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Der Deutsche Musikautorenpreis 2017

Die Gewinner Bei der neunten Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises ehrte die GEMA in Berlin Komponisten und Textdichter für ihr herausragendes musikalisches Schaffen. Zu den Preisträgern zählen Wallis Bird, Irma Holder, Sebastian Krämer, Kerstin Ott und Olga Neuwirth. Für ihr Lebenswerk wurde Sofia Gubaidulina gewürdigt.

Am Donnerstagabend verlieh die GEMA im Berliner Hotel Ritz-Carlton zum neunten Mal den Deutschen Musikautorenpreis. Im Rahmen der Gala wurden insgesamt 18 Komponisten und Textdichter in zehn Kategorien unterschiedlicher Genres ausgezeichnet. Moderator Max Moor führte die rund 400 Gäste aus Kultur, Politik und Medien durch die Veranstaltung.

© RCR Niklas Faralisch

„So vielfältig die heute geehrten Künstlerinnen und Künstler sind – sie alle teilen die Leidenschaft für Musik und Kreativität“, formulierte Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, in seiner Begrüßung. Er appellierte an die anwesenden Politiker, angemessene rechtliche Rahmenbedingungen für Musikurheber zu schaffen: „Kreativität jedoch ist keine Selbstverständlichkeit. Sie entsteht in Freiräumen geistiger, räumlicher und auch finanzieller Art. Erhalt und Ausbau solcher Räume sind daher für die Förderung von Kreativität unerlässlich.“ Prof. Dr. Enjott Schneider, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA, resümiert den Abend: „Ein großer Abend der Musikautoren, die bei gegensätzlicher Stilistik doch gemeinsam verbunden sind: durch ihre Besessenheit, Musik das Leben zu schenken und damit Menschen zu verbinden. Kulturelle Vielfalt musste man heute nicht programmatisch einfordern – sie war mit den Händen zu greifen. Ein Abend der Solidarität aller Kreativen. Der Höhepunkt war die Lebenswerkpreisträgerin Sofia Gubaidulina, deren aus der Stille kommende Bedeutung intensiv zu überzeugen wusste.“ Mit dem Deutschen Musikautorenpreis 2017 wurden folgende Musikautoren geehrt:

Komposition Rock/Pop: Wallis Bird

Text Musikkabarett: Sebastian Krämer

Komposition Hip-Hop: The Krauts (Dirk Berger, David Conen und Vincent von Schlippenbach)

Text Schlager: Irma Holder Komposition für Sinfonik: Olga Neuwirth Komposition

Musiktheater: Anno Schreier Komposition Audiovisuelle Medien: Jumpel Dürbeck und René Dohmen Erfolgreichstes Werk: Kerstin Ott

Nachwuchspreis: In der Sparte E: Brigitta Muntendorf, in der Sparte U: Von Wegen Lisbeth (Julian Hölting, Matthias Rohde, Robert Tischer, Doz Zschäbitz und Julian Zschäbitz)

Mit der Auszeichnung für das Lebenswerk wurde die gebürtige Russin Sofia Gubaidulina geehrt, die das Geschehen in der zeitgenössischen Musik mit ihren höchst innovativen und zugleich traditionsgetreuen Arbeiten maßgeblich geprägt hat. „In ihren Werken verbindet sich tiefe Religiosität mit der von ihr bewunderten fernöstlichen Kultur“, lautete das Urteil der Jury. „Ihr Lebenswerk ist Bekenntnismusik, immer existentiell und in jeder Sekunde lebensnotwendig.“ Überreicht wurden die Preise von prominenten Laudatoren, darunter Mieze Katz, Kurt Krömer, Patrick Lindner, Marteria, Kent Nagano, Sven Regener und Helmut Zerlett.

Titelbild © BrauerPhotos / S.Brauer für GEMA

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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