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„LOVE STUFF“ heißt das Klasse-Debüt von Elle King

Vergangene Woche haben wir an dieser Stelle über das herausragende Konzert von Elle King im Berliner Lido berichtet. Nun möchten wir Euch das Debüt-Album von Elle King ans Herz legen. „Love Stuff“ erschien in ihrer amerikanischen Heimat bereits im März 2015. Bei uns wurde das Album im Januar 2016 veröffentlicht, ist also nicht mehr ganz taufrisch. Nichtsdestotrotz gehört es zu den besten Alben des Jahres. Manchmal stößt man eben erst über einen Umweg auf die wahren Schätze.

Elle-King

„Love Stuff“ enthält insgesamt 12 Songs, darunter natürlich die bereits mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnete Single „Ex’s & Oh’s“ oder das bereits ebenfalls im Radio zu Hit-Ehren gekommene „Under The Influence“.

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Elle King hat bereits als Kind die Musik in sich aufgesogen. Sie wurde geprägt vom Soul Aretha Franklins genauso wie von der Country-Musik eines Hank Williams oder einer Dolly Parton.  Zu ihren Lieblingsbands zählt sie AC/DC, in ihrem Repertoire hat sie aber auch Tom Pettys “ American Girl“ (ihre Coverversion findet sich auf dem Soundtrack zu „Miss Bodyguard“). Nachdem sie als neunjährige eine Platte der Punkrock-Band The Donnas zum Geburtstag geschenkt bekam, beschloss sie, Sängerin zu werden. Ein paar Jahre später lernte sie Gitarre spielen, mit Sechzehn kam noch das inzwischen von ihr so geliebte Banjo dazu. Alle diese Einflüsse finden sich auf ihrem Debüt-Album wieder.

"Elle King", Konzert im LIDO, Berlin, 28.06.2016

Ein Beispiel dafür, wie sie selbst innerhalb einzelner Stücke zwischen den Musikstilen pendelt, ist „Song Of Sorrow“, der als leise Ballade mit Bluegrass-Elementen beginnt (hier kommt ihr Banjo zum Einsatz), und dann in Richtung Pop / Soul wechselt (mit Glockenspiel und Chor). Ein weiterer Song mit Hit-Appeal ist ohne Zweifel ihr stampfendes und mitreißendes „America’s Sweetheart“, bei dem man wie im Video am liebsten aufspringen, sich die Rollschuhe anschnallen und mittanzen möchte (wenn man es nur so gut könnte wie die Tänzer dort). Daran anschließend gibt es mit „I Told You I Was Mean“ eine Ballade, die ihr „Kuschelrock“-Potential schon im Konzert bewiesen hat. Etwas subtiler daher kommt „Ain’t Gonna Drown“. Wer bei „Jackson“ erwartet, eine Cover-Version des Johnny-Cash-Klassikers vorgesetzt zu bekommen, wird hier schwer überrascht, denn bevor es zum Ende mit „Make You Smile“ und „See You Again“ ruhiger wird, packt Elle King hier noch mal die E-Gitarre aus und röhrt aus voller Kehle ins Mikrofon, genau wie einst schon Joan Jett (eines ihrer Vorbilder). Aber genau wie die lauten, rockigen Songs, die bisher ihren Erfolg ausmachten, gehören eben auch die leisen Töne zu ihr und unterstreichen ihre Vielseitigkeit und ihr Können.

Quelle: RCA Records / SONY Music / Dustin Cohen

 


© RCR Christian Behring, 04.07.2016

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