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Premiere: Die Welt der Wunderlichs

Mit Schirm, Charme und guter Laune strömten die Gäste am Mittwochabend aus dem kalten Regen in das kuschelige Kant Kino. Dieses stellt bereits seit dem Jahr 1912 eine feste Institution im Berliner Stadtteil Charlottenburg dar.

Der Schweizer Regisseur Dani Levy, der mit seinem Spielfilm „Alles auf Zucker!“ große Erfolge feierte, wird nun mit einer neuen Komödie, welche er uns schmunzelnd als „eine Liebeserklärung an komplizierte Kinder“ beschrieb, an diese anknüpfen.

„Die Welt der Wunderlichs“ erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Mimi Wunderlich, die durch ihre anstrengend-liebenswerte Familie vor allerlei Herausforderungen gestellt wird.

Das Filmteam besteht zu großen Teilen aus Kollegen, die schon mehrfach zusammengearbeitet haben, denn Dani Levy legt am Set besonderen Wert auf eine familiäre Gesinnung. „Ich glaube, dass eine gute Arbeit am meisten garantiert ist, wenn Menschen zusammen für eine Sache leidenschaftlich kämpfen und eben auch nicht so fremd miteinander sind, dass sie sich gegenseitig schonen müssen. […] Gerade beim Dreh sind Vertrauen und der Mut zum Risiko nur dann zu erreichen, wenn man sich wirklich mag und das Gefühl hat, dass man sich kennt.“

Das Motiv der Familie zog sich thematisch durch den Abend hindurch, denn nicht nur der Regisseur brachte seine eigenen Kinder mit, sondern auch Hauptdarstellerin Katharina Schüttler, welche selbst bereits zweifache Mutter ist, reiste gemeinsam mit der ihren an. „Mich hat die Geschichte von Anfang an so berührt und ich habe so viel gelacht und auch geweint beim Lesen…“, so Schüttler. „Es war wirklich das Gesamtpaket.“

Auch der Musik wird im Film eine tragende Rolle zuteil. Nicht nur das mitreißende Sounddesign verweilt im Ohr, sondern auch die Thematik an sich. Eine junge Mutter, die sich den Strapazen des alleinerziehenden Alltags stellen muss und im Herzen doch stets leidenschaftliche Musikerin bleibt – wo sollte sie ihre Prioritäten setzen? Schauspielerin Katharina Schüttler erklärte, wie sehr sie der musikalische Aspekt des Films und insbesondere der Rolle, welche singt und Gitarre spielt, gereizt hatte.

Neben ihr besuchte die Premiere auch das elementare Schauspielensemble, bestehend aus Peter Simonischek („Toni Erdmann“), Steffen Groth („Alles auf Zucker!“), Hannelore Elsner („Jesus liebt mich“), Martin Feifel („Buddenbrooks“) und Jungschauspieler Ewi Rodriguez, welcher den hyperaktiven Sohn Felix portraitiert.

Der entspannte Premierenabend in beinahe schon familiär anmutendem Umfeld unterstrich nochmals die Aussage des Films: Teamwork ist das A und O.

© Alison Kuhn

Fotos © René du Vinage

About Alison Kuhn

Alison Kuhn ist ausgebildete Schauspielerin und folgt zugleich ihrer schriftstellerischen Leidenschaft - www.alisonkuhn.com

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