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KALEO – die isländische Blues-Rock-Band – unbedingt merken!

Was braucht es für ein gutes Blues-Rock-Album? Eigentlich nur Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang und vor allem gute Songs. All das gibt es jetzt aus Island. KALEO heißt die Band der Stunde – und ihr Album „A/B“. Das Album ist nicht mehr ganz neu, aber auch wiederum ein Beweis dafür: Qualität setzt sich durch, auch wenn es etwas länger dauert.

Ein anderer Grund liegt aber vielleicht auch darin, dass die Jungs, obwohl aus Europa stammend, ihren Siegeszug im Ursprungsland des Blues in den USA starteten. Gegründet wurde KALEO 2012 in Mosfellsbaer, einem kleinen Nest in Island mit nicht einmal 10.000 Einwohnern. Zur Band gehören neben Sänger und Gitarrist Jökull Juliusson, Schlagzeuger David Antonsson, Bassist Daniel Kristjansson und Gitarristen Rubin Pollock.

Einen ersten Achtungserfolg hatten sie in der Heimat mit der Neuinterpretation des isländischen Volkslieds „Vor I Vaglaskogi“.  Das Lied schaffte es sogar in die isländische Mysterie-Serie „TRAPPED“ (läuft gerade sonntags im ZDF um 22:00 Uhr). Ihren ersten internationalen Erfolg hatte die Band mit dem etwas folkloristischen Song „All The Pretty Girls“. Vor allem das dazugehörige Video vermittelt eine Stimmung, die an die Hippie-und Flower-Power-Zeit erinnert. So stellt man sich den „Summer of ’69“ vor.  Der Erfolg bei Spotify mit weit mehr als 20 Millionen Streams bescherte ihnen dann 2015 einen Plattenvertrag mit einem Major-Label, woraufhin sie ihren Wohnsitz nach Austin, Texas, verlegten. Im selben Jahr konnten sie mit „No Good“ einen weiteren Song in einer TV-Serie platzieren („Vinyl“, HBO). Den endgültigen Durchbruch schafften sie mit ihrer ersten offiziellen Single: „Way Down We Go“. Nicht nur, dass der Song es gleich in mehrere erfolgreiche Serien und Werbe-Spots schaffte (u.a. „Suits“, Spot für „Logan“). In den USA gab es GOLD für die Single und Platz 1 der Rock-Airplay-Charts. Bei uns stieg der Song immerhin bis auf Platz 6 der offiziellen Charts. Im Januar und Februar wurde er zur Dauerschleife in vielen Radio-Sendern. Und das zu Recht.

kaleo cd cover

Insgesamt 10 knackige Songs enthält ihr Major-Debüt „A/B“. KALEO wandeln damit auf den Spuren solcher  Größen wie Led Zeppelin oder den Black Keys. Den Vergleich müssen sie keineswegs scheuen. Nicht nur die genannten Songs überzeugen. Vom ersten bis zum letzten Song ist kein einziger Aussetzer dabei. Da ärgert man sich höchstens darüber, dass nach 43 Minuten alles vorbei ist. Und auch wenn sie – wie einige Kritiker ihnen vorwerfen – den Blues-Rock nicht neu erfinden, so beweisen sie doch, dass er immer noch lebt. Man braucht nicht immer die neuesten technischen Tricks und Synthie-Effekte. Im Gegenteil: Gesang, Gitarre, Bass, Klavier und Schlagzeug (und, naja, ab und zu ein paar Streicher und ein Background-Chor) genügen. Vorausgesetzt, man kann hat dazu ein paar gute Songideen.

Im November 2016 waren sie auch schon für ein paar Club-Konzerte in Deutschland. Für 2017 gibt es bis jetzt nur drei Festival-Auftritte vom 19.-26 Juni in Hamburg, Köln und München.

Hier gibt’s noch mal das aktuelle Video:

und ihren ersten Hit:

Quelle: WARNER Music / Kaleo

© RCR Christian Behring, 09.03.2017

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