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FEMME SCHMIDT gibt sich rau und kompromisslos, einfach „RAW“

„RAW“ – das ist der Titel des neuen, zweiten Albums von FEMME SCHMIDT alias Elisa Schmidt, der jungen Singer-Songwriterin aus Koblenz, die inzwischen in Berlin beheimatet ist. Am 4. März 2016 wird „RAW“ veröffentlicht. Bereits am 2. März wird dies im Hamburger MOJO-Club mit einem Record-Release-Konzert gefeiert, das gleichzeitig Auftakt zu einer Club-Tour durch 12 deutsche Städte ist.
RAW – was heißt das? In Bezug auf Material und Stoffe bedeutet es: roh, unverarbeitet; in Bezug auf elektronische Daten: nicht ausgewertet oder anders bearbeitet; in Bezug auf Emotionen: stark und unverhohlen, kompromisslos. Dies ist auch die treffendste Beschreibung von Schmidts Musik. Je nach Gefühlslage und Stimmung klingt auch ihre Musik so. Wie sie selbst sagt: „Ich habe zu viele verschieden Facetten in mir. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass daran irgendetwas Falsches ist. Ganz im Gegenteil: Das bin ich. Und ich liebe es, diese Widersprüche auszuleben. Alle Unsicherheiten und Zwänge abzuwerfen und einfach Ich zu sein – echt und raw.“

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Genau davon kann man sich mit dem neuen Album überzeugen. In 14 Songs offenbart Schmidt ihre ganze Gefühlswelt. Auf „RAW“ zeigt sich Schmidt als musikalisch vielseitige Künstlerin, die es dem Hörer schwer macht, sie in eine Schublade einzuordnen. Sie bietet mal modernen Pop, dann klingt sie wieder jazzig oder balladesk. In einem Moment erinnert sie an Amy Winehouse, im nächsten an Lykke Li oder Lana Del Rey. Von ihrem ersten Album, das in Zusammenarbeit mit Guy Chambers entstand, ist sie nach eigenem Bekunden meilenweit entfernt, weshalb sie sich neue Mitstreiter suchte. Diese fand sie in London, in Martin Terefes Kensaltown-Studios in Person von James Bryan als Co-Autor und Glen Scott als Produzenten. Die beiden gehören gerade zum angesagtesten Personal im Musik-Business, waren zuletzt an den Alben von James Bay, James Morrison und Buika beteiligt.

93/ "Femme Schmidt", Pressetermin im WARNER Office, Monbijoustrasse 4, Berlin, 24.02.2016  [POP-EYE uebernimmt keine Haftung bei einer evtl. Verletzung Rechte Dritter! Weitergabe an Dritte nicht erlaubt. Das Foto ist ein Lichtbildwerk i.S.v. Paragraph 2 Absatz 1 Ziffer 5 UrhRG, Es gelten unsere AGB. Nur redaktionelle Nutzung, Nutzung Honorar-& MwSt. pflichtig! Geschäftsbedingungen des Bestellers, die von diesen AGB abweichen, werden nicht anerkannt und auch dann nicht Vertragsinhalt,wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen worden ist!  POP-EYE, Brigitte Heinrich, www.POP-EYE.de]

Am Mittwoch trafen wir Elisa in Berlin zum Interview:
In den letzten Jahren ist sehr viel passiert, Du hast mit sehr vielen prominenten Stars zusammengearbeitet, Album mit Guy Chambers, getourt mit Elton John, Lionel Richie, Bryan Ferry. Welchen Einfluss hatte das auf Dein Leben und vor allem Deine Musik? Was nimmst Du mit an Erfahrungen, was hast Du gelernt von Elton John?
Ich hab zum einen gelernt, sehr viel Respekt und Demut vor seiner eigenen Musik zu haben, und auch der Musik der Anderen, immer sehr dankbar zu sein bei allen Leuten, die um einen herum sind. Und ansonsten kann man sich auch ganz viel von der Bühnenshow abgucken, was Entertainment angeht.
Wir hatten eine Supererfahrung (mit Elton John), seine Crew ist wie eine Family und wir wurden sofort integriert, sein Sohn spielte im Flur Fußball, an dem freien Tag haben wir zusammen Coldplay geguckt.
Hat das Einfluss auf deine Musik, deinen Stil gehabt?
Nein, das war für mich natürlich eine ganz tolle Chance, gerade bei Bryan Ferry hat das super gepasst, aber bei dem jetzigen Album habe ich versucht, mich nicht so viel von außen beeinflussen zu lassen.
Wenn man in der ganzen Welt unterwegs ist, hat das auch einen Einfluss darauf, wie man auf Deutschland blickt?
Auf alle Fälle, aber ich glaube auch im Positiven. Man sieht die ganzen positiven Seiten, die Deutschland mit sich bringt, wir haben hier eine wahnsinnig hohe Lebensqualität. Ich liebe es zu reisen, verschiedene Länder und Menschen kennenzulernen. Aber ich liebe Berlin, ich liebe Deutschland auf jeden Fall.

Was bedeutet Heimat für Dich? Wo fühlst Du Dich zu Hause?
Ich bin so ein Erdenmensch. Ich fühle mich da zu Hause, wo meine Familie, meine Freunde sind. Jetzt im Moment bin ich Wahlberliner, ich fühl mich hier auch das erste Mal im Leben richtig zu Hause an einem Ort, das hat aber auch etwas damit zu tun, dass meine Freunde und meine Familie hier ist, dass ich aus dieser Stadt sehr viel Inspiration ziehen kann. Man kann hier jeden Tag jemand anders sein. Es ist ganz gut, wenn man in einer Stadt lebt, die sehr frei ist um sich künstlerisch weiterzuentwickeln.
Im Pressetext stand, „Guy und ich kannten uns zu gut, um etwas aufregend Neues zu erschaffen“, was meinst Du damit?
Es ist ganz wichtig, ich versuche immer wieder, mich aus meiner Komfortzone heraus zu bewegen. Wenn man in der Komfortzone drin ist, macht man immer wieder dasselbe, weil man sich gemütlich fühlt. Für mich war klar, dass ich nach „Femme Schmidt“ nicht noch mal dasselbe Album machen will. Ich wollte mich weiterentwickeln, neue Leute treffen, neue Inspiration bekommen. Es war nicht so, dass ich gesagt habe „ich schreib nicht mehr mit Dir Guy“, sondern wir haben auch für die Platte zusammen geschrieben, aber das ist eine ganz natürliche Weiterentwicklung gewesen.
Wie lief die Suche nach einem neuen Team ab?
Das war zu Beginn ziemlich holprig, ich bin dann im Endeffekt eine Straße weiter von Guy in den Kanseltown-Studios gelandet und hab‘ dann James Bryant getroffen, mit dem ich den Hauptteil des Albums geschrieben habe. Aber das brauchte alles so seine Zeit. Vor allem, bis ich herausgefunden habe, dass ich das, worüber ich schreiben möchte, gar nicht in einer anderen Person finde, sondern in mir selbst.
Wie bist Du auf Martin Terefe, James Bryan und Glen Scott gestoßen? Wie habt ihr euch kennengelernt? Kannten sie Dich?
Nein, aber ich war witzigerweise in den Kanseltown-Studios schon einmal vor sechs Jahren. Und von daher war das ganz witzig. Ich kam an einen unbekannten Ort, war da aber schon mal. Und irgendwie war das so ein Schlüsselerlebnis. Ich kam in durch die grüne Tür, alles stand auf grün und da hat’s Klick gemacht. Und dann hat alles funktioniert, wir haben „The Edge“ geschrieben, und das war für mich so ein Mut-Song….
Wie läuft das Songwriting bei Euch ab? Hat einer eine Idee und ruft dann die anderen an?
Ich lass mich von meinem Leben inspirieren, alles was ich sehe, träume, denke, schmecke. Das schreib ich in meine Bücher, und wenn man sich trifft und zusammen ins Studio geht … das ist so ein ganz magischer Prozess, auch wenn man Co-Writings macht, man geht ja zusammen in einen Raum und jeder bringt seine Emotionen und Gefühle mit und man fängt an, seine Geschichten zu erzählen. Die Geschichten werden irgendwann in Musik übertragen, und die Musik spricht für sich selbst und dann irgendwann fallen einem die Songs zu auf eine magische Art und Weise. Aber manchmal sitzen wir auch im Studio und haben gerade irgendwas fertig gemacht, und dann komme ich mit einer Melodie, es gibt auch z. B. „Kill Me“, den hatten wir innerhalb von 10 Minuten geschrieben, andere Songs, „Golden“ z.B. da hab ich drei Tage dran geschrieben. Das ist ganz unterschiedlich.
In den Songs stecken viele Versatzstücke, die einem bekannt vorkommen, ein bisschen Trip Hop, etwas Amy Winehouse, Lana Del Ray, Jazz. Wie würdest Du Deinen neuen Sound beschreiben?
Ich nenne das POP NOIR. Musik schreiben ist ja sehr individuell. Wir sind da in einem Raum und nehmen uns das, was uns gefällt. Der Mix, der am Ende rauskommt, entsteht da einfach, es ist nicht so, dass wir da sitzen und sagen, so jetzt nehmen wir hier mal ein bisschen Jazz und da ein bisschen Gospel… das ist auch eine emotionale Sache, die da rauskommt. Von daher nenne ich es Pop Noir, weil ich finde, dass ich als Mensch eine bestimmte Grundstimmung habe, die eine bestimmte Farbe hat, was mich am Ende ausmacht. Und das nenne ich Pop Noir.
Martin Terefe und Glen Scott haben auch das neue Buika-Album produziert. Kennst Du Buika, habt ihr euch in den Studios in London getroffen?
Ja, mein Produzent ist auch ihr musical director. Mittags um zwei essen da alle zusammen Mittag, da trifft man alle, nicht nur Buika, auch James Morrison, Noel Gallagher, alle möglichen Leute kriegen leckeres Essen von Luisa, das ist die Hausköchin und die kocht immer ganz toll.
Welche Reaktionen von Fans oder Kritikern wünschst Du Dir?
Ich bin total aufgeregt, das Album bedeutet mir persönlich auch sehr viel. Ich hab so viel gelernt durch die Arbeit an dem Album, durch den Weg, den ich ganz alleine beschritten habe, dass ich all das, was ich gewinnen kann, schon gewonnen habe. Was jetzt danach kommt, ist „cherry on the top“.
Ab 2. März gehst Du auf Club-Tour. Kannst Du etwas dazu verraten. Worauf können die Fans sich freuen?
Ganz viel RAW natürlich, aber auch alte Songs vom ersten Album. Ich hoffe, dass ich in den eineinhalb Stunden, in denen ich auf der Bühne bin, meinen Fans einen sehr tiefen Einblick geben kann in meine Emotionswelt, die mich dazu bewegt hat, dieses Album zu schreiben… Wir sind dieses Jahr zu Fünft: Gitarre, Bass Schlagzeug, Klavier und ich.
In Berlin spielst Du im Lido…
Finde ich super, ich hab da noch nie gespielt, und das ist ein Laden, wo ich immer schon mal spielen wollte… Ich freu mich total auf den Gig.
Dann danke für das Interview.

FEMME SCHMIDT – RAW Tour 2016
02.03.2016 HAMBURG – Mojo
03.03.2016 KÖLN – Stadtgarten
04.03.2016 MÜNSTER – Jovel
10.03.2016 HANNOVER – Musikzentrum (aus gesundheitlichen Gründen muss das Konzert leider verschoben werden. Ersatztermin wird in Kürze bekanntgegeben, Tickets behalten ihre Gültigkeit)
11.03.2016 LUDWIGSHAFEN – dasHaus (aus gesundheitlichen Gründen muss das Konzert leider verschoben werden. Ersatztermin wird in Kürze bekanntgegeben, Tickets behalten ihre Gültigkeit)
16.03.2016 BERLIN – Lido
17.03.2016 MÜNCHEN – Technikum
18.03.2016 STUTTGART – Im Wizemann
19.03.2016 FREIBURG – Jazzhaus
26.05.2016 GÖTTINGEN – Musa
27.05.2016 KOBLENZ – Café Hahn
28.05.2016 BAD HOMBURG – Kurtheater – WOTW-Festival

Quelle / Fotos: Warner Music / Add-on-music / Femme Schmidt / G. Everett / K. Bellm
© RCR Christian Behring, 26.02.2016

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