogen, 16 Jahre. Um dann zu merken, dass das überhaupt nicht mein Ding ist, und hab‘ dann komplett das Gegenteil gemacht, Singer-Songwriter-Musik.

Was ist die peinlichste CD, die ihr im Schrank habt?
L: Ich hab noch ’ne CD, die hab‘ ich als Kind bekommen: „Pocahontas“.
A: Mir fällt gerade nichts Peinliches ein.
L: Ich war als Kind ziemlicher DJ BOBO-Fan. So, jetzt kommt ihr.
Ch: Das geht nicht zu toppen.

Deutsche Musik ist jetzt immer angesagter. Was denkt ihr warum deutsche Musik so boomt?
A: Ich glaub‘, das ist ein Prozess, das hat viel mit 2006 zu tun, mit der WM in Deutschland.
L: Ich glaub‘ das liegt auch an den Texten. Klar, früher Grönemeyer, das war schon immer so, aber auch die jungen Künstler machen mittlerweile sehr anspruchsvolle Texte, die Deutschen haben ihre Sprache entdeckt. Es muss nicht immer alles englisch sein und cool klingen, es darf auch lyrisch sein.

Ihr nehmt jetzt am Bundesvision Song Contest teil. Wie kam es dazu und warum ausgerechnet für Sachsen-Anhalt?
A: Wir hatten uns beim ESC für die Wildcard beworben, die von Brain Pool fanden das sehr gut, aber Deutsch passte nicht so gut für den ESC und sie haben uns dann gefragt, ob wir nicht Lust haben, uns da (BVSC) zu bewerben. Das haben wir gemacht und das hat dann geklappt.
L: Sachsen Anhalt, das ist relativ einfach, denn Angela und Christian kommen beide aus Sachsen-Anhalt. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

War es für Euch auch einfach, dass ihr mit „Mona Lisa“ da antretet?
A: Ja. Das war der erste Gedanke. Weil das ein ganz eingängiges Lied ist.

Was können wir noch von Euch erwarten? Ist ein Album geplant, eine Tour?
L: Ein Album kann man natürlich erwarten. Wir sind uns noch nicht ganz schlüssig, wann. Das wird auf jeden Fall kommen. Es gibt ja schon ein paar Songs auf der EP „Maschine an“. Auf dem Album werden ein paar mehr Songs sein, aber dauert noch ein bisschen.
A: Wir werden den BVSC vorbereiten und noch eine minikleine Tour machen, wahrscheinlich nach Sachsen-Anhalt.

 

TV-Tipp:

Samstag, 29.08.2015, ab 20.15 Uhr – PRO7:

Bundes Vision Song Contest

© RCR Christian Behring/ Nicole Kubelka

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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