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Der Traum von Olympia – Wir sprachen mit der Hauptdarstellerin

Das Erste zeigt am 18. Juli um 21.45 Uhr das Dokudrama „Der Traum von Olympia – Die Nazi-Spiele von 1936″ (eine Gemeinschaftsproduktion von WDR, BR, MDR, rbb, ARTE). Der Film erzählt die Geschichte der Spiele von ’36 aus der Sicht von zwei Menschen, die dabei waren: Gretel Bergmann (gespielt von Sandra von Ruffin) und Wolfgang Fürstner (Simon Schwarz).

ARD/WDR DER TRAUM VON OLYMPIA, "Die Nazi-Spiele von 1936", Buch Florian Huber, Regie Mira Thiel, Florian Huber, Produktion Spiegel TV, am Montag (18.07.16) um 21:45 Uhr im ERSTEN. Wolfgang Fürstner (Simon Schwarz), seit 1934 mit der Aufsicht über den Bau des Olympischen Dorfes betraut. © WDR/Martin Valentin Menke, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung "Bild: WDR/Martin Valentin Menke" (S2+). WDR Presse und Information/Bildkommunikation, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildkommunikation@wdr.de

Gretel Bergmann gehörte zu den besten Hochspringerinnen im Deutschen Reich. Mit ihrer Rekordhöhe von 1,60 m hatte sie beste Chancen auf eine Goldmedaille. Als „Alibi-Jüdin“ musste sie dafür herhalten, dass die Amerikaner ihre Boykott-Drohung nicht wahr machen. Im letzten Moment wurde ihr allerdings die Teilnahme verweigert mit der Begründung, dass ihre Leistungen nicht konstant genug wären. Der andere, Wolfgang Fürstner, galt als überzeugter Nationalsozialist. Sein Traum war es, perfekte Spiele zu organisieren. Als Kommandant des Olympischen Dorfes wollte er in die Geschichtsbücher eingehen. Dafür lebte er und tat alles, was in seiner Macht stand. Auf seine Initiative wurde die riesige, 10 Tonnen schwere Olympia-Glocke gegossen und der olympische Fackellauf ins Leben gerufen. Kurz vor der Olympiade kamen Gerüchte über einen jüdischen Großvater auf, woraufhin er als Kommandant des olympischen Dorfes abgesetzt wurde. Kurz nach der Olympiade begeht er Selbstmord. Zwei Menschen, deren größter Traum der von Olympia war und der sich stattdessen in einen Alptraum verwandelte. Das ganze Gegenteil von dem Bild, das Nazi-Deutschland der Welt zeigen wollte – und gezeigt hat.

Als Hitler am 1. August 1936 die Spiele im Olympiastadion eröffnete, lief die Propagandamaschine schon längst auf Hochtouren. Die Nazis hatten alles aufgeboten, um der Welt ein modernes, weltoffenes Deutschland zu präsentieren. Zum ersten Mal wurde von olympischen Wettkämpfen live im Radio berichtet und auch das Fernsehen war live dabei. Überall wurden „Fernsehstuben“ eröffnet, so auch im Olympischen Dorf. All dies wird durch zahlreiche Original-Dokumentaraufnahmen, die die Filmemacher gekonnt mit den Spielszenen verbunden haben, nachvollziehbar.

Wir hatten Gelegenheit, vor der Premiere am 11. Juli 2016 im Berliner Zeughaus-Kino, mit Sandra von Ruffin zu sprechen:

Der Traum von Olympia – Die Nazi-Spiele von 1936

Regie: Florian Huber, Mira Thiel

Produktion: Kay Siering

Darsteller: Simon Schwarz, Sandra von Ruffin, Annina Hellenthal (sie spielt Elfriede Kaun, die 1936 die Bronzemedaille im Hochsprung gewann) und Gotthard Lange (er spielt Wolf-Heinrich von Helldorf, Polizeipräsident von Berlin)

Das Erste zeigt das 90-minütigen Dokudrama (WDR, BR, MDR, RBB, ARTE) am 18. Juli 2016 um 21:45 Uhr, auf ARTE wird der Film am 16. Juli 2016 um 20:15 Uhr zu sehen sein.

Quelle/ Fotos: ARD /WDR / Creativ Werbeagentur / Martin Valentin Menke

©  RCR Christian Behring, 11.07.2016

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