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Hessischer Filmpreis für Margarita Broich, Heino Ferch und Klaus Maria Brandauer

Zum 27. Mal vergibt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit der Filmförderung HessenFilm und Medien den Film- und Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt.

Der lange rote Teppich ist ausgerollt, und die geladenen Gäste aus der Filmbranche können trockenen Fußes bei mildem Oktoberwetter zur Alten Oper schreiten. Noch ahnt niemand der Gäste, wen die Jurys unter die Preisträger gewählt haben.

Der Hessische Film- und Kinopreis 2016 wird in den Kategorien Drehbuch, Spielfilm, Kurzfilm, Hochschulfilm, Dokumentarfilm, bester Schauspieler, beste Schauspielerin, Ehrenpreis und Kinokulturpreis vergeben.

Margarita Broich und Heino Ferch, sowie Regisseur Dieter Wedel und Jochen Schropp, der Moderator des Abends, werden schon bei Ankunft besonders ausgiebig interviewt und fotografiert. Dann noch einige Autogramme mit Fanfotos und so arbeiten sie sich zentimeterweise auf dem roten Teppich vorwärts.

Die Preisverleihung startet mit Schrift in „Star Wars“ Art und verkündet spielerisch unschlagbare Argumente, warum nach der Brexit Abstimmung, Frankfurt die bessere Alternative zu London wird. Hauptargument bleibt die sympathische selbstironische Aussage, dass es in Frankfurt so super ist, weil man durch den Flughafen auch schnell wieder wegkommt.

Der Moderator punktet weiter mit spontaner Situationskomik, und so kann das Fachpublikum ein recht kurzweiliges Programm aus Laudationen, Danksagungen, Trailern und musikalischen Einlagen von Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett verfolgen. Inzwischen wird erinnert, warum Hessen so schön ist und dank der Portion Humor auf eigene Kosten, die immer dabei ist, geht das Publikum gerne mit.

Bester Kurzfilm wird der Trickfilm „Ships Passing in the Night“, in dem es um die Flucht eines Fischers aus Afrika geht und seine erste Begegnung in Europa.

Im gekürten besten Dokumentarfilm „Ghostland-the view of the Jo/’Hoansi“ können wir die Eindrücke von vier Bewohnern der Kalahari teilen, die Frankfurt besuchen. Ein sehr erfrischender und aufschlussreicher Perspektivenwechsel.

Der Preis für den besten Spielfilm geht an den in schwarz-weiß gedrehten Film „Fritz Lang“. Hauptdarsteller Heino Ferch erhält den Preis für die beste darstellerische Leistung.

Die sympathische Margarita Broich, die derzeit in Hessens vor allem als beliebte Tatort-Ermittlerin bekannt ist, erhält die Ehrung als beste Schauspielerin. Die Laudatio hält Axel Milberg.

Schließlich nimmt Klaus Maria Brandauer unter stehenden Ovationen den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten entgegen, nachdem Boris Rhein die Begründung verlesen und der Laudator István Szabó ihn sogar besungen hat.

Klaus Maria Brandauer lobt ebenfalls begeistert das ganz ohne Proben und ohne Regie gut miteinander abgestimmte Publikum und Redner und freut sich besonders über die Äußerung des Abends, dass Kino ein sozialer Ort sei, der bewegen und verändern könne.

Gegen 22.15h geht der Abend zum gewohnt überaus genießbaren kulinarischen Teil über und anschließend wird die Alte Oper bis 4 Uhr morgens ein Ort zum Feiern, Austauschen und Tanzen.

Teil des festlichen Gala-Abends waren auch: Pepe Danquart, Nikolai Kinski, Franziska Reichenbacher, Dunja Hayali, Regisseurin Sung-Hyung Cho, Samuel Finzi, Isabel Berghout (Soko Wismar), Hans Joachim Mendig (Geschäftsführer HessenFilm und Medien), hr Intendant Manfred Krupp, Tom Beck, Vincent de La Tour und Germar Tetzlaff von der 20th Century Fox, Prof. Bernd Kracke mit seiner Frau Julia Kracke von der HfG Offenbach und Leiter der Biennale III, Regisseur Günther Klein, Anke Sevenich, Rainer Ewerrien, Carsten Strauch, Ursula Vossen, Christel Schmidt (hr), Bettina Buchler (Deutsche Film- und Medienbewertung), Claudia Dillmann (Deutsches Filminstitut und Filmmuseum), Urs Spörri, Julia Koschitz, Anna Bederke, Alexander Beck, Simone Wagner aus dem BFFS Vorstand, Florian Bartholomäi, Susann Atwell, Georg Seitz (Bunte), Luise Beford, Marco Beckmann (Pantaleon Films), die Schauspieler Carmen Wedel, Christoph Stein, Daniela Schwerdt, Micky Jukovic, Thomas Hessdörfer, Emrah Erdogru, Saskia Simunek und Letizia Bohl, Rudolf Worschech (epd Film) und viele mehr.

© J. Stolze

Fotos © Marco Stolze

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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