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Víkingur Ólafsson präsentiert seinen Bach

Es ist so weit! Das ersehnte zweite Album des isländischen Pianisten Víkingur Ólafsson bei Deutsche Grammophon wurde am 7. September veröffentlicht. Nach dem großen Erfolg des Erstlings „Philip Glass: Piano Works“ 2017 steht nun der Urvater der Klassischen Musik auf dem Programm: BACH. Und er erklingt zeitloser denn je. Ja, wieder einmal der gute Bach. Aber es ist unglaublich und beeindruckend, wie man diesen Komponisten immer wieder neu entdecken kann und darf. Auch dank Künstlern wie Víkingur Ólafsson. Ihm gelingt es diese um die 300 Jahre alte Musik ganz durchsichtig, ohne Staub und in seiner persönlichen Tonsprache erklingen zu lassen.

Der Wahlberliner nimmt sich die Freiräume, die Bach lässt. Beim Zuhören der Aufnahmen stellt man fest, dass der 34-jährige Interpret sich schon sehr lange, wie er selbst erzählt, seit seinem fünften Lebensjahr, mit dem großen Meister Johannes Sebastian Bach auseinandersetzt. Víkingur fühlt sich vertraut mit dieser Musik, und es wirkt alles sehr harmonisch und natürlich. Die ausgewählten Werke, im Mittelpunkt stehen die eher selten gespielten Variationen „Aria variata in A Moll“, beseelt er mit seiner reifen Ästhetik und seinem musikalischen Empfinden. Wie soll man es beschreiben? Víkingur Ólafssons Piano-Klang verbunden mit seiner Erscheinung, sein Auftreten, irgendwie eine Art Mischung aus Hipster und Nerd, gepaart mit der bekannten isländischen Lässigkeit, er selbst sagt über sich, er sei ein Klavier-Freak, entspricht dem heutigen Zeitgeist. Gefühl, aber beherrscht, und den Mut einfach zu machen, aber das ästhetisch hochwertig und clean poliert.

Auch DJs kreieren mit Ólafssons Einspielungen ihre eigenen Werke. Es passt zusammen und es entsteht eine blühende Symbiose, die sehr gut ankommt und in sich stimmig ist. Mein ganz persönlicher Lieblingstrack ist die Nummer 5: Das Adagio aus der Orgel Sonate in E-Moll.

Ich durfte für REDCARPET REPORTS bei der deutschen Vorpremiere des Albums dabei sein. Geladen wurde in die Residenz des isländischen Botschafters Martin Eyjólfsson. In der heimeligen Atmosphäre, samt isländischer Hauskatze, der architektonisch modernen Villa, die in ihrer Bauweise und den -materialien an Island erinnern soll, gab der charmante, gesprächsfreudige und sympathische Pianist den geladenen Gästen, darunter Musiker, isländische DJs und Filmemacher, die Chef-Riege von Deutsche Grammophon und Vertreter der Presse, ein exklusives, sprichwörtliches Wohnzimmer-Konzert. Gelungen war auch die Präsentation des offiziellen Musikvideos unter der Regie von Magnús Leifsson mit Bachs 1. Prélude No. 10 in B-Moll (auch auf der CD zu hören), in dem eine isländische Fischfabrik, mit der Víkingur persönlich sehr verbunden ist, den Hauptschauplatz bildet. Ein leichter, frischer Fischgeruch kommt einem unwillkürlich beim Anschauen in die Nase. Somit werden nicht nur die visuellen und auditiven Sinne angesprochen.

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=12&v=rtT__umjFVY

Im Anschluss wurden die Zuhörer noch kulinarisch mit exquisiten isländischen Spezialitäten verköstigt und durften die isländische Gastfreundschaft im Garten der Reisidenz am Berliner Halensee kennen lernen.

Þakka þér (Danke) Víkingur Ólafsson für das sehr nette, persönliche Gespräch und den schönen Abend!

Mehr über die CD „Vikingur Olafsson – Johann Sebastian Bach“ hier.

Reporterin: Sängerin Teresa E. Hoerl

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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