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66. Berlinale: Frauenpower in der Internationalen Jury

Dass Meryl Streep die diesjährige Jurypräsidentin der 66. Filmfestspiele in Berlin ist, ist schon lange bekannt. Was für ein Coup von Festivaldirektor Dieter Kosslick, der sie persönlich anschrieb, nachdem sie 2012 den Ehrenbären bekommen hat. Aber mit welchem Witz sie bei der Pressekonferenz am Eröffnungstag von ihrer großen Aufgabe und ihren Mitstreitern in der Internationalen Jury spricht, macht einfach Spaß.

Ihr Kollege Lars Eidinger steht jetzt schon unter ihren Fittichen wie sie lachend meint. Außerdem gefällt ihr, dass sie im Gegensatz zu ihren Kollegen zwei Stimmen hat, erzählt sie selbstbewusst aber nicht arrogant. Und wie bewertet sie die Filme? „Ich habe keine Ahnung, da ich so eine Aufgabe, als Präsidentin einer Jury noch nie gemacht habe, aber ich lasse mein Gefühl entscheiden. Das Herz ist immer ein guter Berater.“ Sie freut sich sehr auf die Filme, auch auf den deutschen Beitrag „24 Wochen“, der am Sonntag im Wettbewerb läuft und in diesem Jahr der einzige deutsche Beitrag ist. „Der deutsche Film „A most wanted man“ mit ihrem verstorbenen Kollegen Philip Seymour Hoffman sei außerdem einer ihrer Lieblingsfilme aus Deutschland“, wie sie betont. Die Internationale Jury besteht dieses Jahr aus dem Filmkritiker Nick James, dem deutschen Schauspieler Lars Eidinger, der französischen Fotografin Brigitte Lacombe, den Schauspielern Clive Owen und Alba Rohrwacher sowie der Filmemacherin Małgorzata Szumowska. Die Frauen sind in der Überzahl in diesem Jahr, was Meryl Streep natürlich sehr gut gefällt. „Ich bin für Gleichheit zwischen Mann und Frau. Ich bin jetzt eine Jurypräsidentin und natürlich wünsche ich mir auch mehr Frauen in Führungspositionen, eine fifty fifty Aufteilung in allen Bereichen weltweit wäre natürlich ein Traum.“

Die Internationale Jury der 66. Berlinale muss bis zur Bewertung noch 10 Tage im Kino sitzen und zwischen 24 Wettbewerbsfilmen entscheiden, von denen aber nur 18 in direkter Konkurrenz laufen, wer am Ende den Goldenen Bären gewinnt. Insgesamt werden über 400 Filme bei den Diesjährigen Filmfestspielen gezeigt.

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© RCR Nadin Hornberger

About Nadin

Nadin Hornberger liebt Promi-Geschichten sowie das Kino über alles und wird nicht müde, Events in der Hauptstadt zu besuchen. Dazu gehören auch Konzerte, vornehmlich im Rock-, Pop- und Elektrobereich, sowie Theaterpremieren und Vernissagen.

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