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Durch die Küche und dann immer geradeaus – zu Besuch auf der Bunte & BMW Festival Night 2019

Die 69. Berlinale ist gerade mal einen Tag alt, als sich auch schon die Stars und Sternchen der deutschsprachigen Film- und Fernsehlandschaft gemeinsam mit anderen bekannten Gesichtern aus der gegenwärtigen Zeit in der Gendarmerie in Mitte einfanden, um zu feiern. Geladen hatten Hubert Burda Media und BMW.

Und sie kamen alle: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, Maria Furtwängler und Tijan Marei, Vivien Pölzer, Iris Berben, Veronika Ferres, Ursula Karven, Starfotografin Ellen von Unwerth, Simone Thomalla und Handballer Silvio Heinevetter, Christina Do Rego, Josefine Preuss, Natalia Avelon, Nik Xhelilaj, Uwe Ochsenknecht und Jimmi Blue, Natascha Ochsenknecht und Wilson Gonzales, Jörn Schlönvoigt mit Hanna Weig, Alice Dwyer und Sabin Tambrea, Oliver Korritke, Christiane Paul, Mala Emde und Artjom Gilz (die Hauptdarsteller von „Charité 2“), Sonja Gerhardt und Taneshia Abt, Model und Moderatorin Victoria Jancke, Lisa-Marie Koroll, Patrick Mölleken, Axel Milberg, Quirin Berg und Karla Hecker, Caro Cult und Lukas Reiber, Tim Oliver Schultz, Paula Kalenberg, Vanessa Eichholz, Rabea Schif, Riccardo Simonetti, Model Barbara Meier, Wilma Elles, Ken Duken und  Lisa Leonie Bach, Nilam Farooq, Marleen Lohse, Nele Kiper, Sina Tkotsch, Ninon Bohm und Valentina Sauca (Luisa Held), Gizem Emre und  Langston Uibel, Daniel Donskoy, Jane Chirwa sowie Burda Style CEO Manuela Kampp-Wirtz, Bunte-Chefredakteur Robert Pölzer und Hans-Reiner Schröder, Direktor BMW Berlin.

Für mich als Festival Night Neuling offenbarte sich folgendes Bild: Der Gast wurde durch die Gastgeber begrüßt, am BMW Ausstellungsstück vorbei geleitet und kam dann zum ersten Mal an der Garderobe zum Stehen. Spätestens hier war er auch schon mitten in ein Gespräch vertieft. Man kennt sich und freut sich einander zu sehen und fröhlich zu begrüßen. Während man dann zwischen Lachen, Umarmen und Händeschütteln noch eben schnell charmant sein Mäntelchen zum Garderobenpersonal gereicht hatte, fand sich auf wundersame Weise ein Champagnerglas in der anderen, noch freien Hand ein.

Der Gast war nun ausstaffiert und sozusagen „ready to festival“. Nein, wirklich, es herrschte ein solchen Summen von Stimmen und Lachern, dass es ganz wunderbar war, mitten drin zu sein.

Es schien alles eingespielt und gelassen vonstatten zu gehen. Als dann die ersten „Hallos“ und „Nein, du hier, wunderbars“ verklungen waren, schaute sich der Gast um. Man konnte ihn fast denken hören: „Moment, ich bin ja nicht nur zum Spaß hier, wo ist …?“. Als er die Fotowand auch schon erspäht hatte, genauer die Gästeschlange zur Fotowand.

Da stand er nun: Vor ihm ging es schleppend vorwärts und hinter ihm strömten immer mehr KollegInnen hinzu. Wie gut, dass die Bar nur eine halbe Armlänge entfernt war und man die Wartezeit mit einem zweiten Gläschen und einem neuen netten Gespräch überbrücken konnte.

Foto: BrauerPhotos / M.Nass for Hubert Burda Media

 

Und dann, endlich konnte man das Blitzlichtgewitter sehen und Rufe wie „Hier rüber“ „Danke“ „Nochmal fürs ZDF“ „Kannste noch ’n Bild mit meinem Handy machen“  und weitere hören. Der Gast war nun fast am Ziel. Zwischen Fotowand und Schlange hielt man artig Abstand. Jeder durfte seine Zeit im Blitzlichtgewitter voll auskosten. Und wenn doch mal Gewusel entstand, dann war das witzig, locker und man entschied sich dann einfach für ein Bild gemeinsam. Nach der Fotowand gab man vielleicht noch ein kleines Interview oder aber man strömte direkt in den Saal der Gendarmerie und erweiterte die Gesprächsthemen. Zu dieser Zeit des Abends bekamen die Gespräche dann mehr Tiefe. Hie und da konnte ich Gesprächsfetzen über abgeschlossene Projekte, anstehende Projekte, die Berlinale, politische und gesellschaftliche Themen aber auch Erkundigungen (man kannte sich wohl besser) nach Familie und Gesundheit einholen, hören.

Während man in den ersten Stunden kaum Beinfreiheit hatte, begann sich der Saal gegen 23.00 Uhr auszudünnen. Ich folgte Christiane Paul, Mark Keller und Co durch einen ominösen Gang, um mich dann plötzlich – umgeben von Dampf und grellem Licht – in der Restaurantküche einzufinden. Aha, wie auch bei jeder anderen guten Party, versammelte sich das Feiervolk also in der Küche.

Foto: BrauerPhotos / M.Nass for Hubert Burda Media

 

Ich steckte fest. Ich kam weder vor noch zurück, was bei den leckeren Teilchen aber auch erst mal nicht so tragisch war. Doch dann hörte ich Gesang. Meine Neugier ließ mich ständig das Wort „Entschuldigung“ murmeln und ich zwängte mich durch Prominenz und Personal in Richtung Musik. Inbrünstig schmetterte George McCrae einen Disco Hit nach dem nächsten und die aus der Gendarmerie verschwundene Menge stand, saß oder tanzte geschwätzig in der Austernbank. Hier roch es nach Zigarren, Zigaretten und Ausgelassenheit. Ich hatte eindeutig den Partykeller der Veranstaltung gefunden, gönnte mir auch ein Gläschen und mischte mich unters Volk.

Eine großartige Location, mit kompetenten Barpersonal, einem schillernden Live Act und zu späterer Stunde tanzbarer Musik, von keinem Geringeren als Lars Eidinger auf den Plattentellern zusammen gemixt, machten aus der Festival Night von BUNTE und BMW eine umwerfende Veranstaltung, auf der man gar nicht anderes konnte, als sich wohl zu fühlen.

© Ariane Reisenweber

© Fotos RCR René du Vinage

 

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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