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Habemus Papam – „Die Päpstin“ eröffnet die neue Spielzeit in Füssen

Nachdem „Die Päpstin“ bereits letzten Dezember mit großem Erfolg in Ludwigs Festspielhaus aufgeführt wurde, läutete der historische Stoff vergangenes Wochenende die neue Spielzeit in Füssen ein und feierte am 12.04.2019 seine Wiederaufnahme vor ausverkauftem Haus.

Wie kaum ein anderes Werk begeistert das mitreißende Musical das Publikum durch anrührende Songs, atmosphärische Bühnenbilder und dynamisch arrangierte Tanzchoreographien und fügt sich thematisch besonders passend in den spirituellen Zeitraum um Ostern ein.

Die Inszenierung kann, wie schon im Vorjahr, mit einer erstklassigen Besetzung überzeugen, allen voran Anna Hofbauer als Päpstin Johanna, Jan Ammann als Markgraf Gerold, Dennis Henschel als Antagonist Anastasius und Kevin Tarte als Klosterbruder Rabanus. Während Alexander Kerbst und Stefanie Kock erneut hervorragend Arsenius und Marioza verkörpern, brillieren viele Darsteller auch in zum Teil für sie neuen Rollen, u.a. Frank Bahrenberg als Aeskulapius, Stefanie Gröning als Johannas Mutter oder Kristin Backes als Richild, die Frau des Markgrafen. Während der folgenden Aufführungen am 22. April (Ostermontag) 26., 27. und 28. April kann man zudem Matthias Stockinger, Christopher Brose oder Uwe Kröger in den Hauptrollen bewundern.

Damit findet das Festspielhaus eine wunderbare Balance zwischen den großen Namen und bekannten Gesichtern der Musicalszene, bietet seinen Künstlern aber auch immer die Möglichkeit neue Rollen zu erarbeiten und damit insgesamt den nötigen Raum zur kreativen Entfaltung. Gerade diese Bandbreite in der Besetzung wirkt sich positiv und absolut erfrischend auf sämtliche Inszenierungen in Füssen aus.

Wer das Musical bereits im vergangenen Jahr gesehen hat, konnte dieses Mal einige Veränderungen feststellen. Zur Wiederaufnahme wurden die Kostüme von Lisa Rietzler und Raphaela Dürr aufwändig und mit viel Liebe zum Detail neu gestaltet und fügen sich nun noch harmonischer in den historischen Kontext ein. Die funkelnden Schmuckelemente, leuchtenden Farben der Roben und hochwertigen Stoffe lassen erkennen, welche Arbeit dahinter steckt, aber auch mit wie viel Freude sie angefertigt wurden.

Die Luftakrobatinnen Vera Horn und Marlou Düster in Gestalt der Raben Hugin und Munin haben ihre Darbietung im Vergleich zur vorherigen Spielzeit noch perfektioniert. Sie schweben harmonisch und synchron durch die Lüfte und wissen durch ihre Eleganz und Präsenz zu begeistern. Doch nicht nur visuell ist die Choreografie wunderschön anzusehen, mit ihrer Symbolik als Beschützer Johannas runden sie auch subtil die Entfaltung der Geschichte ab.

Hervorzuheben ist auch einmal mehr das talentierte Tanzensemble, welches die innovativen Choreografien von Stefanie Gröning ausdrucksvoll und energiegeladen umsetzt. Mal düster und kraftvoll, aber auch ausgelassen und beschwingt transportieren die Tänzer die jeweilige Stimmung der Szene und fügen sich so ausgewogen in das Gesamtkonzept aus Tanz, Schauspiel und Gesang ein.

Die Wiederaufnahme der Päpstin setzt ganz auf ihre Stärken, überrascht aber ebenso mit gelungenen Neuerungen. Man darf gespannt sein, welche Veränderungen das Kreativteam für die erneute Spielzeit im winterlichen Füssen im November und Dezember 2019 bereithält. Zuvor gastiert „Die Päpstin“ vom 10. August bis 1. September auch im Theaterhaus Stuttgart, wo erstmalig Sandy Mölling die Rolle der Johanna verkörpert und u.a. David Jakobs als Anastasius sein Können zeigt.

In unserer ausführlichen Rezension aus der vergangenen Spielzeit beleuchten wir noch detaillierter Synopsis, die Solisten und alle weiteren Aspekte der Umsetzung.

Bericht ©Marion Fritzsche

Fotos ©Melanie Renker und ©Michael Böhmländer/Ludwigs Festspielhaus Füssen

About René

René du Vinage ist Autor, Fotograf und Übersetzer und lebt nach Paris und London nun in Berlin. Sein Motto: "Heute ist die gute, alte Zeit von morgen".

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