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Arte Empfang – die deutsch-französische Kunst!

Am 12.Februar lädt der deutsch-französische Sender ARTE wieder zum Empfang in die Kunstakademie am Pariser Platz anlässlich der 69.Berlinale! Wieder bietet der gläserne Veranstaltungsort mit Blick aufs Brandenburger Tor einen guten Rahmen für die Pflege der deutsch-französischen Freundschaften. 

Eine Rede scheint an diesem Dienstag jedoch aus dem Programm verbannt, wie auch schon im Jahr davor. Das sei den Franzosen nur Recht, denn die beschwerten sich, sie verstünden nichts, hieß es. Das Programm also: Begegnungen mit Getränk und Häppchen. Die Location ist menschenvoll und alle ein bis zwei Meter wechseln deutsche Sätze über ins Französische. Das Stimmgewirr á la franco-allemand ist bezeichnend und der Empfang allem Anschein nach ein zufriedener Selbstläufer in Sachen Networking. “Pas vous, c´est toi” erklärt mir ein französischer Produzent von Paramax. Die Form der Filmbranche in der eine Vielfalt an Berufung und Leidenschaft eine Symbiose eingehen, ist demnach sprachenlos.

Insgesamt ist Arte mit acht Filmen in diesem Jahr vertreten: “Kreuzweg”, “Winterdieb”, “Blutige Hochzeit”, “Drei Farben: Blau”, “In jedem Sommer”, “Wer den Wind sät”, “Grüße aus Fukushima”, “Ixcanul – Träume am Fuße des Vulkans” und die Sondersendung “Kurzschluss – Das Magazin”. Dabei bleibt es aber nicht. Die Verzweigungen sind komplex und sie sind besonders: Der anwesende Uli M Schueppel etwa feiert am nächsten Tag mit “Der Atem”- eine Zusammenarbeit mit Arte, seine Weltpremiere im Zoo Palast. Es tauchen alt gepflegte Schauspieler, Produzenten und Regisseure auf, die sich einmal mit Arte verbandelten, wie etwa Andreas Pieper (“Nachspielzeit”) oder Rita Lengyel (“Berlin Calling”). Außerdem Gäste wie Charlotte Roustang (The European Casting Studios Berlin & Paris) und Denis Planat (Agent aus Paris), die auch in Deutschland nach Talenten suchen; der Festivalleiter der Hofer Filmtage Thorsten Schaumann, Vertreter von Filmhochschulen und weit angereiste Gäste wie Guy-Roger Duvert, französischer Komponist mit Wohnsitz in Los Angeles. Bekannte Gäste wie Edgar Selge, Udo Wachtveitl, Patritzia Aulitzky, Martin Stange, Anna und Dietrich Brüggemann, Stephanie Stremler, Falk-Willy Wild, Alina Levshin, Birge Schade, Esther Zimmering, Johannes von Bülow, Volker Schlöndorff, Ninon Bohm und Valentina Sauca, Elisa Thiemann, Christine Hecke, Ilse Biberti, Inka Friedrich, Stefanie Höner oder Silke Bodenbender vervollständigen das Bild.

Drei Stunden später kommt der Herr in Anzug und mit Knopf im Ohr und bittet die Gäste wiederholt auf deutsch (!) zu gehen, da die Veranstaltung beendet sei. Feierabend also für die Kunst. Zumindest an diesem Abend in der Akademie.

 © Annalena Müller

Fotos © René du Vinage

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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