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Im Osten viel Neues – Premiere der 4. Staffel der preisgekrönten ARD-Serie „Weissensee“

Familiär, das wohl passendste Adjektiv zum Beschreiben der Atmosphäre dieser Premiere.

Am 2. Mai versammelte sich ein großer Teil der (Film-)Familie im Zoo Palast an der Hardenbergstraße. Der Rote Teppich lag bereit, das Popcorn duftete, und alle Anwesenden freuten sich auf einen ostalgisch-schönen Fernseh-, äh Kinoabend in der City West.

Zuvor hieß es aber noch: Bilder, Interviews und ganz viiiel Lächeln. Kein Problem für Cast und Crew. Und so ließen sich die Schauspieler Florian Lukas, Ruth Reinecke, Lisa Wagner, Stephan Grossmann, Joerdis Triebel, Claudia Mehnert, Hansjürgen Hürrig, Ferdinand Lehmann, die Produzentin Regina Ziegler, die Casterin Heta Mantscheff sowie Regisseur und Drehbuchautor Friedemann Fromm und andere ganz nach dem Motto „Immer Bereit“ bereitwillig von A nach B scheuchen, damit aber nun auch jeder Fotojournalist das für ihn oder sie perfekte Bild erhaschen konnte.

Man hatte sichtlich herzlichen Spaß, und so entstand auch für Nicht- Familienmitglieder das Gefühl der Zugehörigkeit, und das Team hatte spätestens jetzt die volle Sympathie aller Anwesenden auf seiner Seite. Auch die beiden Kinderdarsteller, in den Rollen der Sonja (Philine Steuer) und der kleinen Anna (Ziva Marie Faske) –  jeweils Nichte und Tochter des Martin Kupfer (Florian Lukas) – haben sich in dem ganzen Blitzlichtgewitter toll geschlagen und freuten sich gemeinsam mit den Großen.

Dann ging es endlich los und es hieß: Vorhang auf für die ersten beiden Folgen der 4. Staffel: Wir befinden uns im Frühjahr 1990. Die Grenzen sind offen und in der DDR herrscht große Euphorie aber auch große Unsicherheit vor dem, was da kommen mag. Es ist die Zeit der Volkskammerwahl, der deutsch-deutschen Währungsunion aber auch eine Zeit der persönlichen Neuorientierung, in der jeder Einzelne seinen Platz in einem sich neu formierenden Land sucht.

Friedemann Fromm sagt: „Ich gehe immer vom Gefühl aus. Weissensee ist eine hochemotionale Geschichte, und die ganze Politik, die ganze Wirtschaft, die wird „nur“ mit erzählt.“

Während der eine Teil der Familie Kupfer schon ganz tatkräftig im kapitalistischen System angekommen ist und dafür Sorge trägt, dass das Parteivermögen der SED gesichert wird, konfrontieren sich die anderen mit ihrer nun brachliegenden Vergangenheit: Das Aufziehen des Eisernen Vorhangs und das damit einfallende Licht hat neue Spiegelbilder hervorgebracht, diese zeigen Reue, Stolz und den Wunsch nach Wiedergutmachung.

Wie zuvor wird auch in dieser Staffel nichts absolut geschönt oder absolut verteufelt erzählt. Alles ist relativ, Ansichtssache und bleibt beweglich in der Interpretation.

„Bis auf die Treuhand, die Treuhand war und ist eine Farce für die ostdeutsche Wirtschaft & Industrie gewesen und damit basta“, beendet die Autorin jetzt ihren Gefühlsausbruch.

Kommende Woche wird die komplette Staffel am 8., 9., und 10 Mai 2018 um 20.15 Uhr im ARD ausgestrahlt. Wer darüber traurig ist, dass dann alles schon wieder vorbei ist, sei beruhigt, denn Produzentin Regina Ziegler machte im Gespräch mit Moderatorin Jessy Wellmer deutlich: „Wenn ich den Cliffhanger der 4. Staffel sehe, möchte ich gern, dass alle über die 5. Staffel nachdenken!“

Und wer von Familie Kupfer nicht genug bekommen kann, dem sei die neue Webserie ans Herz gelegt: „Weißensee – frisch gestrichen“, ein komödiantischer Spinoff.

https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/weissensee/videos/vorschau-webserie-100.html

Ariane Reisenweber

Fotos RCR Rene du Vinage

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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