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Ausverkauftes Konzert von Alvaro Soler

Samstag Abend war es so weit: Endlich konnten seine Berliner Fans Alvaro Soler in einem regulären Konzert live erleben, nach zwei Jahren Anlaufzeit! Bisher gab es nämlich nur einzelne Festivalauftritte (u.a. ENERGY Music Tour 2015). Seine „Europe Tour 2017“ führte ihn am Sonnabend  nach Berlin. In die Stadt, in der er auch einen Großteil seiner Songs produziert hat. Wie er selbst betonte gar nicht weit weg vom Kesselhaus in der Kulturbrauerei – nämlich in der Schönhauser Allee. Einer der ersten Songs, den er zusammen mit Ali Zuckowski und Simon Triebel geschrieben hat, war „El Mismo Sol“.  Der Song, der wie eine Bombe einschlug, durfte natürlich nicht fehlen beim Konzert. Zunächst gab es „El Mismo Sol“ in einer sparsam instrumentierten Fassung, bevor es den Song ganz zum Schluss noch einmal so gab, wie man ihn kennt und die Fans ihn lieben – mit den typischen Latino-Zutaten.

Bevor es aber dazu kam, mussten die Fans eine ganze Menge Geduld mitbringen. Am Einlass gab es einen riesigen Stau: Die Schlange, die sich dort bildete, zog sich im Zickzack quer über den ganzen Hof der Kulturbrauerei. Da konnte man sich schon fragen, wie diese Menschenmassen überhaupt alle reinpassen sollen. Aber der VIP- und Gästebereich war am Samstag für alle offen und so waren statt der üblichen 800 Zuschauer insgesamt 1.200 bei dem Konzert dabei. Folge war aber, dass es statt 20 Uhr 30 Minuten später los ging.

Den Support bestritt die in Berlin beheimatete Musikerin Anneli Ben. Für ihr Solo-Programm hat sie sich den Künstlernamen ALASKA zugelegt. Etwas unterkühlt wirkte dann auch ihre sphärische Synthie-Pop-Musik. Mehr Beifall erntete sie später als Musikerin in Alvaros Band, wo sie nicht nur die Keyboards bediente.

Gegen  21.30 Uhr war es endlich so weit: Als Letzter seiner Band betrat Alvaro Soler die Bühne und schlagartig änderte sich die bis dahin etwas missmutige Stimmung und schlug um in ungeteilte Zuneigung. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass Alvaro Soler immer gute Laune mitbringt. Hat ihn überhaupt schon jemand mit schlechter Laune erlebt? Dem Mann kann man einfach nichts übel nehmen. Natürlich präsentierte er auch alle bekannten Songs. Gleich zu Beginn die aktuelle Single „Animal“, etwas später „El Mismo Sol“ und endgültig zum Kochen brachte er den Saal mit „Sofia“, dem Song des Jahres 2016. Aber auch die anderen Songs seines Debüt-Albums wie „Volar“, „Quando Volverás“, „Agosto“ oder „Mi Corazón“ waren natürlich dabei. Und für das Duett bei „Libre“  holte er Anneli auch noch einmal nach vorne. Zu fast jedem Lied gab es eine kleine Geschichte von Alvaro, was vor allem für die nicht so gut spanisch sprechenden Fans interessant war. So erfuhren die Fans etwas aus seiner Gedankenwelt, was ihn bewegt, welche Bedeutung seine Familie für ihn hat, was so alles während einer Tour passieren kann (z.B. dass sich Anneli in die die Hand geschnitten hatte und deshalb drei Tage nicht auftreten konnte) und und und. So etwas kommt immer gut an beim Publikum und macht ihn umso sympathischer.

Einziger Negativpunkt: dass schon nach knappen 90 Minuten alles vorbei war. Das ist auf jeden Fall ausbaufähig.

Hier sind die Bilder vom Konzert:

© Christian Behring, 19.03.2017

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