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Berlinale 2018 – Tag 3

Das Wochenende bei der Berlinale 2018 beginnt und neben den ganzen Partys, die seit Donnerstag schon in vollem Gange sind, kommen jetzt jeweils noch drei Wettbewerbsfilme pro Tag.

Zum einen wäre das an diesem Samstag der russische Beitrag „Dovlatov“, der in Leningrad im November 1971 spielt. Die Manuskripte des jungen Autors werden von den offiziellen Medien regelmäßig abgelehnt, seine Sicht auf Dinge und Menschen ist nicht gewollt. Anderen ergeht es ähnlich, auch seinem Freund Joseph Brodsky, den die Staatsmacht ins Exil zwingt. Sergei aber will bleiben, ein normales Leben führen, mit seiner Frau Lena und Tochter Katya. Der Film erzählt in ruhigen Bildern, die Aussichtlosigkeit unter einem Regime, das keine Individualität zulässt. Zwar kein Bärenfavorit, aber dennoch interessant.

Im ersten deutschen Wettbewerbseitrag „Transit“ von Regisseur Christian Petzold spielen die Schauspieler Paula Beer und European Shooting Star Preisträger Franz Rogowksi in Marseillle während einer totalitären Zeit, die im heute angesiedelt ist aber eigentlich die Nazizeit zitiert. Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg (Franz Rogowski) entkommt im letzten Moment nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In der Hafenstadt darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Ein starker deutscher Wettbewerbsbeitrag, der jedoch auch seine Längen hat.

Transit – DEU/FRA 2018 Regie: Christian Petzold

Im dritten Wettbewerbsbeitrag „Eva“ von Benoît Jacquot aus Frankreich spielt Schauspielikone Isabelle Huppert eine Edelprostituierte. Doch für Bertrand ist sie weit mehr als nur eine Edelprostituierte, die Gespräche mit ihr fließen direkt in die Dialoge des neuen Stücks ein, und doch gelingt es ihm nie, den Panzer zu durchbrechen, den Eva trägt. Niemand soll wissen, was sie wirklich antreibt, schon gar nicht dieser arrogante Schnösel, dessen Hörigkeit sie ausnutzt, dem sie aber nicht traut. Bertrand gerät in eine emotionale Gefangenschaft, die in einer Katastrophe mündet.
Der Film zündet leider nicht richtig und verliert sich in Hochglanzbildern, die zwar nett anzusehen sind aber die Handlung nicht gerade stärken. Dennoch wurde Isabelle Huppert als Superstar des französischen Kinos am roten Teppich gefeiert, obwohl die Rolle nicht zu ihren stärksten zählt.

© RCR Nadin Hornberger

About Nadin

Nadin Hornberger liebt Promi-Geschichten sowie das Kino über alles und wird nicht müde, Events in der Hauptstadt zu besuchen. Dazu gehören auch Konzerte, vornehmlich im Rock-, Pop- und Elektrobereich, sowie Theaterpremieren und Vernissagen.

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