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Vier neue Alben für den Sommer – und für unterwegs

Bevor es in die Ferien geht und der Sommer  richtig in Fahrt kommt, möchten wir euch noch vier neue Alben vorstellen, die jetzt, gerade noch rechtzeitig für den Sommerurlaub, erschienen sind: Alvaro Solers „Eterno Agosto“, „California“ von BLINK 182, Laith Al-Deens „Bleib unterwegs“ und „Love & Hate“ von Michael Kiwanuka.

Alvaro_Soler_Album

Alvaro Soler lieferte im vergangenen Jahr mit „El Mismo Sol“ den Sommerhit des Jahres. In halb Europa bekam er Gold und Platin-Auszeichnungen dafür, wurde in Spanien als „bester Newcommer“ ausgezeichnet und die bekannteste US-Latina wollte mit ihm gemeinsam das Lied unbedingt noch einmal einsingen. So kam er dann auch noch zu einem Auftritt mit J-Lo bei „I HEARD RADIO“. In Deutschland erschien im Frühjahr erst einmal die zweite Single „Sofia“. In Italien konnte er damit seinen Erfolg wiederholen und landete erneut auf Platz 1. In der dortigen X-FACTOR-Ausgabe gehört er zur neuen Jury. Jetzt  können sich auch alle deutschen Fans freuen: das Album „Eterno Agosto“ (dt.: Ewiger August) ist endlich auch bei uns erhältlich. Einige glückliche Gewinner waren im Juni schon bei seiner Live-Präsentation des Albums auf der Dachterrasse des Berliner E-Werks dabei.

"ALVARO SOLER", Konzert, Sky-Lounge E-Werk, Berlin, 10.06.2016

Nun können auch alle Anderen endlich die Musik hören, die uns den ganzen Sommer begleiten könnte. Das Album heißt zwar ewiger August, das heißt aber nicht, das er sich einen ewigen August oder Sommer wünscht. Es geht vielmehr darum, dass man diese positiven, entspannten Gefühle das ganze Jahr über haben und sich nicht so sehr stressen lassen sollte. Das könnt ihr hier auch alles selbst von ihm hören:

Das 2. Album kommt von BLINK 182. „California heißt das Album der Punk-Band aus San Diego. Auf dem neuen Album ist von der ursprünglichen Besetzung nur noch Bassist Mark Hoppus übrig. Nachdem Schlagzeuger Scott Raynor 1998 seinen Platz räumte und Platz machte für Travis Barker, hat im vergangenen Jahr auch Sänger Tom DeLonge seinen Abschied verkündet. Man hatte sich bereits darauf verständigt, ein neues Album einzuspielen und wohl auch schon einige Songs dafür geschrieben, als er beschloß, sich doch lieber auf sein anderes Projekt „Angels & Airwaves“ zu konzentrieren. Da  Matt Skiba bereits auf einigen Festivals den Gesangspart übernommen hatte, beschlossen Hoppa und Barker, ihn nun fest in die Band mit aufzunehmen. „Ich habe mich noch nie zuvor einer Band angeschlossen – Ich habe jede Band selbst gegründet, in der ich gespielt habe“, sagt Skiba, „es ist ein verrücktes Ein-Traum-Wird-Wahr-Gefühl, aber es fühlt sich natürlich an. Ich habe viel Zeit damit verbracht, mich selbst zu kneifen.“ Travis Barker dazu: „Die Chemie mit Matt hat sofort gestimmt, wir sind seit 17 Jahren mit ihm befreundet, also war es ganz natürlich für ihn an Bord zu kommen.“

 

blink

Anfang des Jahres gingen sie für das neue Album ins Studio. „Wir arbeiteten mit voller Begeisterung und so hart, wir konnten nicht mit dem Schreiben aufhören“, sagt Hoppus, „und plötzlich stellten wir fest, dass wir schon über 20 neue Songs geschrieben hatten, und sie waren alle richtig gut. Es fühlt sich an wie früher, 14 oder 16 Stunden im Studio zu verbringen bis man um 2 Uhr nachts nach Hause fährt, mit dem letzten Mix auf voller Laustärke, aufgeregt und ausgepowert. Und das Erste, an das man früh morgens nach dem Aufwachen denkt, ist die Band und dann arbeitet man den ganzen Tag daran. Jeder Tag im Studio war ein riesiger Spaß.“

blink182

Mark Hoppus bekräftigt und fasst zusammen: „Ich liebe unsere Band – Ich habe jeden einzelnen Schritt auf dem Weg hierher geliebt. Ich bin froh, dass wir weiterhin Musik schreiben, die wir lieben und dass sie auch nach 20 Jahren noch immer die Leute mitnimmt, und dass wir uns noch immer fühlen wie damals, als wir 1994 in San Diego in einer Garage spielten.“

Und dass die Fans BLINK 182 auch nach mehr als 20 Jahren und mehr als 50 Millionen verkauften Tonträgern immer noch lieben, läßt sich schon daran ablesen, dass „CALIFORNIA“ in den USA und Großbritannien sofort auf Platz 1 und in Deutschland auf Platz 3 der Charts einstieg.

laith-album-Cover

„BLEIB UNTERWEGS“ ist der Titel des neuen Albums von Laith Al-Deen und auch sein neues Motto, unter das er seinen kommenden Lebensabschnitt stellt. „Mir ist wieder bewusst geworden, dass das Unterwegssein das Brot des Künstlers ist, deswegen habe ich mich entschlossen, wieder viel mehr auf der Straße zu sein. Schon vor zwei Jahren habe ich die „live  acoustic“-Tour  gestartet,  die  keine  Tour im  eigentlichen  Sinne ist,  sondern  eine  nie  endende Konzertreise.“ Der Titel des neuen Albums unterstreicht  diese Entscheidung und  betont  mit „Bleib unterwegs“ den Aspekt, dass es sich nach Laiths Auffassung nicht um eine Phase handelt, sondern um eine Haltung.

"Laith Al-Deen", Record Release Showcase im BiNuu, Berlin, 30.10.2014

Den Anfang auf dem Album macht „Alles hat seine Zeit“, der eine Arte Einleitung für das Album darstellt. „In der Lebensmitte muss man sich zunehmend mit dem Thema Abschied auseinandersetzen. Die tieferen Schichten dieses Songs erschließen sich, wenn man die weiteren Stücke des Albums hört – es sind allesamt Geschichten, die von Veränderung erzählen und von der Sinnsuche, die durchaus auch mit dem leidenschaftlichen Versuch, das Beste daraus gemacht zu haben, enden darf. Denn das Leben ist nicht mittelmäßig, es fordert uns permanent.“ Der Titelsong „Bleib unterwegs“ aus der Feder von Gregor Meyle entstand schon 2013, als die beiden Künstler sich das erste Mal begegneten und passte jetzt natürlich perfekt zum neuen Motto von Laith Al-Deen und als Albumtitel. Neu und ungewöhnlich an dem Album ist: Laith Al-Deen hat sich in die Hände von Udo Rinklin (Produzent von Philipp Poisel, Die Happy) begeben. Nach dem sehr rockigen und straighten Vorgängeralbum „Was wenn alles gut geht“ klingt das neue Album doch sehr ruhig und etwas gewöhnungsbedürftig. Beim zweiten und dritten Mal freut man sich dann aber, einen neuen, experimentierfreudigen Laith Al-Deen entdecken zu können.

michael_kiwanuka_love_&_hate-portada

Das Beste kommt zum Schluss könnte man sagen, auf jeden Fall ist das neue Album von Michael Kiwanuka „LOVE & HATE“ das  von allen Soul-Fans am heißesten erwartete Album des Jahres, zumal es ursprünglich schon für den Mai angekündigt war. Die Vorab-Single „Black Man In A White World“ hatte die Erwartungen auch noch verstärkt.

Michael Kiwanuka, Berlin, 02.12.2012, Konzert

Vier Jahre sind seit seinem vielbeachteten Debüt „Home Again“ vergangen, in denen Michael zunächst einmal auf große Tour ging (allein in Berlin spielte er dreimal!). Anschließend nahm er sich eine Auszeit, in der all das reflektierte und überlegte, wie es weitergehen soll. Aus dieser Sinnkrise half ihm ein Brief von Brian „Danger Mouse“ Butler, der unbedingt ein Album mit ihm machen wollte. So kam es, dass nicht wie beim Erstling Paul Butler als alleiniger Produzent fungiert. Dazu gekommen ist auch noch der junge britische Produzent INFLO, der u.a. für „Black Man…“ verantwortlich zeichnet. Entstanden ist ein Album, das vielschichtiger als der Vorgänger ist. Es enthält viele verschiedene Stilelemente, Fast psychedelisch mit einem langen Intro beginnt das Album. Als man es fast schon nicht mehr erwartet, setzt der Gesang von Michael ein. Dazu ein Chor, große Streicherarrangements, eine übersteuerte elektrische Gitarre. Beim 10-minütigen Opener „Cold Little Heart“ könnte man fast glauben, Michael sei der direkte Nachfahre der 68-er Musiker, einer Mischung aus DOORS, CSN&Y und Sly And The Family Stone. Und auch „Black Man…“ erinnert an einen 68er Helden: Richie Havens sang in Woodstock „Motherless Child“, in dem er immer und immer wieder „Freedom“ wiederholte – bei Michael Kiwanuka ist es eben die Wiederholung der Titelzeile, wodurch der Song eine ähnliche Intensität erfährt. Genau diese Intensität zieht sich durch das ganze Album. Das hat sicher auch etwas damit zu tun, dass es sehr persönliche Songs geworden sind, und dass er Partner gefunden hat, die ihn bestärkt haben, diesen Gefühlen freien Lauf zu lassen, sich nicht den Kopf zu zerbrechen über technische Details, wie er selbst sagt: „Beim ersten Album lief das so: Okay, wir brauchen diesen einen Schlagzeugsound, und dazu ein altes Mikrofon…Aber durch Brian (Danger Mouse) veränderte sich meine Sicht auf diese Dinge. Mir wurde klar,…es geht ums Feeling. Man muss das fühlen… Mir (wurde) klar, dass nur das gefehlt hatte: Ein neuer Ansatz, der wirklich widerspiegelt, wo ich heute stehe. Mein Hauptanliegen war es, Melodien zu finden, die mein Wesen einfangen.“

 PS:

Michael Kiwanuka kommt im August und November für 5 Konzerte nach Deutschland.

Laith Al-Deen ist im Oktober unterwegs.

 

Quelle: UNIVERSAL MUSIC / Polydor / SONY Music / RCA / BMG / Promotion-Werft / MCS-Berlin / Wikipedia

(c) RCR Christian Behring, 16.07.2016

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