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SUSKA LASUSKA und ihr „Debut Devotional“

Suska LaSuska schreibt melodiösen Elektropop mit deutschen Texten. Sie ist oft gelangweilt. Bis an die Depressionsgrenze. Von deutschsprachiger Musik. Wie James Blake oder Björk möchte die gebürtige Rostockerin die Kunst zurück in den Pop holen. Deshalb schreibt Suska Ihracký Songs über ostdeutsche Entfremdung, Überforderung und Einsamkeit in einer vernetzten Welt. Die Grenzen zwischen Persönlichem und Politischem sind dabei fließend.

Suska wächst in einem Plattanbaugebiet Rostocks auf. Dort besucht sie ein Musikgymnasium, wo sie ihre Faszination für Musik entdeckt. Ihr Name Suska verrät die slowakischen Wurzeln der Musikerin. Ihr Vater ist Slowake. Er stirbt plötzlich, als sie 17 ist. „Der Tod meines Vaters hat mich mächtig aus der Bahn geschmissen. Ich habe mit aller Kraft versucht, den Normalzustand in meinem Alltag festzuhalten, um meinen inneren Ausnahmezustand nicht spüren zu müssen. Erst Jahre später habe ich gemerkt, dass ich mich vor meinen Emotionen nicht mehr verstecken kann. Zur gleichen Zeit habe ich Musik zum Zentrum meines Lebens gemacht.“

Suska verlässt Rostock und studiert Geschichte und Philosophie in Potsdam. Doch sie merkt bald, dass ihre Leidenschaft für die Musik zu kurz kommt. „Ich will kein ‚Was wäre gewesen,wenn…-Mensch‘ sein.“ sagt sie und steuert ihre Vision an. Die Suche nach neuen Soundwelten beginnt: „Es geht mir um eine Verknüpfung aus elektronischen Sounds und bewegenden Grooves, die ich in der deutschsprachigen Musikszene noch nicht gefunden habe.“

Suska schreibt in ihrer Muttersprache. „Im internationalen Berlin sind deutsche Texte auf den Popmusikbühnen selten. Für mich ist die Sprache eine HighSpeedVerbindung – zu meiner eigenen Emotionalität und zu der des Publikums. Keine Zeile lässt sich verstecken. Jedes Gefühl liegt so nackt vor dem Zuschauer wie es beim Schreiben vor mir lag. Aber: Schönheit entsteht oft da, wo man sich verletzbar macht.“

Suska wohnt und arbeitet heute in Berlin Neukölln. Ihre Texte entstehen, indem sie kleine Details des Alltags aufgreift und darum Geschichten strickt. Oft entsteht dabei eine Perspektive, in der sich der Hörer wiederfinden und geborgen fühlen kann. Seit 2016 arbeitet sie mit dem japanischen Drummer und Produzenten Chikara Aoshima zusammen. Gemeinsam mit ihm kreiert Suska Songs, die in vielen Schattierungen schimmern. Die glasklare Stimme der Künstlerin schwebt dabei über treibenden Beats und gleißenden Synths. Die Musik trifft den Hörer unvermittelt. Sie erzählt Geschichten digital-emotional ohne dabei jemals platt zu werden. Songs eben, die eingängig sind – ohne zu langweilen.

Nun ist das erste Video aus der Debüt-EP „Debut Devotional“ erschienen. Suska sagt dazu: Ich schleudere hiermit das Musikvideo zu unserer ersten Single „Gigantisches Gedankengewühl“ raus in die unendlichen Ellipsen des Webs. Spielt damit umher, schreibt mir was ihr denkt und so…ihr wisst schon… Als unabhängige Musikerin bin ich bei der Verbreitung auf die Crowd angewiesen – also teilt das Video sehr gern.“
 
Was wir hiermit gerne tun.
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https://www.youtube.com/watch?v=sotlp_1by2g

Die EP „Debut Devotional“ erscheint am 02.02.2018 bei Plattenbau Records/recordJet!

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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