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Kulturstaatsministerin Monika Grütters kürt Spiel des Jahres 2019

Vor genau 40 Jahren wurde das erste „Spiel des Jahres“ verliehen. 1979 gewann „Hase und Igel“, und Bundesfamilienministerin Antje Huber übergab als Schirmherrin die Auszeichnung an den Autor David Parlett. Anlässlich dieses Jubiläums erschien Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, zur diesjährigen Preisverleihung am Montagvormittag. Das „Spiel des Jahres“ 2019 heißt „Just One“ von Repos Production. Das Wort- und Partyspiel rund ums Raten von Begriffen ohne doppelte Hinweise hatte die Jury aus Spiele-Experten überzeugt. „Flügelschlag“ von Elizabeth Hargrave ist das „Kennerspiel des Jahres“.

„Schachtel“, „Würfel“, „Freizeit“, „Spaß“. Was könnten diese Begriffe assoziativ umschreiben? Klar! Ein Spiel! Im kooperativen Just One muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten. Die Hinweise gibt dabei nicht das Spiel vor, sondern die Runde der Mitspieler. Ohne sich im Team abzusprechen, notiert dafür zunächst jeder einen Hinweis, den er als Hilfestellung beisteuern möchte. Bevor der Ratende diese Wörter sehen darf, werden sie miteinander verglichen. Doppelungen werden aussortiert. Hätte also im obigen Beispiel der vierte Spieler auch „Würfel“ statt „Spaß“ aufgeschrieben, so wären nur „Schachtel“, und „Freizeit“ übrig geblieben. Womöglich hätte der Ratende dann trotzdem „Spiel“ getippt, vielleicht aber auch „Raucherpause“. „Just One“ hat als lustiges Partyspiel für alle verdient den Preis gewonnen.

Nominiert waren außerdem „L.a.m.a.“ von Reiner Knizia (Verlag: Amigo) und „Werwörter“ von Ted Alspach (Verlag: Ravensburger).

Mehr als 900 Vogelarten leben in Nordamerika, knapp ein Fünftel davon lässt Autorin Elizabeth Hargrave in ihrem Optimierspiel „Flügelschlag“ flattern – vom Amerikanischen Schlangenhalsvogel bis zum Zwergsultanshuhn. Wer einen Vogel anlockt, spielt die entsprechende Karte in einen für das Tier artgerechten Lebensraum aus. An jedes Gebiet ist dabei eine der Basisaktionen des Spiels gekoppelt, welche mit jedem neuen Vogel aufgewertet wird. Wer bringt beispielsweise die Eier-Maschinerie ins Laufen? Zudem tritt jeder in wechselnden Kategorien mit den Mitspielern in Konkurrenz: Wer zählt die meisten Vögel, die in Bruthöhlen nisten? Wer hat die meisten Vögel im Grasland? An dem elegant und detailverliebt gestalteten „Flügelschlag“ werden nicht nur Vogelliebhaber ihre Freude haben.

Nominiert waren außerdem die Spiele „Carpe Diem“ von Stefan Feld (Verlag: alea/Ravensburger) und „Detective“ von Ignacy Trzewiczek, Przemysław Rymer und Jakub Łapot (Verlag: Portal Games).

Das „Spiel des Jahres“ ist der weltweit wichtigste Preis für analoge Gesellschaftsspiele. Verliehen wird er seit 1979 durch eine ehrenamtliche Jury aus Kritikerinnen und Kritikern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die journalistisch in Printmedien, Rundfunk und online über Spiele berichten.

Berücksichtigt werden alljährlich deutschsprachige Spiele des aktuellen Jahrgangs. Die Preisträger für „Spiel des Jahres“, „Kinderspiel des Jahres“ und „Kennerspiel des Jahres“ werden in den Monaten Juni und Juli bekannt gegeben, die Nominierung der Kandidaten und die Bekanntgabe der Empfehlungslisten erfolgt zuvor im Mai.

Seit 2001 gibt es auch den Preis „Kinderspiel des Jahres“, seit 2011 das „Kennerspiel des Jahres“ als weitere, gleichwertige Hauptpreise.

© RCR Laurenz Carpen

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