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Der Hessische Film- und Kinopreis 2018

Hold on, you can make it… so eröffnen die Jackson Singers den diesjährigen Hessischen Film- und Kinopreis in der Alten Oper Frankfurt am Main.

Und auch die leuchtenden Würfel mit den vor 70 Jahren formulierten Menschenrechten bedruckt, die auf und um die Bühne arrangiert sind, symbolisieren ein Bekenntnis. Das Motto der zeitgleich stattfindenden Frankfurter Buchmesse „I’m on the same page“ –auf der Seite der Menschenrechte- soll auch beim Hessischen Filmpreis betont werden.

Zum dritten Mal in Folge moderiert Jochen Schropp engagiert den feierlichen Abend.

Erneut wird der „Newcomerpreis“ vom Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein vergeben und geht dieses Jahr an die Filmemacherin Isabel Gathof für ihren Debutfilm, den Dokumentarfilm „Moritz Daniel Oppenheim- der erste jüdische Maler“.

Sehr zur Freude der Programmkino-Betreiber, wurden die dotierten Auszeichnungen für den Kinokulturpreis um insgesamt rund 50.000 Euro erhöht. Eine essentielle Unterstützung für das oft harte Standing dieser wichtigen Kulturbereicherung unserer Gesellschaft.

Bester Film wird „Arthur & Claire“ von Regisseur Miguel Alexandre und bester Dokumentarfilm „Die Akte Oppenheimer“ von Regisseurin Dr. Ina Knobloch.

Der Kurzfilmpreis geht an Peter Meister für „Menschenjagd“, der in seiner witzigen Persiflage eine skurrile rechte Bürgerwehr skizziert, die Deutschland vor einem Flüchtlingsstrom bewahren will. Mit viel schwarzem Humor hält er den Zuschauern einen Spiegel vor und arbeitet dabei sehr kreativ und wirkungsvoll an diesem Thema.

Beeindruckend auch der Hochschulfilm-Preisträger „Appalachian Holler“(Matthias Lawetzky von der HfG Offenbach), der diese arme Gegend Nordamerikas respektvoll skizziert auf den Spuren des Country-Musik-Ursprungs.

Der Drehbuchpreis geht mit Laudation von Regisseur Nadav Schirman an die „Wolf of Kassel“ Autoren Kristl Philippi und Klaus Stern.

Ein Sonderpreis an die erfolgreiche und beeindruckende Serie „Bad Banks“ von Produzentin Dr. Lisa Blumenberg unter der Regie von Christian Schwochow, von der jetzt eine 2. Staffel entwickelt wird.

Den Preis für den besten Schauspieler erhält Thomas Schmauser für seine außergewöhnliche Darstellung von Rudolph Mooshammer in „Der große Rudolph“ (nach einer wunderbaren Laudatio von Pegah Ferydoni!).

Den Preis für die beste Darstellerin kann die 18-jährige sympathische und begabte Lena Urzendowsky für ihre großartige schauspielerische Leistung im selben Film entgegennehmen.

Und am Schluss geht der Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten nach persönlicher Erklärung von Herrn Bouffier und anschließender besonderer szenischer Laudation von Olli Dietrich als „Dittsche“an Schauspieler Matthias Brandt.

Der bedankt sich mit ehrlicher Freude, vor allem auch, weil ihn die gleichzeitige Nominierung als bester Schauspieler trotz des vermeintlich abschließenden Charakters des Ehrenpreis wieder in die aktive Schauspieler-Kategorie zurückversetze.

So können nach gelungener Preisverleihung und glücklichen Preisträgern, sich alle Gäste dem anschließenden Buffet, Branchengesprächen und der Tanzfläche widmen.

Besonders begehrt an diesem warmen sommerlich anmutenden Oktoberabend ist der große Balkon der Alten Oper. Und so lässt es sich für viele Gäste noch bis nach drei Uhr morgens auf dieser festlichen Veranstaltung sehr gut aushalten.

© Julia Stolze

 

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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